STADA: Vorläufige Ergebnisse 2008: Rekordumsatz - Ertragsrückgang bei hohen Sondereffekten - reduzierter Dividendenvorschlag - aktualisierter Ausblick: bereinigtes EBITDA 2009 mindestens 250 Mio. EUR

(PresseBox) (Bad Vilbel, ) Der Vorstand der STADA Arzneimittel AG hat heute, am 02.03.2009, im Rahmen einer Vorstandssitzung auf Basis der bisher vorliegenden vorläufigen Ergebnisse des Geschäftsjahres 2008 einen Beschluss zum Dividendenvorschlag für das abgelaufene Geschäftsjahr getroffen. Gleichzeitig wurde ein aktualisierter Ausblick verabschiedet.

Im Geschäftsjahr 2008 verzeichnete STADA nach den vorläufigen Ergebnissen zum 13. Mal in Folge einen Umsatzrekord. Der Konzernumsatz wuchs in 2008 voraussichtlich um ca. 5% auf ca. 1.646 Mio. EUR (Vorjahr: 1.570 Mio. EUR); der um die Umsatzbeiträge der in den letzten 12 Monaten erfolgten Akquisitionen und Desinvestitionen, der in diesem Zeitraum abgegebenen Handelsaktivitäten sowie um die wesentlichen Währungseffekte des Geschäftsjahres 2008 bereinigte Umsatzzuwachs des Konzerns betrug ca. 1%.

Der STADA-Vorstand hält diese Umsatzentwicklung vor dem Hintergrund eines in verschiedenen nationalen Märkten, vor allem in Deutschland, besonders schwierigen Umfelds für operativ noch zufriedenstellend, auch wenn im 4. Quartal 2008 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal ein Umsatzrückgang im Konzern um 14% zu verzeichnen war. Dazu haben neben einem sehr hohen Basiswert aus dem Vergleichsquartal des Vorjahres - u.a. auch auf Grund zwischenzeitlicher Desinvestitionen von Randaktivitäten in Großbritannien - und umsatzreduzierenden Effekten im Vorgriff auf Preissenkungen im deutschen Markt auch ungünstige Wechselkursentwicklungen der Währungen von Russland, Serbien und Großbritannien beigetragen.

Auch die Ergebnissituation des STADA-Konzerns war im Geschäftsjahr 2008 maßgeblich durch das besonders schwierige operative Umfeld, aber auch durch hohe einmalige Sondereffekte und nicht operativ bedingte Effekte aus Währungseinflüssen und Zinssicherungsgeschäften belastet, so dass in 2008 beim Ertrag das Rekordniveau des Vorjahres nicht erreicht werden konnte. Vor diesem Hintergrund reduzierten sich in 2008 voraussichtlich der Konzerngewinn um ca. 27% auf ca. 76,2 Mio. EUR (Vorjahr: 104,2 Mio. EUR), das operative Ergebnis um ca. 18% auf ca. 176,4 Mio. EUR (Vorjahr: 215,5 Mio. EUR), das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um ca. 11% auf ca. 255,4 Mio. EUR (Vorjahr: 288,6 Mio. EUR) und das Ergebnis vor Steuern (EBT) um ca. 30% auf ca. 105,5 Mio. EUR (Vorjahr: 149,8 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie nahm damit in 2008 voraussichtlich um ca. 27% auf ca. 1,30 EUR (Vorjahr: 1,79 EUR) ab; das verwässerte Ergebnis je Aktie belief sich für das Geschäftsjahr 2008 voraussichtlich auf ca. 1,28 EUR (Vorjahr: 1,72 EUR).

Die vorstehend angegebenen Vorjahreswerte der Ertragskennzahlen für 2007 sind dabei in Anerkennung von Feststellungen der "Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung e.V." (DPR) im Rahmen einer Prüfung nach § 342 b Abs. 2 Satz 3 HGB (stichprobenartige Prüfung) zur bilanziellen Behandlung der bestehenden Finanzbeteiligung der STADA Arzneimittel AG an der BIOCEUTICALS Arzneimittel AG rückwirkend angepasst worden; durch den nach den Feststellungen der DPR erfolgten Einbezug eines Ergebnisses aus der Bilanzierung assoziierter Unternehmen nach der Equity-Methode in die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns reduzierte sich bspw. der Konzerngewinn 2007 um 0,9 Mio. EUR bzw. 1%. Der Vorstand der STADA Arzneimittel AG hält die Auswirkungen dieser Feststellungen auf die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns für insgesamt nicht gravierend und hat sich deshalb aus Gründen der Aufwandsvermeidung dafür entschieden, diese ohne weitere Einrede zu akzeptieren.

