Sophos zum Entwurf des neuen BSI-Gesetzes: 'Bürger und Behörden dürfen IT-Sicherheitsvorkehrungen nicht vernachlässigen'

Computersicherheitsexperten begrüßen Initiative für mehr Sicherheit bei Behördenkommunikation - nachhaltige Aufklärung gegenüber steigenden Security-Bedrohungen weiterhin notwendig

(PresseBox) (Mainz, ) In der Nacht zum 19. Juni 2009 verabschiedete die Bundesregierung einen neuen Gesetzesentwurf, der es dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) künftig erlauben soll, alle Protokolldaten von E-Mails, die Bürger an Behörden schicken, zu speichern und automatisiert auszuwerten. Dazu gehören unter anderem Nutzerinformationen wie die IP-Adressen. Ziel ist es, auf diesem Weg Schadcodes frühzeitig abzufangen und Hacker-Attacken abzuwehren. Sophos, einer der führenden Hersteller von IT-Lösungen für 'Security and Data Protection' begrüßt die Entscheidung der Bundesregierung, dem BSI damit mehr Rechte im Kampf gegen die zunehmende Cyberkriminalität einzuräumen. Gleichzeitig warnen die IT-Sicherheits-Experten Bürger und Behörden davor, sich in falscher Sicherheit zu wiegen und die Absicherung ihrer IT-Systeme künftig zu vernachlässigen.

Sascha Pfeiffer, Principal Security Consultant bei Sophos: 'Wir begrüßen jedes Engagement im Kampf gegen die steigende Cyberkriminalität. Der neue Gesetzesentwurf zeigt, dass die Bundesregierung die IT-Sicherheits-Gefahren für Bürger und Behörden ernst nimmt. Die darin vorgesehene Prüfung der E-Mails auf Schadcodes durch das BSI dient allerdings lediglich als ergänzender Schutzschirm - sie soll und kann für Bürger und Behörden kein Ersatz für den Einsatz eigener Sicherheitslösungen sein. Bürger müssen sich darüber bewusst sein, dass ihre Eingaben am Computer beispielsweise jederzeit von Trojanern abgefangen werden oder unverschlüsselte E-Mails von Hackern mitgelesen werden können.'

Behörden im Visier der Hacker

Aus dem im Mai 2009 vorgestellten Verfassungsschutzbericht 2008 geht hervor, dass Spionageangriffe gegen deutsche Unternehmen und Behörden weiter zunehmen. Die meisten Schadcodes werden dabei mittlerweile über infizierte Websites in Unternehmens- und Behördennetzwerke eingeschleust. Laut den Analysen der SophosLabs, der weltweiten Forschungszentren von Sophos, stieg die Anzahl an infizierten Websites im Jahr 2008 um das Dreifache an. Durchschnittlich wird alle 4,5 Sekunden eine neue mit Schadcode infizierte Website entdeckt. Dahingegen nahm die Verbreitung an infizierten E-Mail-Attachments im Laufe der vergangenen Jahre mehr und mehr ab.

'Die komplexe Bedrohungslage erfordert heute ganzheitliche Sicherheitsvorkehrungen,' so Sascha Pfeiffer weiter. 'Nur umfassende technische Schutzmechanismen, regelmäßige Mitarbeiterschulungen und die zentrale Durchsetzung von Sicherheitsrichtlinien bei den einzelnen Behörden tragen dazu bei, die Risiken dauerhaft zu minimieren. Ebenso müssen die Bürger über die vielfältigen Gefahren aufgeklärt und dazu angehalten werden, aktuelle IT-Sicherheits-Software einzusetzen und vertrauliche E-Mails nur verschlüsselt zu übertragen.'

Informationen zu den neuesten Sicherheitsbedrohungen sind im SophosLabs Blog zu finden unter: http://www.sophos.com/security/blog

Sophos GmbH

Als einer der weltweit führenden Hersteller bietet Sophos Unternehmen IT-Lösungen an, mit denen sie ihre IT-Infrastruktur zuverlässig schützen und kontrollieren. Die Sophos Network Access Control und Endpoint Security Lösungen ermöglichen den integrierten Schutz vor Schadsoftware, Spyware, unberechtigten Zugriffen, potenziell unerwünschten Anwendungen (PUA) und Richtlinien-Verstößen. Sophos ergänzt diese Lösungen durch innovative E-Mail- und Web-Sicherheitsprodukte, die den E-Mail- und Internet-Verkehr auf Sicherheitsbedrohungen, Spam sowie Richtlinienverletzungen hin überwachen und filtern.

Sophos verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung im Bereich der IT-Sicherheit und schützt mit seinen Sicherheitslösungen und Services über 100 Millionen Anwender in rund 150 Ländern. Die Sophos Lösungen werden von einem Netzwerk eigener Analysezentren (SophosLabs) mit hoch qualifizierten IT-Sicherheits-Experten unterstützt. Die Lösungen zeichnen sich durch ihre hohe Zuverlässigkeit und Benutzerfreundlichkeit aus, was für eine hohe Kundenzufriedenheit sorgt.

Die weltweiten Aktivitäten von Sophos werden von Oxford, UK, und Boston, USA, aus geleitet. Sophos beschäftigt weltweit über 1000 Mitarbeiter. Seit 1997 ist das Unternehmen auch auf dem deutschen Markt vertreten. Die Sophos GmbH mit Sitz in Mainz koordiniert Vertrieb, Marketing und technische Services für Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Weitere Informationen unter: http://www.sophos.de

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