SIX Group mit internationalem Wachstum

(PresseBox) (Zürich, ) SIX Group konnte im ersten Halbjahr 2010 die Geschäftstätigkeit gegenüber der Vorjahresperiode vor allem international ausbauen. Der Betriebsertrag erhöhte sich um CHF 42,4 Millionen oder 7% auf CHF 649 Millionen, während das Konzernergebnis um CHF 16,6 Millionen oder rund 13% auf CHF 108 Millionen sank. Die Abschwächung des Euros gegenüber dem Schweizer Franken beeinflusste sowohl den Betriebsertrag wie auch den Konzerngewinn negativ.

Ein wesentlicher Teil des Wachstums ist zurückzuführen auf die positiven Effekte der Beteiligung an Cetrel in Luxemburg und die erstmals einbezogenen Transaktionen von SIX Card Solutions Austria sowie auf die deutliche Zunahme des Börsenhandelsvolumens. Dabei profitierte SIX Group von der Verbesserung der weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der hohen Volatilität an den Finanzmärkten. Diese haben ebenso zum guten operativen Ergebnis beigetragen wie die stabilen Konsumausgaben in der Schweiz und die fortschreitende Internationalisierung des Kartengeschäfts. Das erfreuliche Bild wird getrübt durch die tiefen Zinssätze im Bondbereich, die Abschwächung des Euros gegenüber dem Schweizer Franken sowie Bewertungsverluste auf nicht strategischen Beteiligungen.

Ergebnis des ersten Halbjahres 2010

Die Position Erfolg aus dem Zinsgeschäft sank als Folge des tiefen Zinsniveaus von CHF 5,6 Millionen um 41,7% auf CHF 3,3 Millionen. Der starke Anstieg des Erfolgs im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um 8,8% auf CHF 555,8 Millionen (Vorjahr CHF 510,7 Millionen) ist einerseits auf die neu einbezogenen Transaktionen von SIX Card Solutions Austria und den zusätzlichen Betriebsertrag durch die Übernahme des Akquiring Portfolios bei Cetrel zurückzuführen. Andererseits profitierten der Wertschriftenhandel und die nachgelagerten Wertschriftendienstleistungen im ersten Halbjahr 2010 von der hohen Volatilität an den Börsen: Gegenüber dem Vorjahr stieg das Börsenhandelsvolumen bei SIX Swiss Exchange um rund 11,9% und an der Eurex sogar um 20%. Das Resultat im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft ist umso erfreulicher, als sich alle Geschäftsfelder in einem sehr kompetitiven Marktumfeld bewegen und teilweise substanzielle Preisnachlässe gewährten. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft reduzierte sich um CHF 11,8 Millionen auf CHF 1,2 Millionen, was auf Bewertungsverluste von CHF 11,1 Millionen bei nicht strategischen Beteiligungen zurückzuführen ist. Der übrige Erfolg nahm im ersten Halbjahr 2010 um 14,9% auf CHF 88,8 Millionen (Vorjahr CHF 77,3 Millionen) zu und der Betriebsertrag stieg per Mitte 2010 um 7% auf CHF 649 Millionen.

Auf der Kostenseite erhöhte sich der Geschäftsaufwand im Vergleich zum Vorjahr um 11,4% auf CHF 440,7 Millionen. Die Personalkosten erhöhten sich, bedingt durch den um 189 Vollzeitstellen angestiegenen Personalbestand, um 11,3% auf CHF 297,8 Millionen (Vorjahr CHF 267,6 Millionen). Rund zwei Drittel dieser Mehrkosten entfallen auf die im Vorjahr nicht enthaltenen Mitarbeitenden bei Cetrel und bei SIX Card Solutions Austria. Der Sachaufwand erhöhte sich vor allem akquisitionsbedingt sowie als Folge der Internationalisierung des Kartengeschäfts und durch weitere strategische Projekte um 11,8% auf CHF 142,9 Millionen. Als Resultat des operativen Geschäfts lag der Bruttogewinn mit CHF 208,3 Millionen nur 1,4% unter dem Vorjahreswert. Die Abschreibungen und Wertberichtigungen erhöhten sich um CHF 10,1 Millionen oder 18,9% auf CHF 63,7 Millionen. Dabei stiegen die Abschreibungen aufgrund der höheren akquisitionsbedingten Sachanlagen und immateriellen Anlagen um CHF 13 Millionen, während sich der Nettoaufwand bei den Rückstellungen, Wertberichtigungen und Verlusten um CHF 2,9 Millionen reduzierte. Der Konzerngewinn nach Minderheitsanteilen beträgt im ersten Halbjahr 2010 CHF 107,9 Millionen und liegt damit um 13,3% unter der Vorjahresperiode (CHF 124,5 Millionen).

