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Leistungstest belegt Wirtschaftlichkeit des Corex-Verfahrens zur Herstellung von Roheisen
Nach der Inbetriebnahme der für eine Jahresproduktion von 1,5 Millionen Roheisen ausgelegten Corex-Anlage im März 2011 haben Baosteel und Siemens während der letzten Monate den Betrieb der Anlage gemeinsam optimiert. "Alle im Vertrag vereinbarten Leistungsparameter wurden erreicht beziehungsweise übertroffen", erklärte Siuka zu dem 170 Stunden andauernden Leistungstest. Neben dem Erreichen der garantierten Roheisenleistung von 175 Tonnen Roheisen pro Stunde konnte auch der spezifische Brennstoffeinsatz (Fuel rate) von 950 Kilogramm auf 870 Kilogramm pro Tonne Roheisen auf Basis lokaler Rohstoffe gesenkt werden. Dabei konnte darüber hinaus auch trotz einer stark schwankenden Rohstoffqualität eine gleichmäßige Roheisenqualität erreicht werden. "Die mit Corex produzierte Roheisenqualität ist mit dem Roheisen aus konventionellen Hochöfen vergleichbar", betonte Siuka.
Vor dem Hintergrund, dass gute Rohstoffe immer seltener und damit auch teuerer werden und in zahlreichen Ländern immer höhere Umweltauflagen an den Betrieb von Hochöfen gestellt werden, bietet das Corex-C-3000 Verfahren eine Ressourcen schonende, umweltfreundliche und wirtschaftliche Alternative in der Roheisenerzeugung. Der erfolgreiche Leistungstest ist ein "weiterer Meilenstein in der Kommerzialisierung des Corex-Verfahrens", betonte Siuka. Nachfrage erwartet er "vor allem in Märkten mit Zuwächsen bei der Roheisenproduktion, die zugleich auch über eigene Rohstoffe verfügen". Nach dem gegenwärtigen Plan von Baosteel soll die Corex-Anlage mit hoher Leistung weiter betrieben werden.
Bei der herkömmlichen Hochofenroute bestehend aus Sinteranlage, Kokerei und dem Hochofen wird Roheisen aus agglomerierten Eisenerz (= Sinter) und mit Hilfe von Koks hergestellt. Die Nachteile bei dieser Route sind die vergleichbar hohen Emissionen beispielsweise von Schwefeloxiden (SOx), Stickoxiden (NOx), Staub oder Phenolen sowie die hohen Investitionskosten. Beim Corex-Verfahren wird das flüssige Roheisen direkt aus Pellets und Stückerz erschmolzen. Als Energiequelle dient dabei vor allem nicht-verkokbare Kohle. Im Vergleich zur Hochofenroute kann so mit Corex Roheisen zu geringeren Produktionskosten und mit niedrigeren Emissionen produziert werden, weil eine Kokerei und eine Sinteranlage und damit die größten Emissionsquellen eines Hüttenwerkes nicht benötigt werden. Zugleich kann das entstehende Corex-Gas wieder als Energiequelle in einem Kraftwerk verfeuert beziehungsweise. in einer Direktreduktionsanlage als Reduktionsgas verwendet werden.
Weitere Informationen über Lösungen für Stahlwerke, Walzwerke und Behandlungslinien unter: http://www.siemens.com/metals
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