STADA: Erwartungsgemäß gute Konzernentwicklung in H1/2010 - Konzernumsatz +3% - Konzerngewinn +4% - EBITDA +15%

Erste Umsetzungserfolge bei "STADA - build the future" / Weiterhin positiver Ausblick für 2010

(PresseBox) (Bad Vilbel, ) .
- Konzernumsatz 778,1 Mio. EUR (+3%)
- Konzerngewinn 50,0 Mio. EUR (+4%), bereinigt 59,7 Mio. EUR (+14%)
- EBITDA 142,9 Mio. EUR (+15%), bereinigt 148,6 Mio. EUR (+18%)
- Transfer der holländischen Verpackungseinheit in Q3 im Rahmen von "STADA - build the future" - Reduzierung des Personalstands um 113
- Weiterhin positiver Ausblick für 2010: bei unverändert schwierigem Umfeld in verschiedenen nationalen Märkten Steigerung von Umsatz und operativem (d.h. um einmalige Sondereffekte bereinigtem) Ertrag bei mindestens stabilen operativen Margen

Die STADA Arzneimittel AG hat heute, am 12.08.2010, die Geschäftszahlen für das 1. Halbjahr 2010 veröffentlicht. Danach verzeichnete der Konzern eine Steigerung beim Umsatz und Ertrag sowie bei nahezu allen umsatzbezogenen Ertragsmargen. Insgesamt lag die Entwicklung des Konzerns im Berichtszeitraum im Rahmen der zu Jahresbeginn publizierten Erwartungen und kann aus Sicht des Vorstands als gut bezeichnet werden, insbesondere vor dem Hintergrund eines unverändert schwierigen Umfelds in einzelnen nationalen Märkten wie in Serbien und Deutschland.

"Erfreulich ist, dass wir bereits im laufenden 3. Quartal erste Umsetzungserfolge bei dem konzernweiten Projekt "STADA - build the future" verzeichnen konnten", äußert sich Hartmut Retzlaff, Vorstandsvorsitzender der STADA Arzneimittel AG. So konnte durch den Transfer der holländischen Verpackungseinheit bereits eine Reduzierung des Personalstands um 113 erreicht werden. Angesichts dessen geht der Vorstand davon aus, dass STADA mittelfristig auch die angekündigten Einsparungen in der erwarteten Größenordnung erzielen kann.

Umsatzentwicklung

Der Konzernumsatz nahm im 1. Halbjahr 2010 um 3% auf 778,1 Mio. EUR (1-6/2009: 755,2 Mio. EUR) zu. Hierzu trugen im Wesentlichen die internationalen Umsätze des Konzerns bei, die in den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Anteil von insgesamt 67% (1-6/2009: 63%) am Konzernumsatz hatten und damit eine Steigerung von 9% auf 518,2 Mio. EUR (1-6/2009: 473,6 Mio. EUR) aufwiesen.

Unter Berücksichtigung von Umsatzeinflüssen, die auf Veränderungen im Konzern-Portfolio sowie Währungseffekten basierten, erhöhte sich der Konzernumsatz im 1. Halbjahr 2010 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 2%.

Der Umsatz des weiterhin deutlich größeren Kernsegments Generika (Anteil am Konzernumsatz 70,0%, 1-6/2009: 71,2%) erhöhte sich in den ersten 6 Monaten 2010 - ungeachtet der teilweise schwierigen Rahmenbedingungen in einzelnen nationalen Märkten - um 1% auf 544,6 Mio. EUR (1-6/2009: 537,8 Mio. EUR). Bereinigt verzeichnete der Generika-Umsatz im Konzern einen Anstieg um 1%.

Die Markenprodukte (Anteil am Konzernumsatz 26,0%, 1-6/2009: 24,8%) nahmen im 1. Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres um 8% auf 202,5 Mio. EUR (1-6/2009: 187,6 Mio. EUR) zu. Der bereinigte Umsatz der Markenprodukte wies im Konzern ein Wachstum von 3% auf.

In Europa verzeichnete der STADA-Konzern in den ersten 6 Monaten 2010 eine Umsatzsteigerung von 2% auf 742,3 Mio. EUR (1-6/2009: 724,6 Mio. EUR). Damit belief sich der Umsatzanteil von STADA in den europäischen Märkten auf 95,4% (1-6/2009: 95,9%) am Konzernumsatz. Bereinigt stieg der Umsatz von STADA in Europa um 1%.

