SGL Group: Erneutes Rekordergebnis im Geschäftsjahr 2008 - Prognose erfüllt

(PresseBox) (Wiesbaden, ) .
- Umsatzwachstum von über 17 % auf 1.611,5 Mio. €
- EBIT mit ca. 306 Mio. € auf Rekordniveau; Umsatzrendite verbessert auf 19%
- Jahresüberschuss um über 42 % auf 190,4 Mio. € gesteigert
- Umsatz- und EBIT-Rückgang für 2009 erwartet
- Mittelfristziele bleiben unverändert

Die SGL Group - The Carbon Company - hat im Geschäftsjahr 2008 die prognostizierten Rekordwerte in Umsatz und Ergebnis erreicht. Der Umsatz lag mit 1.611,5 Mio. Euro mehr als 17 % über dem Vorjahresniveau (2007: 1.373,0 Mio. €). Mit 305,8 Mio. € (2007: 258,4 Mio. €) und einem Plus von über 18 % übertraf das operative Ergebnis (EBIT) erstmals die 300 Mio. €-Grenze. Die Umsatzrendite stieg damit auf 19,0 % (2007: 18,8 %). Zu dieser Entwicklung haben alle drei Geschäftsbereiche mit hohen Wachstumsraten ebenso wie erneute Kosteneinsparungen von 28 Mio. € durch die Verbesserungsinitiative SGL Excellence beigetragen.

Trotz Investitionen von 239,5 Mio. € konnte der Verschuldungsgrad (Eigenkapital zu Nettofinanzschulden) von 0,47 im Vorjahr auf 0,44 gesenkt werden. Zudem stieg die Eigenkapitalquote von 41,0 % auf 42,5 %.

Robert Koehler, Vorstandsvorsitzender der SGL Group: "Seit dem letzten Quartal 2008 sind die ersten Auswirkungen der Wirtschaftskrise in unseren Geschäften sichtbar geworden. Trotz der aufziehenden Krise haben unsere eigenen Prognosen gehalten und im Geschäftsjahr 2008 ein Rekordergebnis erzielt. 2009 werden auch wir die Auswirkungen der globalen Rezession zu spüren bekommen und rechnen deshalb mit einem Umsatzrückgang im Vergleich zum Rekordjahr 2008. Das EBIT wird entsprechend überproportional zurückgehen, aber dennoch akzeptabel ausfallen - wenn man die derzeitige globale Wirtschafts- und Finanzkrise berücksichtigt. Dank unserer breiten Unternehmensausrichtung, der soliden Finanzierungsstruktur und frühzeitiger Gegenmaßnahmen sind wir zuversichtlich, im Krisenjahr 2009 profitabel zu bleiben. Das gilt bereits für das erste Quartal."

Jahresüberschuss und Ergebnis je Aktie weiter erhöht

Das Finanzergebnis verbesserte sich um 18,3 Mio. € auf -47,1 Mio. € (2007: -65,4 Mio. €). Bereinigt um negative nicht zahlungswirksame Effekte im Rahmen der Fremdwährungsbewertung von Konzerndarlehen in Höhe von 12,5 Mio. € wäre das Finanzergebnis sogar mit -34,6 Mio. € noch besser ausgefallen. Das Ergebnis vor Ertragsteuern erhöhte sich um 34 % auf 258,7 Mio. € (2007: 193,0 Mio. €). Die Steuerquote ist aufgrund einer verbesserten Steuersituation deutlich von 30,7 % auf 26,4 % gesunken. Dementsprechend verbesserte sich der Jahresüberschuss gegenüber dem Vorjahr überproportional um über 42 % auf 190,4 Mio. € (2007: 133,8 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie stieg von 2,10 € im Vorjahr auf 2,94 € im Berichtsjahr 2008.

Eigenkapitalquote und Verschuldungsgrad erneut verbessert

Trotz einer erheblich höheren Bilanzsumme von 1.795,9 Mio. € (2007: 1.473,6 Mio. €) verbesserte sich die Eigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahr von 41,0 % auf 42,5 %. Der Verschuldungsgrad wurde auf 0,44 reduziert (2007: 0,47). Der operative Cashflow lag mit 218,6 Mio. € um ca. 27 % über dem Vorjahresniveau. Die hohe Investitionstätigkeit spiegelt sich in einem negativen Free Cashflow von -35,9 Mio. € gegenüber einem fast ausgeglichenen Free Cashflow von -0,9 Mio. € in 2007 wider. Bedingt durch die Investitionen in das neue Graphitelektroden- und Kathodenwerk in Malaysia und die strategische Akquisition der SGL Rotec erhöhten sich die Nettofinanzschulden auf 332,6 Mio. € gegenüber 285,2 Mio. € im Vorjahr.