Der Personalbestand von SIX Group erhöhte sich per Ende Juni 2010 im Vorjahresvergleich um 189 Stellen oder 5,2% von 3'600 auf 3'789 Vollzeitstellen.

Entwicklung der Geschäftsfelder (Umsatzerlöse gemäss internem Management-Informationssystem)

Die hohe Volatilität an den Aktienmärkten im ersten Halbjahr 2010 führte im Geschäftsfeld Wertschriftenhandel zu einer Erholung der Handelsaktivitäten und damit zu höheren Umsätzen als in der Vorjahresperiode. Die Umsatzerlöse betrugen in den ersten sechs Monaten CHF 111,4 Millionen (Vorjahr CHF 110,9 Millionen). Der Rückgang von 5,2% bei den Börsenhandelsabschlüssen auf 18,2 Millionen Transaktionen (Vorjahr 19,2 Millionen) wurde kompensiert durch das höhere Kursniveau. Daraus resultierte ein um 11,9% angestiegener Börsenhandelsumsatz von CHF 652,6 Milliarden (Vorjahr CHF 583,2 Milliarden). Auch an der Eurex, der gemeinsamen Derivatebörse von SIX Group und Deutsche Börse, konnte der im Vorjahr beobachtete Rückgang gestoppt werden: Das Gesamtvolumen der gehandelten Kontrakte übertraf das Vorjahresvolumen um rund 20% und lag bei 1'080 Millionen Stück (Vorjahr 899,9 Millionen). Mit einer deutlichen Erhöhung der Transaktionskapazität und einer Reduktion der Latenzzeit beim Proximity Hosting entspricht SIX Swiss Exchange seit Mitte Juni einem wachsenden Bedürfnis von Marktteilnehmern mit einem hohen Transaktionsvolumen.

Das Resultat des Geschäftsfeldes Wertschriftendienstleistungen liegt im ersten Halbjahr 2010 mit einem Umsatzerlös von insgesamt CHF 118,2 Millionen praktisch auf Vorjahresniveau (CHF 116,7 Millionen). Während sich die Erlöse aus dem Verwahr- und Verwaltungsgeschäft dank der Markterholung um 10,9% auf CHF 61,7 Millionen erhöhten, lagen die transaktionsbezogenen Umsatzerlöse mit CHF 33,1 Millionen um 0,9% unter dem Vorjahr. Hier führte die höhere Nettingrate zu einem Rückgang der Inhouse-Settlement-Transaktionen um rund einen Drittel auf 8,7 Millionen Transaktionen (Vorjahr 13,1 Millionen Transaktionen). Dank der hohen Volatilität und den Transaktionen von Neukunden, verzeichneten die Crossborder-Transaktionen mit einer Steigerung um 19% auf 2,8 Millionen Transaktionen (Vorjahr 2,3 Millionen) erneut eine erfreuliche Zunahme. Das Depotvolumen hat sich gegenüber dem Vorjahr entsprechend der Marktentwicklung erholt und liegt mit CHF 2,7 Milliarden leicht über dem Vorjahreswert von CHF 2,6 Milliarden. Seit Anfang März 2010 bietet SIX SIS die Möglichkeit, über eine lokale Depotstelle in São Paolo einheimische Titel im brasilianischen Markt zu halten und abzuwickeln.

