Jerini mit Umsatzanstieg im dritten Quartal und nach neun Monaten

(PresseBox) (Berlin, ) CEO Schneider-Mergener: "Unsere US-Partnerschaft mit Kos bietet exzellente Vertriebsaussichten für Icatibant in Nordamerika."

CFO Modig: "IPO-Erlöse haben unsere Kapitalausstattung weiter gestärkt und wir können unsere Strategie zielgerichtet umsetzen."

Das Berliner Pharmaunternehmen Jerini AG (FSE:JI4) weist für Juli bis September 2005 eine 47%ige Umsatzsteigerung auf 2,5 (Q3 2004: 1,7) Millionen Euro aus. Die Allgemeinen Kosten und Verwaltungskosten sind wegen des Aufbaus der Bereiche Marketing und Investor Relations auf 2,4 (0,8) Millionen Euro gestiegen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Steuern und Finanzierungsaufwand (EBIT) beträgt im dritten Quartal minus 4,2 (minus 3,0) Millionen Euro. Der Periodenverlust verringerte sich dagegen nach einer buchhalterischen Neubewertung von Bezugsrechten auf 0,9 (3,1) Millionen Euro.

Positive Tendenz auch nach neun Monaten sichtbar
Von Januar bis September stieg der Umsatz um 59% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 7,0 (4,4) Millionen Euro. Das EBIT sank angesichts gestiegener Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen und wegen der Aufwendungen für Aktienoptionen und des Aufbaus der Abteilungen Investor Relations und Marketing auf minus 11,9 (minus 7,8) Millionen Euro. Die Jerini-Dienstleistungstochter JPT schrieb nach wie vor schwarze Zahlen und kam nach neun Monaten auf einen operativen Gewinn von 0,4 (0,3) Millionen Euro.

Jerini beschäftigte per Ende September 104 Mitarbeiter. In den nächsten zwölf Monaten sollen vor allem im Vertrieb und im Marketing neue Stellen geschaffen werden.

Börsengang und US-Partnerschaft schaffen Voraussetzung für Wachstumsschub
Jerini-Gründer und Vorstandschef Jens Schneider-Mergener rechnet auch für das Schlussquartal mit einer positiven Geschäftsentwicklung. "Die Voraussetzung für einen Wachstumsschub haben wir mit unserem Börsengang und der kurz danach abgeschlossenen Vertriebskooperation für unser Hauptprodukt Icatibant mit unserem US-Partner Kos Pharmaceuticals geschaffen."

Jerini-Aktien sind seit dem 1. November im Prime Standard der Frankfurter Börse notiert. Durch die Ausgabe von 15,5 Millionen neuen Aktien hat Jerini Bruttoerlöse von 49,6 Millionen Euro erzielt. Am 7. November schlossen Kos und Jerini eine Exklusiv-Partnerschaft über die Entwicklung, den Vertrieb und das Marketing von Jerinis Hauptprodukt Icatibant in den USA und Kanada. Jerini erhielt von Kos eine einmalige Lizenzzahlung von 12,0 Millionen Euro. Darüber hinaus zeichnete Kos Aktien im Wert von 10,0 Millionen Euro aus dem genehmigten Kapital von Jerini zu 3,20 Euro pro Aktie. Außerdem sind Meilenstein- und Lizenzzahlungen von Kos an Jerini vorgesehen, über die Stillschweigen vereinbart wurde. Die Abmachungen mit Kos erstrecken sich neben HAE auch auf andere Anwendungsgebiete von Icatibant wie etwa Asthma oder refraktäre Aszites bei Leberzirrhose (RAIL).

"Nach dem IPO hat sich unsere finanzielle Ausgangslage weiter verbessert und wir können unsere Strategie zielgerichtet umsetzen. Zum Jahresende rechnen wir mit einem Cash-Polster von etwa 95 Millionen Euro", sagte Finanzvorstand Berndt Modig.

Das Hauptprodukt Icatibant soll zunächst für die Behandlung des hereditären Angioödems (HAE) eingesetzt werden. Bei dieser genetischen Erbkrankheit kommt es zu entstellenden oder schmerzhaften Schwellungen im Gesicht, Händen und Füßen. Im Kehlkopfbereich können die Schwellungen zu lebensbedrohlichen Erstickungsanfällen führen. Für HAE ist Icatibant in der letzten klinischen Studie (Phase III). Ergebnisse dazu werden Mitte 2006 erwartet, der Antrag auf Zulassung in den USA und Europa soll ebenfalls noch 2006 gestellt werden. Bereits im nächsten Jahr soll Icatibant in weiteren Indikationsgebieten von Jerini und Kos getestet werden.

In der vorherigen klinischen Prüfung Phase II sowie der Behandlung von lebensbedrohlichen Kehlkopfattacken lag die Ansprechrate von Icatibant auf HAE bei 100 Prozent. Insgesamt wurde Icatibant an mehr als 1000 Personen getestet und hat sich als sehr sicher heraus gestellt. Icatibant hat in den USA und Europa für Angioödeme Marktschutz durch Orphan-Drug-Status und kann bei der FDA für ein beschleunigtes Zulassungsverfahren angemeldet werden.

Jerini hat neben Icatibant fünf weitere Medikamentenkandidaten in verschiedenen vorklinischen Forschungsprogrammen, unter anderem in den Bereichen Augenheilkunde und Onkologie.
In der ersten Hälfte 2006 will Jerini den Wirkstoff JSM 6427 gegen Altersblindheit in klinischen Studien der Phase I erproben.

Shire Deutschland GmbH

Die Jerini AG ist ein Berliner Pharmaunternehmen, das auf die Entdeckung und Entwicklung peptidbasierter Arzneimittel spezialisiert ist. Das Unternehmen hat früh das Potenzial von Peptiden als Startmoleküle in der Arzneimittelforschung erkannt und führende Technologien zur Herstellung und Umwandlung von Peptiden in Medikamente entwickelt. Jerinis Hauptprodukt Icatibant befindet sich derzeit in klinischen Studien der Phase III für die Behandlung des hereditären Angioödems (HAE). Schätzungen zufolge tritt HAE weltweit bei einem von 10.000 bis 50.000 Menschen auf. Basierend auf der eigenen Technologie-Plattform bearbeitet Jerini verschiedene Entwicklungsprojekte in den Indikationsbereichen Augenheilkunde, Onkologie und Entzündungserkrankungen. Das am weitesten fortgeschrittene Projekt zielt auf die altersbedingte Makuladegeneration (AMD), die häufigste Ursache für Sehverlust und Erblindung bei über 55-Jährigen in den entwickelten Ländern.

ISIN: DE0006787476
Wertpapier-Kennnummer: 678 747

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