In Westeuropa nahm der Umsatz im Berichtszeitraum um 2% auf 569,0 Mio. EUR (1-6/2009: 558,9 Mio. EUR) zu. Damit trugen die Umsätze, die STADA in westeuropäischen Märkten generierte, 73,1% (1-6/2009: 74,0%) zum Konzernumsatz bei. Der bereinigte STADA-Umsatz in Westeuropa legte um 1% zu.

In Osteuropa stieg der Umsatz im Berichtshalbjahr um 5% auf 173,3 Mio. EUR (1-6/2009: 165,7 Mio. EUR). Der Umsatzanteil von STADA belief sich in den Märkten Osteuropas somit auf 22,3% (1-6/2009: 21,9%) am Konzernumsatz. Die bereinigten osteuropäischen Umsätze von STADA verzeichneten ein Umsatzplus von 2%. Hier ist im Vorjahresvergleich insbesondere die schwierige Marktsituation in Serbien zu berücksichtigen.

In Asien erhöhte sich der STADA-Umsatz im 1. Halbjahr 2010 um 16% auf 25,4 Mio. EUR (1-6/2009: 22,0 Mio. EUR). Damit hatten die asiatischen Umsätze einen Anteil von 3,3% (1-6/2009: 2,9%) am Konzernumsatz. Der bereinigte STADA-Umsatz stieg in den asiatischen Märkten um 13%.

Der Konzernumsatz in der restlichen Welt legte im Berichtszeitraum um 21% auf 10,4 Mio. EUR (1-6/2009: 8,6 Mio. EUR) zu. Damit steuerten die Umsätze der restlichen Welt 1,3% (1-6/2009: 1,1%) zum Konzernumsatz bei. Der bereinigte Umsatzzuwachs von STADA belief sich hier auf 19%.

Ertragsentwicklung

Alle ausgewiesenen Ertragskennzahlen konnten in den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres erhöht werden.

Der Konzerngewinn stieg im 1. Halbjahr 2010 um 4% auf 50,0 Mio. EUR (1-6/2009: 48,3 Mio. EUR). Das operative Ergebnis nahm um 15% auf 98,6 Mio. EUR (1-6/2009: 85,4 Mio. EUR) zu. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte im Berichtshalbjahr um 15% auf 142,9 Mio. EUR (1-6/2009: 124,0 Mio. EUR) zu. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wies ein Plus von 14% auf 98,8 Mio. EUR (1-6/2009: 86,6 Mio. EUR) auf. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verzeichnete eine Steigerung um 19% auf 72,4 Mio. EUR (1-6/2009: 60,9 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich um 4% auf 0,85 EUR (1-6/2009: 0,82 EUR). Das verwässerte Ergebnis je Aktie belief sich auf 0,83 EUR (1-6/2009: 0,82 EUR).

Die Ertragskennzahlen enthielten im 1. Halbjahr 2010 belastende einmalige Sondereffekte in Höhe von insgesamt 13,4 Mio. EUR vor bzw. 10,5 Mio. EUR nach Steuern (1-6/2009: saldierte Ertragsbelastung durch einmalige Sondereffekte in Höhe von 1,1 Mio. EUR vor bzw. 1,3 Mio. EUR nach Steuern) sowie entlastende nicht operativ bedingte Effekte aus Währungseinflüssen und Zinssicherungsgeschäften in Höhe von insgesamt 1,3 Mio. EUR vor bzw. 0,9 Mio. EUR nach Steuern (1-6/2009: saldierte Ertragsbelastung durch nicht operativ bedingte Effekte aus Währungseinflüssen und Zinssicherungsgeschäften in Höhe von 3,4 Mio. EUR vor bzw. 2,5 Mio. EUR nach Steuern).

