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Deutsche Medizintechnik-Branche wächst im Ausland
Verschärfung von Marktzugängen in der EU könnte Innovationen gefährden
Bisher konnte das schwache Inlandsgeschäft durch hohe Exportzuwächse mehr als ausgeglichen werden. Aufgrund der Finanzkrise zeigt sich aber auch international, speziell natürlich in einigen europäischen Ländern, eine zunehmende Investitionszurückhaltung, was zu abnehmenden Wachstumsraten beim Auslandsgeschäft führt. Zum Vergleich: In 2011 lag der Auslandsumsatz mit 14,2 Milliarden noch um fast elf Prozent über dem Ergebnis des Vorjahres.
Mittelfristig sieht der Verband die Entwicklung in Deutschland und Europa kritisch. "Die in Europa diskutierten Verschärfungen für den Marktzugang bedrohen unsere mittelständischen Hochtechnologie-Unternehmen", so Wolter. Während viele EU-Mitgliedstaaten kaum eine relevante Medizinprodukte-Industrie hätten, wären in anderen Ländern vor allem große Konzerne tätig. "Teurere Marktzugänge können für Konzerne eine willkommene Marktabschottung sein." Die Bundesregierung sei daher gefordert, auf mittelstandsfreundliche Regelungen beim Marktzugang zu drängen. Dies sei im Interesse aller Verbraucher in der EU.
Dennoch liegt der Geschäftsklimaindex des Ifo-Konjunkturtests im Bereich Medizintechnik Stand Juni noch im positiven Bereich. Auch die Erwartungen an die Geschäftslage in den kommenden sechs Monaten sind laut Konjunkturtest mehrheitlich positiv.
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