Sixt mit gutem ersten Halbjahr 2010: Ergebnis erheblich verbessert, plangemäße Umsatzentwicklung

(PresseBox) (Pullach, ) .
- EBT erreicht 34,8 Mio. Euro, davon 26,8 Mio. Euro in Q2
- Umfangreiche Maßnahmen zur Steigerung der Ertragskraft greifen immer stärker
- Vermietungs- und Leasingerlöse gewachsen; Konzernumsatz wie erwartet leicht unter Vorjahresniveau
- Ausblick für Gesamtjahr 2010 trotz teilweise stärkerer konjunktureller Unsicherheiten unverändert
- Rückkauf eigener Aktien beschlossen

Der Sixt-Konzern blickt auf eine gute Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2010 zurück. Deutschlands größter Autovermieter, der zugleich zu den führenden europäischen Mobilitätsdienstleistern zählt, erreichte in den ersten sechs Monaten mit einem Konzernergebnis vor Steuern (EBT) von 34,8 Mio. Euro eine erhebliche Ergebnisverbesserung gegenüber dem durch die Rezession geprägten Vorjahreswert von -25,5 Mio. Euro. Der Konzernumsatz entwickelte sich im ersten Halbjahr mit einem Rückgang von 3,0 % den Erwartungen entsprechend. Für das Gesamtjahr 2010 bestätigt der Vorstand die bisherige Prognose für Umsatz und Ertrag.

Erich Sixt, Vorstandsvorsitzender der Sixt AG: "Wir sind mit dem Geschäftsverlauf der ersten sechs Monate zufrieden. Natürlich besitzt Sixt noch nicht die Ertragskraft wie vor Rezession und Finanzkrise, aber wir sind auf gutem Weg dorthin. Unsere Grundsätze, der Steigerung der Ertragskraft Vorrang vor Volumenwachstum zu geben und eine vorsichtige Flottenpolitik zu betreiben, zahlen sich immer stärker aus. Auch für das zweite Halbjahr bin ich grundsätzlich zuversichtlich. Angesichts des nach wie vor fragilen Konjunkturumfelds in Europa ist übergroßer Optimismus allerdings fehl am Platz."

Konzernentwicklung des ersten Halbjahres 2010:

- Der Gesamtumsatz des Konzerns lag von Januar bis Juni dieses Jahres mit 759,6 Mio. Euro um 3,0 % unter dem entsprechenden Vorjahreswert von 782,8 Mio. Euro. Dabei verzeichnete der Auslandsumsatz ein Wachstum von 2,1 % auf 161,4 Mio. Euro.

- Die Vermietungserlöse wuchsen um 2,6 % auf 374,5 Mio. Euro, insbesondere durch erfreuliche Zuwächse im europäischen Ausland.
- Die sonstigen Erlöse aus dem Vermietgeschäft lagen aufgrund struktureller Veränderungen wie erwartet deutlich unter dem Vorjahr und erreichten 55,8 Mio. Euro (-44,2 %).
- Die Leasingerlöse nahmen um 3,1 % zu und erreichten 211,6 Mio. Euro.
- Der üblicherweise im Jahresverlauf Schwankungen unterliegende Umsatz aus dem Verkauf gebrauchter Leasingfahrzeuge stieg um 4,7 % auf 115,2 Mio. Euro.

- Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) belief sich von Januar bis Juni 2010 auf 34,8 Mio. Euro. Das ist eine Verbesserung um 60,3 Mio. Euro gegenüber dem Vergleichswert 2009 von -25,5 Mio. Euro. Zu der erfreulichen Ertragsentwicklung trugen vor allem folgende Faktoren bei:

- Steigende operative Umsätze auf hohem Niveau in einem nach wie vor schwierigen Konjunkturumfeld für Mobilitätsdienstleistungen;
- Verzicht auf nicht ausreichend profitable Umsätze ("Ertrag vor Umsatz");
- Verringerung der Kostenbasis des Konzerns und Steigerung der Effizienz bei Prozessen und Strukturen.

- Das Halbjahresergebnis nach Steuern erreichte 25,7 Mio. Euro nach einem Fehlbetrag von 22,4 Mio. Euro im gleichen Vorjahreszeitraum.