Bei den die Ertragskennzahlen wesentlich belastenden einmaligen Sondereffekten des Geschäftsjahres 2008 in Höhe von saldiert insgesamt ca. 40,1 Mio. EUR vor bzw. ca. 26,2 Mio. EUR nach Steuern (saldierte Vorjahresbelastung durch einmalige Sondereffekte: 61,5 Mio. EUR vor bzw. 41,6 Mio. EUR nach Steuern) handelt es sich im Einzelnen um:

- Aufwendungen und Rückstellungen in Höhe von ca. 24,2 Mio. EUR vor bzw. ca. 16,0 Mio. EUR nach Steuern infolge des für STADA bekanntlich negativen Patenturteils in Deutschland im Zusammenhang mit dem pharmazeutischen Wirkstoff Olanzapin im 4. Quartal 2008 (davon ca. 21,8 Mio. EUR vor bzw. ca. 14,3 Mio. EUR nach Steuern im 4. Quartal 2008);

- außerplanmäßige Abschreibungen und Zuschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, jeweils nach Impairment-Tests, die sich saldiert ergebnisbelastend mit ca. 4,9 Mio. EUR vor bzw. ca. 3,3 Mio. EUR nach Steuern auswirkten (davon belastend ca. 0,4 Mio. EUR vor bzw. ca. 0,5 Mio. EUR nach Steuern im 4. Quartal 2008);

- weitere belastende und entlastende einmalige Sondereffekte, die saldiert zu einer Belastung in Höhe von ca. 11,0 Mio. EUR vor bzw. ca. 6,9 Mio. EUR nach Steuern führten (davon saldiert belastend ca. 2,3 Mio. EUR vor bzw. ca. 1,0 Mio. EUR nach Steuern im 4. Quartal 2008).

Zudem hatte STADA im Geschäftsjahr 2008 nicht operativ bedingte ertragsbelastende Effekte aus Währungseinflüssen und Zinssicherungsgeschäften in Höhe von insgesamt voraussichtlich ca. 19,2 Mio. EUR vor bzw. ca. 13,5 Mio. EUR nach Steuern (Vorjahresentlastung durch solche Effekte: 1,7 Mio. EUR vor bzw. 0,9 Mio. EUR nach Steuern) zu verzeichnen, die sich wie folgt zusammensetzen:

- Ertragsbelastungen aus Währungseffekten in Form von saldierten Kursaufwendungen einer russischen Tochtergesellschaft im Zusammenhang mit bestehenden Darlehen aus einer früheren Akquisitionsfinanzierung in Höhe von voraussichtlich ca. 3,7 Mio. EUR vor bzw. ca. 2,7 Mio. EUR nach Steuern bedingt durch die starke Rubelabwertung insbesondere im 4. Quartal 2008;

- Ertragsbelastungen aus einem Zinssicherungsgeschäft einer russischen Tochtergesellschaft im 4. Quartal 2008 zur Zinsstabilisierung bestehender Darlehen aus einer früheren Akquisitionsfinanzierung in Höhe von ca. 10,1 Mio. EUR vor bzw. ca. 7,2 Mio. EUR nach Steuern;

- Ertragsbelastungen aus Zinssicherungsgeschäften der STADA Arzneimittel AG in Höhe von voraussichtlich ca. 5,4 Mio. EUR vor bzw. ca. 3,6 Mio. EUR nach Steuern, saldiert für das Geschäftsjahr 2008 (davon im 4. Quartal 2008 Belastungen in Höhe ca. 4,9 Mio. EUR vor bzw. ca. 3,3 Mio. EUR nach Steuern).

Die um einmalige Sondereffekte sowie nicht operativ bedingte Effekte aus Währungseinflüssen und Zinssicherungsgeschäften bereinigten Ertragskennzahlen von STADA haben sich 2008 im Vergleich zum Rekordniveau der (analog zu 2008) bereinigten Vorjahreszahlen reduziert. Dennoch erzielte STADA in 2008 beim bereinigten Konzerngewinn mit ca. 116,0 Mio. EUR (ca. -20% gegenüber 144,9 Mio. EUR im Vorjahr), beim bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes EBITDA) mit ca. 294,3 Mio. EUR (ca. -7% gegenüber 315,5 Mio. EUR im Vorjahr), beim bereinigten Ergebnis vor Zinsen und Steuern (bereinigtes EBIT) mit ca. 219,0 Mio. EUR (ca. -12% gegenüber 249,0 Mio. EUR im Vorjahr) und beim bereinigten Ergebnis vor Steuern (bereinigtes EBT) mit ca. 164,8 Mio. EUR (ca. -21% gegenüber 209,5 Mio. EUR im Vorjahr) jeweils das zweitbeste Ergebnis in der Konzerngeschichte.