Nach den ersten sechs Monaten liegen die Umsatzerlöse des Geschäftsfeldes Finanzinformationen mit CHF 199,1 Millionen um 3% unter dem Vorjahreswert von CHF 205,3 Millionen. Mehr als die Hälfte des Rückgangs ist auf den negativen Effekt des Euros zurückzuführen. Mit Ausnahme des Display-Geschäfts, das unter den kundenseitigen Sparmassnahmen leidet, konnten die übrigen Geschäftsbereiche die Umsatzerlöse knapp im Rahmen der Vorjahresperiode halten. Die abklingende Finanzmarktkrise sorgte für eine Belebung des Neukunden-Geschäfts, vor allem in Frankreich, Grossbritannien und den Benelux-Ländern. SIX Telekurs baute zudem ihre starke Marktposition bei der Bewertung komplexer und illiquider Wertschriften mit der Akquisition des Evaluated-Pricing-Geschäfts von CSV, Incorporated, weiter aus.

Der Aufbau eines führenden internationalen Angebots bei den kartenbasierten Zahlungstransaktionen und den elektronischen Zahlungssystemen steht im Geschäftsfeld Zahlungsverkehr auch im ersten Halbjahr 2010 im Vordergrund. Neben der stetigen Umsatzzunahme im wenig konjunkturanfälligen Debitkartengeschäft trugen insbesondere das anziehende Kreditkartengeschäft und die Aufschaltung der Funktion Währungsumrechnung DCC (Dynamic Currency Conversion) an Schweizer Bancomaten dazu bei, dass die Umsatzerlöse der Division Multipay mit CHF 160,2 Millionen um 4,1 % über dem Vorjahr (CHF 153,9 Millionen) liegen. SIX Pay, Luxemburg, hat Anfang Jahr von der luxemburgischen Finanzaufsichtsbehörde die Lizenz erhalten, ihre Dienstleistungen in der ganzen EU anzubieten. Damit ist der Startschuss gefallen für einen weiteren Ausbau des internationalen Kartengeschäfts in Richtung Osteuropa und in ausgewählte westeuropäische Länder. Bei der Division Cards & Payments führten das überdurchschnittliche Wachstum bei

Cetrel und die im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009 neu einbezogenen Transaktionen von SIX Card Solutions Austria zu einer markanten Erhöhung der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um 41,4% auf CHF 169,8 Millionen (Vorjahr CHF 120,1 Millionen). Die Integration des Kartenportfolios der österreichischen PayLife Bank auf die Systeme von SIX Card Solutions läuft planmässig und spiegelt sich in den erfreulichen Zuwachsraten bei den verarbeiteten Kartentransaktionen.

Ausblick

SIX Group geht davon aus, dass sich im zweiten Halbjahr 2010 die moderate Konjunkturerholung trotz gestiegener wirtschaftlicher Risiken fortsetzt. Die Aussichten im Börsenumfeld und im Kartengeschäft sind deshalb für das zweite Halbjahr 2010 weiter positiv. Der Betriebsertrag wird aber in den nächsten Monaten nach wie vor von den negativen Auswirkungen des Euro-Wechselkurses und dem anhaltenden Preisdruck beeinträchtigt. Dank weiteren Fortschritten im Ausbau des internationalen Geschäfts und einer konsequenten Kostenkontrolle rechnet SIX Group per Ende Jahr mit einem knapp höheren Betriebsertrag und einem Konzerngewinn auf Vorjahresniveau.

SIX Group AG

SIX Group betreibt die schweizerische Finanzplatzinfrastruktur und bietet weltweit umfassende Dienstleistungen in den Bereichen Wertschriftenhandel und abwicklung sowie Finanzinformationen und Zahlungsverkehr an. Das Anfang 2008 aus dem Zusammenschluss von SWX Group, Telekurs Group und SIS Group entstandene Unternehmen befindet sich im Besitz seiner Nutzer (160 Banken verschiedenster Ausrichtung und Grösse) und erwirtschaftete 2009 mit rund 3'700 Mitarbeitenden und Präsenz in 23 Ländern einen Betriebsertrag von rund 1,3 Milliarden Schweizer Franken. www.six-group.com

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