Konzernentwicklung des zweiten Quartals 2010

- Der Konzernumsatz blieb im Zeitraum April bis Juni 2010 mit 393,6 Mio. Euro um 3,1 % unter dem Vergleichswert 2009 (406,1 Mio. Euro).

- Dabei lagen die Vermietungserlöse mit 198,5 Mio. Euro um 5,5 % über dem Wert im gleichen Quartal 2009.
- Die sonstigen Erlöse aus dem Vermietgeschäft erreichten 27,1 Mio. Euro, ein Rückgang im Quartalsvergleich um 55,9 %.
- Die Leasingerlöse lagen mit 104,8 Mio. Euro leicht über Vorjahresniveau (+1,2 %).
- Der Umsatz aus dem Verkauf gebrauchter Leasingfahrzeuge stieg um 20,0 % auf 62,0 Mio. Euro.

- Sixt weist für das Q2 ein Konzern-EBT von 26,8 Mio. Euro aus nach 9,1 Mio. Euro im gleichen Vorjahreszeitraum. Beide Geschäftsbereiche trugen zu der deutlichen Ergebnisverbesserung bei.

Vorsichtige Flottenpolitik beibehalten

Sixt hat auch im zweiten Quartal 2010 in der Autovermietung eine vorsichtige Flottenpolitik verfolgt. Der durchschnittliche Fahrzeugbestand im In- und Ausland (ohne Bestände der Franchiseländer) lag für das erste Halbjahr dieses Jahres bei 62.800 Fahrzeugen nach durchschnittlich 67.700 Fahrzeugen im Gesamtjahr 2009, ein Rückgang um rund 7 %.

Solide Bilanzrelationen

Mit 2,15 Mrd. Euro lag die Bilanzsumme des Sixt-Konzerns zur Jahresmitte 2010 nur leicht über dem Wert per 31. Dezember 2009 (2,10 Mrd. Euro). Größte Positionen auf der Aktivseite der Bilanz sind das Vermietvermögen (952 Mio. Euro) und das Leasingvermögen (768 Mio. Euro).

Unverändert verfügt der Sixt-Konzern über eine Eigenkapitalbasis deutlich über dem Branchendurchschnitt. Zum 30. Juni 2010 lag das Eigenkapital aufgrund des Halbjahresgewinns mit 510 Mio. Euro um ca. 5 % über dem Wert Ende 2009 (485 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote stieg auf knapp 24 % (31. Dezember 2009: rund 23 %).

Ausblick für das Gesamtjahr 2010

Grundsätzlich ist der Vorstand für den weiteren Geschäftsverlauf im Sixt-Konzern optimistisch. Gleichwohl sind die unverändert bestehenden und teilweise gewachsenen Unsicherheiten bei der für Sixt wichtigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zu berücksichtigen, etwa die Schuldenkrise wichtiger europäischer Staaten oder die nach wie vor im Leasingmarkt spürbare Investitionszurückhaltung der Wirtschaft.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2010 geht der Vorstand unverändert von einer erheblichen Steigerung des Konzern-EBT gegenüber dem Vorjahr aus. Basis dafür sind vor allem die verbesserte Umsatzqualität sowie die 2009 und im bisherigen Jahresverlauf 2010 umgesetzten Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen. Der Konzernumsatz wird im Gesamtjahr 2010 weiterhin leicht unter Vorjahr erwartet.

Rückerwerb eigener Aktien

Der Vorstand der Sixt AG hat heute nach zuvor erteilter Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, die durch die Hauptversammlung vom 17. Juni 2010 erteilte Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien auszuüben und eigene Stamm- und Vorzugsaktien im Gegenwert von insgesamt bis zu 20 Mio. Euro (ohne Erwerbsnebenkosten) über die Börse zu erwerben.

Dies entspricht auf Grundlage des aktuellen Börsenkurses der Stamm- bzw. Vorzugsaktien der Gesellschaft insgesamt rund 1 Mio. Stückaktien oder rund 4 % des Grundkapitals. Die Aufteilung auf Stamm- und Vorzugsaktien wird sich dabei nach der Verfügbarkeit der jeweiligen Aktiengattung im Börsenhandel richten.