Fortsetzung des Umsatz- und Ergebniswachstums in allen Geschäftsbereichen

Performance Products (PP)

Der Geschäftsbereich Performance Products (PP) profitierte 2008 von einer bis weit in das dritte Quartal hinein anhaltenden guten Stahlkonjunktur sowie einem ganzjährig starken Wachstum der Aluminium- und Siliziumindustrie. So wurde der Umsatz um 15,5 % auf 965,6 Mio. € gesteigert (2007: 836,2 Mio. €). Beim EBIT verzeichnete der Geschäftsbereich ein Plus von rund 20 % auf 296,0 Mio. € (2007: 246,2 Mio. €). Die Umsatzrendite erhöhte sich damit von 29,4 % auf ca. 30,7 %. Neben Preiserhöhungen und steigenden Absatzvolumina bei Kathoden ist dieser Ergebnisanstieg auch auf die weitere Reduzierung von Kosten in Höhe von rund 14 Mio. € zurückzuführen. Zur nachhaltigen Stärkung der Marktposition wird die neue Produktionsstätte in Malaysia mit niedrigsten Kosten und führender Technologie beitragen.

Graphite Materials & Systems (GMS)

Der Umsatz des Geschäftsbereichs GMS wurde dank hoher Nachfrage aus den Chemie-, Solar- und Lithium-Ionen-Batterien-Industrien um rund 13 % von 364,3 Mio. € im Vorjahr auf 411,9 Mio. € gesteigert. Das EBIT erhöhte sich aufgrund positiver Mengenentwicklungen, der hohen Kapazitätsauslastung sowie Einsparungen in Höhe von rund 6 Mio. € um fast 18 % auf 57,6 Mio. € (2007:49,0 Mio. €). Damit lag die Umsatzrendite von 14,0 % etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Die Basis für weiteres Wachstum bildet vor allem die Erweiterung der Kapazitäten für isostatischen Graphit, die kontinuierliche Optimierung der globalen Produktionsinfrastruktur sowie die Entwicklung innovativer Produkte.

Carbon Fibers & Composites (CFC)

Die höchste Wachstumsrate im Konzern wies der Geschäftsbereich CFC mit einem Umsatzplus von fast 40 % auf 228,5 Mio. € auf (2007: 163,4 Mio. €). Der starke Anstieg basiert im Wesentlichen auf höhere Absatzvolumina bei Composite Materials und Composite Components in Verbindung mit der Konsolidierung der SGL Kümpers und der SGL epo während des Geschäftsjahres 2007 sowie der Erstkonsolidierung von SGL Rotec im Jahr 2008. Das EBIT wurde von 3,3 Mio. € in 2007 auf 4,5 Mio. € verbessert. Belastet wurde das EBIT durch die IFRS-bedingten Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation für den Kauf des 51%-Anteils an der SGL Rotec sowie Einmalbelastungen durch die Integration der SGL Kümpers und SGL epo. Die Umsatzrendite lag damit unverändert bei 2,0 %. Die in den letzten zwei Jahren durchgeführten Joint Ventures und Akquisitionen in den Bereichen Composite Materials und Composite Components haben die Marktposition des Geschäftsbereichs CFC nachhaltig gestärkt. In Verbindung mit den bereits getätigten und laufenden Investitionen, insbesondere im Carbonfaserbereich und in Automatisierungstechnologien bei HITCO ist die Grundlage für weiteres Wachstum gelegt.

Ausblick 2009

Trotz des anhaltenden Lagerabbaus der Kunden wird für das erste Quartal mit einem deutlich positiven Ergebnis gerechnet. Traditionell ist das erste Quartal das schwächste im Jahresverlauf.

