Braucht der Ausbau erneuerbarer Energien eine Steuerung?

Fachtagung zu "Neuen Energien - neue Chancen und Konflikte für Städte und Regionen" in Erfurt

(PresseBox) (Hannover/ Erfurt, ) .
- Über 200 Expertinnen und Experten aus Deutschland und den Nachbarländern bei Wissenschaftlicher Plenarsitzung im Kaisersaal erwartet
- Christine Lieberknecht, Ministerpräsidentin des Freistaates Thüringen eröffnet gemeinsam mit Professor Dr. Hans H. Blotevogel, Präsident der ARL, die Veranstaltung
- SolarInput unterstützt Wissenschaftliche Plenarsitzung

Der Umbau unserer Energieversorgung sowie die planerische Steuerung beim Ausbau erneuerbarer Energien zur Absicherung einer nachhaltigen Energieversorgung sind Themen der diesjährigen Wissenschaftlichen Plenarsitzung der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL) am 3./4. Juni in Erfurt.

Erneuerbare Energien tragen nicht nur zum Klimaschutz bei, sondern auch entscheidend zur langfristigen Versorgungssicherheit sowie zur Bewältigung der Wirtschaftskrise. Die Notwendigkeit klarer und ehrgeiziger Klimaschutzziele, der Raumbedarf erneuerbarer Energien, dessen Chancen und Konflikte, die planerische Steuerung des Ausbaus erneuerbarer Energien sowie Konsequenzen für Raum-, Energie- und Umweltpolitik sind Themen der zweitägigen Fachtagung.

"Eine langfristige, vorausschauende Steuerung des Ausbaus erneuerbarer Energien ist Voraussetzung dafür, dass die Chancen für Städte und Regionen ökonomisch, ökologisch wie sozial optimal genutzt werden", betont Prof. Dr. Dietmar Scholich, Generalsekretär der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL). "Durch eine koordinierte Planung können Synergieeffekte effizient genutzt werden", so Scholich weiter. Vor allem die Regionalplanung kann hier eine wichtige Rolle auf dem Weg zu mehr Klimaschutz einnehmen, um Handlungsansätze herauszuarbeiten und Aktivitäten unterschiedlicher Akteure miteinander abzustimmen. "Hierzu ist jedoch auch notwendig, den gesetzlichen Auftrag an die Raumordnung zu stärken", so Scholich.

"Für den nachhaltigen Umbau der Energieversorgung bedarf es nicht nur einer strategische Verzahnung von lokalen, regionalen und nationalen Aktivitäten, sondern auch einer wissenschaftlichen und methodischen Fundierung", konstatiert Dr. Hubert Aulich, Sprecher des Thüringer Solarclusters. "Erst aus diesem Dialog der Wissenschaft mit der Praxis vor Ort entstehen die strategischen und übertragbaren Ansätze, um die globalen Klimaziele zu erreichen. Dabei muss vor allem die Bevölkerung noch stärker eingebunden werden, um die Akzeptanz des Umbaus der Energieversorgung weiter zu erhöhen. Deshalb unterstützten wir den Kongress sehr gern", so Aulich weiter.

Zu der Veranstaltung werden über 200 Expertinnen und Experten aus Deutschland und den Nachbarländern erwartet. Die Ministerpräsidentin des Freistaates Thüringen, Christine Lieberknecht, wird gemeinsam mit dem Präsidenten der ARL, Professor Dr. Hans H. Blotevogel, die Veranstaltung eröffnen. Keynote-Speaker sind Prof. Dr. Claudia Kemfert, Energieökonomin, Abteilungsleiterin am DIW Berlin und Professorin an der Hertie School of Governance Berlin, Prof. Dr. Martin Faulstich, TU München und Vorsitzender des Sachverständigenrats für Umweltfragen (SRU) sowie Prof. Dr. Hans-Peter Tietz, TU Dortmund.

Sie sind herzlich eingeladen, an der gesamten Veranstaltung sowie am Abendempfang durch den Freistaat Thüringen teilzunehmen. Das Programm finden Sie auf der Website der ARL (www.arl-net.de, Rubrik Veranstaltungen).

Über die Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL):

Die ARL ist ein disziplinübergreifendes Netzwerk von Fachleuten aus Wissenschaft und Praxis auf dem Gebiet von raumwissenschaftlicher Forschung, Raumentwicklung, Raumpolitik und Raumplanung mit Sitz in Hannover. Als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft hat die 1946 gegründete, außeruniversitäre und unabhängige raumwissenschaftliche Einrichtung Servicefunktion für Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Wirtschaft. Direkt vor der Veranstaltung findet am 03.06.2010 um 13:00 ein Pressegespräch statt.

SolarInput e. V.

SolarInput managt seit 2003 das Netzwerk aus Thüringer Solarunternehmern, Dienstleistern, Forschungs- und Bildungseinrichtungen sowie Kommunen und setzt sich für strategische branchenübergreifende Vernetzung und regionale Verankerung der Solarbranche sowie die Anwendung der Solartechnik vor Ort ein. SolarInput ist Teil des BMBF-Spitzenclusters Solarvalley Mitteldeutschland, das international führende Photovoltaikcluster.

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