Der Rückkauf erfolgt zum Zweck der Herabsetzung des Kapitals durch Einziehung der eigenen Aktien. Die Abwicklung des Aktienrückkaufs soll in Übereinstimmung mit §14 Abs. 2 WpHG in Verbindung mit der EG-Verordnung Nr. 2273/2003 (sog. Safe Harbour) erfolgen. Der Aktienrückkauf soll nicht vor dem 19. August 2010 beginnen und zum 31. Dezember 2011 abgeschlossen sein.

Wirtschaftliche Ziele des Aktienrückkaufs sind die Reduzierung der Bilanzsumme des Sixt-Konzerns und die Verbesserung wichtiger Finanzkennzahlen, zum Beispiel des Ergebnisses pro Aktie.

Entwicklung der operativen Geschäftsbereiche

Autovermietung:

Sixt deckt mit der Präsenz in den Kernländern Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Benelux-Staaten, Österreich und Schweiz weit über 70 % des europäischen Vermietmarktes durch Tochtergesellschaften ab. In den übrigen europäischen Ländern und in anderen Weltregionen ist die Marke Sixt durch ein enges Netz von Franchisenehmern präsent. Insgesamt ist Sixt in der Autovermietung in rund 100 Ländern aktiv. Die Zahl der Sixt-Vermietstationen zum 30. Juni 2010 betrug weltweit 1.843. Davon entfielen 508 Stationen auf Deutschland.

Zu den Highlights des Vermietgeschäfts im zweiten Quartal 2010 gehörte die Ausweitung des Sixt-Engagements bei der Elektromobilität: So stehen seit Mai 2010 Elektrofahrzeuge für jedermann zur Anmietung zur Verfügung. Bei dem Angebot handelt es sich um ein Pilotprojekt in Kooperation mit dem Energieversorger RWE, um die Alltagstauglichkeit dieser alternativen Antriebsart sowie die Kundenresonanz zu testen. Die Elektrofahrzeuge werden bis Ende April 2011 nacheinander in den Städten Essen, München, Hamburg, Dresden und Berlin angeboten.

Der Geschäftsbereich Autovermietung erreichte in den ersten sechs Monaten 2010 einen Gesamtumsatz von 430,3 Mio. Euro. Der Rückgang um 7,5 % gegenüber dem Vorjahreswert ist ausschließlich auf die erwartungsgemäß deutlich geringeren sonstigen Erlöse aus dem Vermietgeschäft zurückzuführen. Dagegen nahmen die reinen Vermietungserlöse im Periodenvergleich um 2,6 % auf 374,5 Mio. Euro zu. Das EBT des Geschäftsbereichs verbesserte sich im ersten Halbjahr auf 27,0 Mio. Euro (H1 2009: -36,3 Mio. Euro). Davon entfielen 23,4 Mio. Euro auf das zweite Quartal (Q2 2009: 2,2 Mio. Euro).

Leasing:

Sixt zählt im Inland zu den größten hersteller- und bankenunabhängigen Full-Service- Leasinggesellschaften, die Firmen- und Privatkunden neben dem reinen Finanzierungsleasing eine breite Palette von zusätzlichen Dienstleistungen für das Management von Flotten und einzelnen Fahrzeugen anbieten.

Die konsequente Verbesserung der Vertragsmargen, verbunden mit dem Verzicht auf nicht ausreichend profitables Neugeschäft, hat zum Rückgang der Zahl der Leasingverträge im In- und Ausland (ohne Franchisepartner) auf 55.600 zum Ende des zweiten Quartals 2010 geführt (31. Dezember 2009: 60.800 Verträge). In dieser Entwicklung wirkte sich auch die unverändert spürbare Investitionszurückhaltung der Unternehmen aus, die zu einer allgemein verhaltenen Geschäftsentwicklung der Leasingbranche führte.

Die Leasingerlöse des Geschäftsbereichs nahmen im ersten Halbjahr um 3,1 % auf 211,6 Mio. Euro zu. Der Gesamtumsatz des Bereichs Leasing (einschließlich der Umsätze aus dem Verkauf gebrauchter Fahrzeuge) belief sich auf 326,8 Mio. Euro (+3,6 %). Die höhere Ertragsqualität des Vertragsbestands zeigt sich im deutlichen Anstieg des Halbjahres-EBT auf 7,6 Mio. Euro (H1 2009: 2,1 Mio. Euro). Im zweiten Quartal betrug das EBT 4,2 Mio. Euro (Q2 2009: 1,9 Mio. Euro).

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