Neuer Modellstudiengang an der Charité

Praxisnähe und Wissenschaftlichkeit stehen im Mittelpunkt

(PresseBox) (Berlin-Mitte, ) Zum Wintersemester 2010/11 startet an der Charité - Universitätsmedizin Berlin der neue Modellstudiengang Medizin, der den Studierenden der Humanmedizin eine Symbiose zwischen Praxisnähe und Wissenschaftlichkeit bietet. Die Aufteilung des Lehrstoffs in herkömmliche medizinische Fachgebiete wird aufgelöst zugunsten eines patientenorientierten integrativen Konzepts. In vierwöchigen fächerübergreifenden Modulen lernen die Studentinnen und Studenten von Beginn an im Kontakt mit Patienten Krankheiten kennen, geordnet nach Organsystemen, übergeordneten Entstehungsmechanismen und Lebensabschnitten, in denen sie auftreten. Die Medizinstudierenden profitieren sowohl von dem frühen Patientenkontakt als auch durch den frühen Einstieg in die Forschung, der bereits ab dem zweiten Semester durch Wissenschaftsmodule und Forschungspraktika erfolgt.

"Der neue Berliner Modellstudiengang Medizin unterscheidet sich von anderen durch eine umfangreiche Integration klinischer und theoretischer Fächer bereits ab dem 1. Semester. Auch der Fokus auf das Erlernen ärztlicher Fähigkeiten und Kompetenzen, das im neuen Curriculum genauso verankert ist wie die frühe systematische Heranführung an wissenschaftliche Fragestellungen und wissenschaftliches Arbeiten, machen den Modellstudiengang in Deutschland einzigartig", so der Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung, Dr. Hans-Gerhard Husung.

Die innovative Struktur des Curriculums ist eine wegweisende Neuausrichtung des Medizinstudiums in Deutschland, in der von Anfang an klinische Inhalte vermittelt werden, während die Grundlagenfächer wie Anatomie und Physiologie die Studierenden bis zum letzten Examen begleiten. Damit gehören die viersemestrige "Paukphase" und das sogenannte Physikum der Vergangenheit an, die Studierende bislang durchlaufen müssen, ehe sie zum ersten Mal einen Patienten sehen.

An der Entwicklung des Modellstudiengangs war die gesamte Fakultät der Charité beteiligt.

Die Studierenden agierten als aktive Mitgestalter der Reform. Ab dem Wintersemester studieren nun alle Erstsemester im Modellstudiengang. Die Charité wird den neuen Studiengang von Beginn an auch wissenschaftlich begleiten. Das dafür von der Stiftung Mercator und der VolkswagenStiftung ausgezeichnete Fachzentrum für medizinische Hochschullehre und evidenzbasierte Ausbil-dungsforschung trägt den Namen des im vergangenen Jahr verstorbenen Reformpioniers Dieter Scheffner. Die Dekanin Prof. Grüters-Kieslich ist überzeugt, dass alle Medizinischen Fakultäten in Deutschland von der Arbeit dieses Zentrums profitieren können: "Die Wissenschaftler dort evaluieren die praxisnahen Lehrkonzepte, die unserer Ansicht nach das Medizinstudium in den nächsten Jahrzehnten prägen werden."

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