Unter der Voraussetzung einer allgemeinen konjunkturellen Erholung im zweiten Halbjahr 2009, rechnet die SGL Group für das laufende Geschäftsjahr mit einem niedrigeren Umsatz als im Rekordjahr 2008 und einem entsprechend überproportionalen EBITRückgang. Auf Basis der heutigen Konzernstruktur werden die Finanzierungskosten etwas höher als im Vorjahr erwartet.

Die Einhaltung des Verschuldungsgrads von rund 0,5 hat unverändert oberste Priorität. Unter dieser Voraussetzung sollen die Investitionen weiterhin auf einem hohen Niveau, aber deutlich niedriger als 2008 liegen. Die hierzu notwendigen Finanzmittel werden weitgehend aus dem operativen Cashflow bereitgestellt.

Mittelfristziele bleiben unverändert bestehen

In Erwartung normalisierter konjunktureller Verhältnisse nach 2009 hält die SGL Group an ihren Mittelfristzielen fest. So soll der Konzern ein organisches jährliches Umsatzwachstum von 5 - 10 % generieren. Die Umsatzrendite (ROS) wird dabei weiterhin bei über 12 % und die Vermögensrendite (ROCE) bei über 17 % liegen.

Zukunftsgerichtete Aussagen:

Diese Pressemitteilung enthält Aussagen über zukünftige Entwicklungen, die auf derzeit zur Verfügung stehenden Informationen beruhen und die Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den vorausschauenden Aussagen abweichen können. Die Aussagen über zukünftige Entwicklungen sind nicht als Garantien zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ereignisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken, und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Dazu zählen zum Beispiel nicht vorhersehbare Veränderungen der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere im Umfeld der Elektrostahlproduktion, der Wettbewerbssituation, der Zins- und Währungsentwicklungen, technologischer Entwicklungen sowie sonstiger Risiken und Unwägbarkeiten. Weitere Risiken sehen wir u.a. in Preisentwicklungen, nicht vorhersehbaren Geschehnissen im Umfeld akquirierter Unternehmen und bei Konzerngesellschaften sowie bei den laufenden Kostenoptimierungsprogrammen. Die SGL Group beabsichtigt nicht, diese vorausschauenden Aussagen zu aktualisieren.

SGL CARBON SE

Die SGL Group ist ein weltweit führender Hersteller von Produkten aus Carbon (Kohlenstoff). Das umfassende Produktportfolio reicht von Carbon- und Graphitprodukten über Carbonfasern bis hin zu Verbundwerkstoffen. Die Kernkompetenzen der SGL Group sind die Beherrschung von Hochtemperaturtechnologien sowie der Einsatz langjährigen Anwendungs- und Engineering- Know-hows. Damit wird die breite Werkstoffbasis des Unternehmens ausgeschöpft. Diese auf Kohlenstoff basierenden Materialien kombinieren mehrere einzigartige Materialeigenschaften wie zum Beispiel Strom- und Wärmeleitfähigkeit, Hitze- und Korrosionsbeständigkeit sowie Leichtigkeit bei gleichzeitiger Festigkeit. Die Hochleistungsmaterialien und -produkte der SGL Group werden aufgrund des von Energie- und Rohstoffknappheit getriebenen Paradigmenwechsels im Materialeinsatz von mehr und mehr Industrien zunehmend nachgefragt. Carbonund Graphitprodukte kommen immer dann zum Einsatz, wenn andere Werkstoffe wie Stahl, Aluminium, Kupfer, Kunststoff, Holz usw. mit ihren jeweils nur limitierten Materialeigenschaften versagen. Die Produkte der SGL Group werden vor allem in der Stahl-, Aluminium-, Automobil-, Chemie- und Glas-/Keramikindustrie eingesetzt. Aber auch Halbleiter-, Solar-, Windenergie-, Batterie-/Akku-, Umweltschutz-, sowie Luft-, Raumfahrt- und Verteidigungshersteller sowie die Kernenergie zählen zu den Kunden.

Mit 40 Produktionsstandorten in Europa, Nordamerika und Asien sowie einem Service-Netz in über 100 Ländern ist die SGL Group ein global ausgerichtetes Unternehmen. Im Geschäftsjahr 2008 erwirtschafteten 6.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Umsatz von 1,6 Mrd. €. Die Hauptverwaltung hat ihren Sitz in Wiesbaden/Deutschland.

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