Bereinigt man die Ertragskennzahlen um im Periodenvergleich verzerrende Einflüsse aus einmaligen Sondereffekten sowie aus nicht operativ bedingten Effekten aus Währungseinflüssen und Zinssicherungsgeschäften, so nahm der bereinigte Konzerngewinn in den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres um 14% auf 59,7 Mio. EUR (1-6/2009: 52,1 Mio. EUR) zu. Das bereinigte operative Ergebnis stieg um 24% auf 109,6 Mio. EUR (1-6/2009: 88,7 Mio. EUR) an. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes EBITDA) wies im 1. Halbjahr 2010 ein Plus von 18% auf 148,6 Mio. EUR (1-6/2009: 125,8 Mio. EUR) auf. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (bereinigtes EBIT) legte um 23% auf 109,9 Mio. EUR (1-6/2009: 89,0 Mio. EUR) zu. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern (bereinigtes EBT) verzeichnete ein Wachstum von 29% auf 84,5 Mio. EUR (1-6/2009: 65,5 Mio. EUR). Das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg um 15% auf 1,02 EUR (1-6/2009: 0,89 EUR). Das bereinigte verwässerte Ergebnis je Aktie betrug 0,99 EUR (1-6/2009: 0,89 EUR).

Erste Umsetzungserfolge bei "STADA - build the future"

Im 2. Quartal 2010 hatte STADA bekanntlich die Umsetzung des konzernweiten Projekts "STADA - build the future" zur nachhaltigen Ertragssteigerung eingeleitet. Im Zuge dessen konnten bereits im laufenden 3. Quartal erste Umsetzungserfolge verzeichnet werden. So transferierte der Konzern per 01.08.2010 die holländische Verpackungseinheit in Etten-Leur an Hansfree B.V. Gemäß den mit dem Erwerber abgeschlossenen Verträgen kann der Konzern für eine Übergangszeit zu definierten Kosten in einem von STADA variabel zu definierenden Umfang auf die Kapazitäten der verkauften Einheit zurückgreifen. Im Rahmen des Transfers gingen auch die 113 Beschäftigten und die Vermögenswerte in Höhe von 0,7 Mio. EUR auf die übernehmende Gesellschaft über. Damit konnte bereits im laufenden 3. Quartal eine Reduzierung des Personalstands um 113 erreicht werden. Der mit dem Transfer für STADA verbundene Buchverlust, der im Rahmen der Projektplanung von "STADA - build the future" liegt, belief sich auf 5,9 Mio. EUR vor bzw. 5,6 Mio. EUR nach Steuern und wird als einmaliger belastender Sondereffekt im laufenden 3. Quartal ausgewiesen.

Finanz- und Vermögenslage sowie Cashflow

Die Eigenkapitalquote lag zum Stichtag 30.06.2010 mit 34,6% (31.12.2009: 35,5%) unverändert deutlich über der vom Vorstand angestrebten Mindestquote. Die Nettoverschuldung belief sich zum 30.06.2010 auf 902,6 Mio. EUR (31.12.2009: 899,0 Mio. EUR); setzt man die Nettoverschuldung des Konzerns in das Verhältnis zum bereinigten EBITDA von STADA, so lag dieser Wert - bei linearer Hochrechnung des bereinigten EBITDA des 1. Halbjahres auf Jahresbasis - bei 3,0. Unverändert strebt der Vorstand auf Jahresbasis bei diesem Verhältnis einen Wert von maximal 3 an.

Der Vorstand ist gegenwärtig weiterhin zurückhaltend, die Nettoverschuldung des Konzerns zur Finanzierung des externen Wachstums wieder zu erhöhen, ohne dies jedoch zur Ausnutzung von besonderen Gelegenheiten auszuschließen.

Mit Blick auf die angestrebte Optimierung der langfristigen Refinanzierungsstruktur zur Erhöhung der Liquiditätssicherheit platzierte STADA im 2. Quartal 2010 bekanntlich eine Unternehmensanleihe mit einem Volumen in Höhe von 350 Mio. EUR. Zur langfristigen Refinanzierung des Konzerns tragen zudem weiterhin in signifikantem Umfang Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 565,0 Mio. EUR per 30.06.2010 bei; die nächste Fälligkeit einer großen Tranche dieser Schuldscheindarlehen in Höhe von ca. 195,5 Mio. EUR liegt erst im 4. Quartal 2011.

