"Meilenstein" für die Düsseldorfer Fernwärmeversorgung

Umweltfreundliche Heizenergie demnächst auch auf der linken Rheinseite

(PresseBox) (Düsseldorf, ) Bereits seit 80 Jahren versorgen die Stadtwerke Düsseldorf die Landeshauptstadt mit Fernwärme - bisher nur in den Stadtteilen auf der rechten Rheinseite. Zurzeit arbeiten die Stadtwerke Düsseldorf am "Brückenschlag" vom Kraftwerk Lausward auf die linksrheinische Seite: "Um das Fernwärmenetz in Düsseldorf zu erweitern, ist der Bau eines sogenannten Dükers mit einer Länge von rund 430 Metern aus dem Bereich Kraftwerk Lausward unter der Rheinsohle hindurch auf die andere Rheinseite notwendig. Der Düker ist ausgelegt für eine Fernwärmeleistung von 100 Megawatt. Ein großes Bauvorhaben, das wir im Sommer 2012 beginnen werden. Bereits Ende 2012 werden die ersten Kunden auf der linksrheinischen Seite mit Fernwärme versorgt. Zurzeit verlegen wir 4.350 Meter Fernwärmeleitungen in den Stadtteilen Heerdt und Oberkassel", beschreibt Dr. Udo Brockmeier, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Düsseldorf, das Großprojekt der Stadtwerke Düsseldorf.

Der Ausbau der umweltschonenden Fernwärmeversorgung ist neben dem Bau eines hochmodernen neuen Erdgaskraftwerks am Standort Lausward, der Errichtung dezentraler Versorgungsstrukturen unter Nutzung Erneuerbarer Energien und der Integrierung industrieller Abwärme zentraler Bestandteil der Wärmestrategie der Stadtwerke Düsseldorf.

Unterstützt wird der "Brückenschlag" durch die Landeshauptstadt und die Landesregierung: "Kraft- Wärme-Kopplung (KWK) in ihrer Vielseitigkeit ist in Zeiten der Energiewende der kostengünstigste, einfachste und umweltgerechteste Weg, in urbane Versorgungsstrukturen Abwärme aus Kraftwerken und Industrieanlagen wie auch erneuerbare Energien zu integrieren. Düsseldorf ist ein hervorragender Standort für Kraft-Wärme-Kopplung und die damit verbundene Fernwärme. Hier liegen das Kraftwerk und Wohnoder Bürogebäude sehr nah beisammen und genau das macht es einfach, die Wärme zu den Kundinnen und Kunden zu liefern - ein Beispiel dafür, dass in Nordrhein-Westfalen noch große Potentiale genutzt werden können. Diese Chance, in wirtschaftlicher Weise unsere Klimaschutzziele zu erreichen, dürfen wir uns nicht entgehen lassen", erläutert NRW-Umweltminister Johannes Remmel die Sichtweise der Landespolitik.

Hintergrund:
Fernwärme wird in Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt: Im erdgasbetriebenen Kraftwerk der Stadtwerke Düsseldorf, im Düsseldorfer Hafen gelegen, findet die gleichzeitige Produktion von Strom und Wärme statt. Die Wärme wird - als Fernwärme - über Leitungen zu den Verbrauchern transportiert und für die Heizung von Gebäuden und die Erwärmung von Trinkwasser eingesetzt. Nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) müssen bei Umbauten von Gebäuden oder Neubauten Anlagen für Erneuerbare Energien eingesetzt werden. Da die Düsseldorfer Fernwärme keinen zusätzlichen Brennstoff verbraucht und daher einen Primärenergiefaktor von 0,00 hat, kann sie alternativ gesetzeskonform zum Einsatz kommen.

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