Eine deutliche Verbesserung hat der Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008 beim operativen Cashflow erzielen können. Bereinigt um wesentliche periodenfremde Einflüsse erreichte dieser mit voraussichtlich ca. 151,0 Mio. EUR (Vorjahr: 92,9 Mio. EUR) den besten Wert in der Unternehmensgeschichte.

Vor dem Hintergrund dieser vorläufigen Ergebnisse hat der Vorstand von STADA heute beschlossen, eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Ausschüttungsquote von ca. 40% des Konzerngewinns zu empfehlen; demzufolge schlägt er dem Aufsichtsrat vor, der Hauptversammlung eine Dividende von 0,52 EUR je Aktie (Vorjahr 0,71 EUR je Aktie) für das Geschäftsjahr 2008 zu empfehlen.

Auf seiner heutigen Sitzung hat der Vorstand zudem den Ausblick für die weitere Entwicklung des STADA-Konzerns aktualisiert. Dieser Ausblick ist einerseits von den vorhandenen strukturellen und operativen Wachstumschancen geprägt, andererseits sind jedoch ein operativ weiterhin herausforderndes Umfeld und signifikante Belastungen aus der aktuellen globalen Finanz- und Wirtschaftskrise zu berücksichtigen.

Im operativen Konzerngeschäft wird es nach Einschätzung des Vorstands in einzelnen nationalen Märkten immer wieder zu einschneidenden regulatorischen Eingriffen, intensivem Wettbewerb und signifikantem Margendruck kommen. Letzteres gilt insbesondere für die zunehmende Zahl von durch Ausschreibungen geprägten Geschäften im Segment Generika.

Der Vorstand richtet den Konzern auf dieses operativ herausfordernde Umfeld weiter kontinuierlich aus. Auf Grund der strategischen Fokussierung auf Wachstumsmärkte, der etablierten operativen Erfolgsfaktoren und der angestrebten Ergänzung des organischen Wachstums durch zusätzliche externe Wachstumsimpulse im Rahmen einer behutsamen Akquisitionspolitik eröffnen sich nach Einschätzung des Vorstands Chancen, die eine erfolgreiche Bewältigung der operativen Herausforderungen und Risiken in einzelnen nationalen Märkten in der Regel möglich machen.

Vor diesem Hintergrund hält der Vorstand das operative Geschäftsmodell von STADA weiter für nachhaltig und zukunftsfähig und sieht aus heutiger Sicht für die kommenden Jahre die prinzipielle Chance, ungeachtet eines weiterhin herausfordernden Umfelds Wachstum bei Umsatz und Konzerngewinn erzielen zu können.

Ob STADA jedoch unter den besonders schwierigen Rahmenbedingungen der aktuellen globalen Finanz- und Wirtschaftskrise auch im Geschäftsjahr 2009 wachsen kann, ist aus heutiger Sicht offen und hängt neben der operativen Entwicklung in wichtigen Schlüsselmärkten wie Deutschland, Russland und Serbien auch wesentlich von nicht operativen Einflussfaktoren wie Zinsniveau und Währungsrelationen ab. In den ersten zwei Monaten des laufenden Geschäftsjahres wurde das Umsatzniveau des gleichen Vorjahreszeitraums um ca. 12% bzw. bereinigt um Währungseinflüsse und zwischenzeitliche Akquisitionen und Desinvestitionen um ca. 2% unterschritten.

Vor diesem Hintergrund geht der STADA-Vorstand zurzeit von einer rückläufigen Entwicklung bei Umsatz und Ertrag im 1. Halbjahr 2009 aus. Ob die erwartete Erholung des Geschäftsverlaufs im 2. Halbjahr die Rückgänge des 1. Halbjahres ausgleichen kann, ist offen. Aus heutiger Sicht des Vorstands sollte jedoch im laufenden Geschäftsjahr 2009 das um einmalige Sondereffekte und Einflüsse aus Währungseffekten und Zinssicherungsgeschäften bereinigte EBITDA mindestens 250 Mio. EUR erreichen.

Die endgültigen Geschäftsergebnisse von STADA für 2008 werden am 26.03.2009 publiziert.

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