STADA verfügt zudem weiterhin über kurzfristige, fest zugesagte bilaterale Kreditlinien. Derzeit stehen dem Konzern über 500 Mio. EUR solcher offener, d.h. vom Konzern gegenwärtig nicht in Anspruch genommener Kreditlinien zur Verfügung.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit des Konzerns lag in den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres bei 104,0 Mio. EUR (1-6/2009: 55,9 Mio. EUR). Der Free Cashflow betrug im Berichtshalbjahr 40,6 Mio. EUR (1-6/2009: -4,9 Mio. EUR, bereinigt um damalige periodenfremde Einflüsse 5,8 Mio. EUR). Der um Auszahlungen für Akquisitionen und Einzahlungen aus Desinvestitionen bereinigte Free Cashflow belief sich im 1. Halbjahr 2010 auf 64,0 Mio. EUR, während der um Auszahlungen für Akquisitionen und Einzahlungen aus Desinvestitionen sowie um periodenfremde Einflüsse bereinigte Free Cashflow im 1. Halbjahr 2009 bei 14,2 Mio. EUR gelegen hatte.

"Wie geplant haben wir im 1. Halbjahr 2010 sowohl den operativen Cashflow als auch den Free Cashflow weiter verbessert. Diese Entwicklung zeigt den unveränderten Erfolg der von uns intensivierten Maßnahmen zur Optimierung des Working-Capital-Managements", kommentiert Helmut Kraft, Finanzvorstand von STADA, den weiterhin positiven Cashflow des Konzerns.

Regionale Entwicklung in für STADA wichtigen nationalen Märkten

In Deutschland, dem weiterhin größten nationalen Markt von STADA, nahm der Umsatz im 1. Halbjahr 2010 um 8% auf 259,9 Mio. EUR (1-6/2009: 281,6 Mio. EUR) ab. Damit hatten die deutschen Geschäftsaktivitäten in den ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Anteil von 33,4% (1-6/2009: 37,3%) am Konzernumsatz. Der Anteil, den STADA in Deutschland mit Generika generierte, belief sich dabei in den ersten 6 Monaten auf 76% (1-6/2009: 77%) am in Deutschland erzielten Konzernumsatz.

Unverändert basierte dieser Umsatzrückgang im deutschen Markt auf den anhaltend schwierigen lokalen Rahmenbedingungen für Generika. So lag der Umsatz des deutschen Generika-Segments im Berichtshalbjahr mit einem Rückgang um 9% auf 196,7 Mio. EUR (1-6/2009: 217,1 Mio. EUR) unter den ursprünglichen Erwartungen des Konzerns; der Marktanteil der aus den deutschen Apotheken abverkauften Generika des STADA-Konzerns ging im 1. Halbjahr 2010 dabei auf ca. 12,8% (Geschäftsjahr 2009: ca. 13,5%) zurück. Dem steht jedoch eine erwartungsgemäß nur knapp unter Konzerndurchschnitt liegende operative Profitabilität im deutschen Konzerngeschäft im 1. Halbjahr 2010 gegenüber.

Diese Entwicklung im deutschen Markt ist wesentlich durch die von den verschiedenen STADA-Vertriebsgesellschaften erzielten Ergebnisse bei den zahlreichen Ausschreibungen von Rabattverträgen durch gesetzliche Krankenkassen geprägt. An den Ausschreibungen für solche Rabattverträge beteiligt sich STADA unverändert regelmäßig mit von Margen- und Marktanteilsaspekten geprägten verschiedenen Gebotsstrategien und demzufolge auch sehr unterschiedlichen Zuschlagergebnissen. Das dabei aktuell verfolgte Primärziel des Konzerns, im deutschen Markt eine angemessene operative Profitabilität zu erreichen, kann für STADA auch für das Gesamtjahr 2010 einen moderaten Rückgang von Umsatz und Marktanteil im Generika-Segment in Deutschland bedingen, ohne dass die Position des STADA-Konzerns als klare Nummer 3 im deutschen Generika-Markt davon beeinträchtigt würde.

Diese momentan verfolgte lokale Marktstrategie ist auch darauf zurückzuführen, dass sich gegenwärtig weitere Gesetze mit dem Ziel struktureller Veränderungen im deutschen Gesundheitssystem im Gesetzgebungsverfahren befinden. Im Rahmen dessen werden auch für das Strukturelement der Rabattverträge unterschiedliche regulatorische Veränderungen diskutiert - u.a., um eine höhere Patientenakzeptanz sowie einen verbesserten Kartellrechtsschutz zu erreichen -, die sich bei tatsächlicher Umsetzung insgesamt aus heutiger Sicht des Vorstands für Generika-Anbieter ab dem erwarteten Inkrafttreten zum 01.01.2011 moderat positiv auswirken könnten.

