Hightech-Hüttenzauber am Monte Rosa

(PresseBox) (München, ) Die Neue Monte-Rosa-Hütte des Schweizer Alpen-Clubs gilt schon heute als Berghütte der Zukunft. Sie verkörpert zugleich ein Forschungsprojekt an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich. Es entwickelt und erprobt neue Konzepte zur Energieeffizienzsteigerung im harten Dauereinsatz und nutzt dabei neue Technologien, um solche Bauten optimal auszulegen und nachhaltig bewirtschaften zu können. Dazu gehört auch die Gebäudeautomation von Siemens Building Technologies. Deren Mitarbeiter, Ingenieur und Hobbybergsteiger Ivan Loetscher kontrolliert die Anlagen vor Ort und hält die Bedienstationen einsatzbereit. Die gesamte Hütte soll nur noch ein Drittel der Schadstoffe im Vergleich zur kleineren Vorgängerhütte erzeugen. Die Zwischenbilanz nach zwei Jahren Hochbetrieb: Hütte und Technik haben sich schon jetzt nachhaltig bewährt.

Wie ein Bergkristall eingebettet in Gletschermoränen (im Hintergrund links das Matterhorn) wirkt die neue Monte-Rosa-Hütte in 2.883 Meter Höhe über dem Meer. Hier oben herrschen meist extreme Bedingungen. Stürme und Temperaturstürze von plus 20 Grad auf minus 30 Grad Celsius sind fast normal.

Die Anlage gilt als Vorzeigeobjekt hinsichtlich Energie- und Ressourceneffizienz. Alles ist auf Nachhaltigkeit ausgerichtet: von den verwendeten Baustoffen, der Energieerzeugung mittels Solaranlagen an den Außenflächen bis zur Speicherung und Mehrfachnutzung des Wassers. Wenn notwendig, springt ein mit Rapsöl betriebenes Blockheizkraftwerk an. Somit versorgt sich die Hütte weitgehend selbst.

Die Berghütte bewährt sich als komfortable Herberge ebenso wie als großes Testlabor für energieeffiziente Gebäudetechnik und Gebäudeautomation. Ivan Loetscher überprüft die Daten am Rechner im Maschinenraum der Hütte, wo die Fäden der technischen Infrastruktur zusammenlaufen. Das Gehirn der Anlage sorgt hier mit Siemens-Technik rund um die Uhr dafür, dass alles perfekt funktioniert und ineinander greift.

Die Software zur Gebäudeautomation steuert zum Beispiel die Heizung und Lüftung im Gebäude, sammelt Messdaten von der Fotovoltaikanlage und den Akkus, erfasst Daten von Wärmesensoren und Energiezählern. Von besonderem Interesse ist das Innenleben der neuen Hütte, die dank energiesparender Ausstattung, ausgeklügelter Solartechnik und ergänzendem Blockheizkraftwerk die benötigte Energie bereits bis zu rund 90 Prozent selbst produziert.

Der Betrieb der Berghütte läuft weitgehend selbständig und automatisiert ab, auch wenn die Hütte außerhalb der Saison nicht oder kaum bewohnt ist. Einzelne Funktionen lassen sich an Bedienstationen leicht überprüfen. Rund 150 Datenpunkte der Monte-Rosa-Hütte werden gemessen, gesteuert und geregelt. Die Daten werden permanent via Satellit nach Zürich übermittelt , wo sie zu Forschungszwecken ausgewertet werden.

Eine eigenständige Energie- und Wasserversorgung, eine neuartige Fassade nach dem Thermoskannenprinzip sowie die hervorragende Ökobilanz vom Bau bis zur Entsorgung machen die neue Monte-Rosa-Hütte zu einem ökologischen Vorreiter, welcher seinesgleichen sucht. Ein nächster Entwicklungsschritt soll das Einspeisen von Belegungszahlen und Wetterprognosen in das System sein. Mit voraus schauenden Regelungskonzepten würden künftig auch die Betriebskosten der Berghütte noch deutlicher reduziert.

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