Die Asiaten erhöhen den Druck

Neue Standortstrategien europäischer Schienenfahrzeughersteller notwendig?

(PresseBox) (Köln, ) In der neuen Studie "Hersteller von Schienenfahrzeugen und Standorte weltweit" stellt SCI Verkehr das aktuelle Wettbewerbsgefüge für die Zukunft in Frage. Die Analyse von Unternehmenskennzahlen, strategische Positionierung sowie Produktionsstandorte von weltweit 50 führenden Schienenfahrzeugherstellern zeigt Strukturen im Wandel.

Mehr als zwei Drittel der weltweiten Neufahrzeugnachfrage wird von den 50 führenden Schienenfahrzeugherstellern bedient, die an rund 150 Standorten produzieren. Insgesamt analysiert SCI Verkehr weltweit rund 330 Produktionsstandorte für Schienenfahrzeuge von fast 190 Herstellern.

Die Verteilung der Produktionsstandorte orientiert sich stark an der Aufteilung der weltweiten Nachfrage. Westeuropa ist sowohl für die Nachfrage als auch für die Produktion noch immer die bedeutendste Weltmarktregion. Asien wird stark von den Entwicklungen des chinesischen und indischen Marktes geprägt. Allein CNR und CSR, die beiden wichtigsten chinesischen Hersteller, verfügen mit 21 Standorten über mehr Herstellerwerke als Deutschland und Frankreich zusammen. Indien wird als Produktionsstandort für Schienenfahrzeuge zunehmend interessant: Siemens und Bombardier eröffnen hier derzeit neue Standorte.

Die Hersteller sind einem international steigenden Konkurrenzdruck ausgesetzt, dabei bestehen regionale Unterschiede: Während asiatische Hersteller ihre Kapazitäten an heimischen Standorten stetig ausbauen und global expandieren, geraten europäische Hersteller zunehmend unter Druck. Insbesondere an europäischen Standorten großer Produzenten drohen Überkapazitäten.

Getrieben wird diese Entwicklung neben dem Vordringen asiatischer Hersteller in den europäischen Markt auch von der zunehmenden Internationalisierung einst regionaler Spezialisten wie CAF aus Spanien oder Pesa aus Polen. Kurzfristig kommt die Abschwächung der Nachfrage im Zuge der Konjunkturkrise hinzu. Nach Jahren der Aufwärtsentwicklung in der Bahnindustrie drohen aufgrund sinkender Nachfrage nun Preisverfall und Stellenabbau. Mittelfristig werden noch bestehende Auftragsüberhänge die Hersteller auslasten, langfristig scheint die Auslastung und damit auch die Rentabilität allerdings bedroht. Eine Strategieanpassung - insbesondere im Hinblick auf Markteintritts- und Standortstrategien - scheint notwendig.

Mit der neuesten MultiClient Studie "Hersteller von Schienenfahrzeugen und Standorte weltweit" liefert die SCI Verkehr GmbH, Produkt- und Leistungsspektrum von mehr als 190 Schienenfahrzeugherstellern und präsentiert zudem Unternehmenskennzahlen und Aussagen über aktuelle und perspektivische Ausrichtung zu den weltweit 50 führenden Schienenfahrzeugherstellern. Des Weiteren stellt die Studie deren Produktionsstandorte im Detail vor und analysiert sie nach regionaler Verteilung und Kapazitäten. Mitbewerbern, Zulieferern, Betreibern sowie potenziellen Investoren in die Bahnindustrie werden hierdurch wichtige Informationen als Planungs- oder Entscheidungsgrundlage gebündelt zur Verfügung gestellt.

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