Stadtwerke Mainz AG setzt auch auf Wasserkraft

Millioneninvestition in Erneuerbare Energien im Sauerland

(PresseBox) (Mainz, ) Die Stadtwerke Mainz AG geht ihren Weg "Energiewende für Mainz" konsequent weiter: Der Aufsichtsrat des stadtnahen Unternehmens hat jetzt dem Vorschlag des Vorstandes zugestimmt und den Kauf eines Wasserkraftwerks beschlossen.

Die Anlage Plettenberg-Ohle liegt rund 30 Kilometer süd-östlich der Stadt Hagen und befindet sich an dem in die Ruhr mündenden Fluss Lenne im Sauerland. Das dortige Laufwasserkraftwerk hat eine Leistung von knapp 500 Kilowatt und kann jährlich etwa 2,5 Millionen Kilowattstunden CO2-neutralen Strom erzeugen. Das entspricht dem Strombedarf von 600 bis 700 Vier-Personen-Haushalten.

Für die beiden Stadtwerke-Vorstände Dr. Werner Sticksel und Detlev Höhne ist die Investition in das Wasserkraftwerk ein weiterer Beweis für die zukunftsfähige Ausrichtung der Stadtwerke Mainz AG. Dort wo es unternehmerisch sinnvoll und wirtschaftlich darstellbar ist, setzt man mit Nachdruck auf Erneuerbare Energien, erläutert Höhne den Kurs.
Die Investitionssumme für das Wasserkraftwerk beläuft sich auf mehr als drei Millionen Euro. Zu dem Wasserkraftwerk in Plettenberg-Ohle zählen neben dem Grundstück auch das zeitlich unbefristete und uneingeschränkte Wasserrecht sowie die wasserbaulichen Anlagen wie Maschinenhaus, die Turbinenanlage, der Generator, die Umspannstation und der Kanal. Diese Anlagen wurden 2003 erneuert und sind in einem guten Zustand. Sanierungsbedürftig ist die 50 Meter breite Wehranlage.

Durch die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes zum 1. Januar 2009 ist der Betrieb von Wasserkraftwerken attraktiver geworden, weil jetzt höhere Einspeisevergütungen für aus Wasserkraft erzeugten Strom gezahlt werden. Dies geschieht insbesondere unter der Voraussetzung, dass Betreiber einen besseren ökologischen Zustand der Anlagen erreichen - etwa durch den Bau von Fischtreppen. Eine solche Treppe, sie ermöglicht Fischen die Wanderung flussaufwärts an der Anlage vorbei - soll im Sauerland eingebaut werden. Außerdem sind die Sanierung des Wehrs und die Erneuerung der Wehrklappen vorgesehen.

Strom aus Wasserkraft hat den Vorteil, dass er weitgehend grundlastfähig ist, das heißt die Energie kann bei entsprechenden Wasserständen und entsprechender Verfügbarkeit der Anlagen an vielen Stunden im Jahr erzeugt werden. In Deutschland beträgt der Anteil der Wasserkraft an der gesamten Stromproduktion rund vier Prozent.

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