Im Ausblick für das laufende Geschäftsjahr des deutschen Geschäfts insgesamt geht der Vorstand angesichts des geschilderten schwierigen Marktumfelds und der dort aktuell verfolgten Strategien aus heutiger Sicht jetzt von einem moderat rückläufigen Umsatz bei einer jedoch nur knapp unter dem Konzerndurchschnitt liegenden operativen Profitabilität aus.

In Russland, dem für den Konzern weiterhin zweitwichtigsten nationalen Markt, erzielte STADA im 1. Halbjahr 2010 bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse einen erfreulichen Umsatzanstieg in Höhe von 17% - ungeachtet einer zum 01.04.2010 eingeführten lokalen Preisregulation für so genannte essenzielle Arzneimittel, die ca. 40% des lokalen Konzernumsatzes betrifft. In Euro konnte der Konzern den Umsatz um 24% auf 96,8 Mio. EUR (1-6/2009: 77,8 Mio. EUR) steigern. Im Berichtszeitraum trugen weiterhin beide Kernsegmente im russischen Markt annähernd gleich viel zum lokalen Konzernumsatz bei. Der Anteil der Generika belief sich dabei auf 51% (1-6/2009: 54%) am russischen STADA-Umsatz.

Unverändert rechnet STADA für das Geschäftsjahr 2010 in Russland mit einem weiteren starken Umsatzanstieg in lokaler Währung bei einer oberhalb des Konzerndurchschnitts liegenden operativen Profitabilität. Dabei werden die Umsatz- und Ergebnisbeiträge der russischen Geschäftsaktivitäten auf Konzernebene weiterhin maßgeblich von der Entwicklung der Währungsrelation der lokalen Währung, des russischen Rubel, zum Euro mit abhängen.

Der Umsatz, den STADA im 1. Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres in Belgien generierte, stieg um 11% auf 68,2 Mio. EUR (1-6/2009: 61,5 Mio. EUR). Dabei leisteten Generika im belgischen Markt im Berichtshalbjahr unverändert den größten Beitrag zum lokalen Umsatz und trugen 95% (1-6/2009: 95%) zum lokalen Umsatz bei.

STADA rechnet für das Geschäftsjahr 2010 in Belgien unverändert mit einer erneut deutlichen Umsatzerhöhung bei einer in etwa im Konzerndurchschnitt liegenden operativen Profitabilität.

In Serbien, dem für STADA siebtgrößten nationalen Markt, ging der Umsatz im 1. Halbjahr 2010 bei Anwendung vorjähriger Wechselkurse um 15% zurück. In Euro wies STADA einen Umsatzrückgang von 21% auf 35,8 Mio. EUR (1-6/2009: 45,2 Mio. EUR) auf. Der Anteil der Generika belief sich dabei auf 75% (1-6/2009: 75%) am lokalen Umsatz. Wesentliche Ursache für den rückläufigen Umsatz war der bewusste Verzicht des serbischen Vertriebs auf im 2. Quartal 2010 mögliche weitere Umsätze im knapp zweistelligen Millionen-Euro-Bereich, um angesichts der Liquiditätsprobleme im lokalen Großhandel das Ausfallrisiko von Forderungen für den Konzern zu reduzieren. Dennoch mussten im 2. Quartal 2010 weitere Wertberichtigungen von 3,5 Mio. EUR vor bzw. 3,1 Mio. EUR nach Steuern auf Forderungen gegenüber lokalen Großhändlern in Serbien vorgenommen werden.

Für das laufende 2. Halbjahr erwartet STADA für den serbischen Markt eine weiterhin schwierige Umsatzentwicklung. Die Profitabilität des von dort geführten Teilkonzerns sollte dabei im Geschäftsjahr 2010 operativ - d.h. ohne die belastenden Einflüsse von Wertberichtigungen auf Forderungen gegenüber lokalen Großhändlern - in etwa im oder leicht oberhalb des Konzerndurchschnitts liegen. Hierzu sollen u.a. weitere Kostensenkungen im operativen Geschäftsbetrieb beitragen. Angesichts dessen gilt dieser Teilkonzern auch weiterhin als ein voraussichtlicher Schwerpunkt für ertragverbessernde Maßnahmen im Rahmen der im 2. Quartal 2010 eingeleiteten Umsetzung des konzernweiten Projekts "STADA - build the future" zur Optimierung der Konzernstrukturen.

Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen im 1. Halbjahr 2010 26,0 Mio. EUR (1-6/2009: 22,2 Mio. EUR). Insgesamt führte STADA im 1. Halbjahr 2010 weltweit 308 einzelne Produkte (1-6/2009: 236 Produkteinführungen) in einzelnen nationalen Märkten ein.

Ausblick

Der Vorstand bestätigt grundsätzlich den im STADA-Geschäftsbericht 2009 publizierten Ausblick und Risikobericht für den Konzern. Zusammen mit den in diesem Zwischenbericht gemachten ergänzenden Aussagen und Aktualisierungen ergibt sich damit aus Sicht des Vorstands ein zutreffendes aktuelles Gesamtbild der Chancen und Risiken des STADA-Konzerns.

Demzufolge zielt das Geschäftsmodell von STADA auf Märkte mit langfristigem Wachstumspotenzial im Gesundheits- und Pharmamarkt; unvermeidbar damit verbunden sind jedoch Risiken und Herausforderungen, die sich immer wieder aus intensivem Wettbewerb und geänderter bzw. zusätzlicher staatlicher Regulation ergeben. Deswegen wird es nach Einschätzung des Vorstands in einzelnen nationalen Märkten immer wieder zu einschneidenden regulatorischen Eingriffen, intensivem Wettbewerb und signifikantem Margendruck kommen. Letzteres gilt insbesondere für die zunehmende Zahl von durch Ausschreibungen geprägten Geschäften im Segment Generika.

Zudem wird sich der Konzern auch weiterhin mit nicht operativen Einflussfaktoren, insbesondere mit spezifischen Auswirkungen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise, auseinanderzusetzen haben. So wird auch im Geschäftsjahr 2010 die Entwicklung des STADA-Konzerns wesentlich von den Währungsrelationen insbesondere des russischen Rubel und des serbischen Dinar zum Euro abhängen.

Damit wird die Umsatz- und Ertragsentwicklung des STADA-Konzerns auch im laufenden Geschäftsjahr 2010 durch unterschiedliche und teilweise gegenläufige Faktoren in den verschiedenen nationalen Märkten geprägt sein. Von der dabei insgesamt vom Vorstand jedoch erwarteten Umsatzsteigerung des Konzerns in 2010 sollten auch positive Einflüsse auf die Ertragsentwicklung ausgehen. Positive Ertragseffekte aus der im 2. Quartal 2010 eingeleiteten Umsetzung des Projekts "STADA - build the future" werden für das um einmalige Sondereffekte bereinigte EBITDA und den entsprechend bereinigten Konzerngewinn in signifikantem Umfang ab 2011 zu erwarten sein. In dem Zeitraum bis 2013 ist aus heutiger Sicht mit projektbezogenen Investitionen von insgesamt ca. 20 Mio. EUR sowie einem projektbezogenen Kostenaufwand für Sonderabschreibungen, Personalaufwendungen und Beratungsleistungen von insgesamt ca. 50 Mio. EUR zu rechnen. Der Konzern wird diese projektbezogenen Kosten jeweils als einmalige Sondereffekte gemäß dem Projektfortschritt ausweisen. Für 2010 wird hierdurch mit einer saldierten Belastung von ca. 10 Mio. EUR gerechnet.

Vor dem Hintergrund aller in diesem Ausblick genannten Einflussfaktoren auf die Ertragsentwicklung des Konzerns sieht der Vorstand aus heutiger Sicht in der Gesamtbewertung unverändert die klare Chance, sowohl die kurzfristigen Ziele für das Geschäftsjahr 2010 - Umsatz- und operatives Ertragswachstum sowie mindestens eine operative Margenstabilisierung - als auch die für das Geschäftsjahr 2014 anvisierten Langfristziele - ein Konzernumsatz von ca. 2,15 Mrd. EUR und ein bereinigtes EBITDA von ca. 430 Mio. EUR - erreichen zu können.

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