Erfolgreiches erstes Geschäftsjahr 2008 der Schweizerischen Rheinhäfen (SRH)

(PresseBox) (Basel, ) Der Güterumschlag hat 2008 mit 7.2 Mio Tonnen um 1.5% gegenüber dem Vorjahr zugelegt, trotz des sich ab Oktober 2008 in einzelnen Gütergruppen stark auswirkenden Nachfragerückgangs. Erfreulich ist ebenfalls, dass mit einem Gewinn von TCH 7 610 das budgetierte Ergebnis erreicht und damit die finanziellen Ziele der beiden Eignerkantone BL und BS erfüllt werden konnten.
Die Regierungsräte der Eignerkantone haben auf Antrag des Verwaltungsrats der SRH den Jahresbericht und die Jahresrechnung 2008 genehmigt.
Ein Schwerpunkt der Tätigkeit bildete die Erarbeitung einer klaren Strategie für die gezielte Entwicklung der Rheinhäfen. Für die Zukunft gilt es, die Standortvorteile der einzelnen Hafenteile zu stärken und die vorhandenen Potenziale gezielt auszuschöpfen.

Güterumschlag - trotz beginnendem Wirtschaftsrückgang ein gutes Jahr

Das Gesamtumschlagsergebnis per Ende Dezember hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert. Insgesamt wurden im Berichtsjahr in den SRH 7.2 Mio Tonnen Güter wasserseitig gelöscht. Das sind 1.5% mehr als im Vorjahr.
Überdurchschnittlich dazu beigetragen haben die flüssigen Brennstoffe mit +8.1%, wobei der grösste Zuwachs bei den Heizölimporten zu verzeichnen war. Ebenso positiv war die Umschlagsentwicklung bei den chemischen Erzeugnissen und Baustoffen. Hingegen rückläufig waren die Ergebnisse in den Segmenten Metallprodukte (-4.4%) sowie Containerverkehr (-11.4%). Mit 92'464 TEU erzielte der Containerumschlag trotz des Rückgangs das zweitbeste je erzielte Ergebnis.
Die Wirtschaftslage hinterliess ihre Spuren auch in den Bereichen "Trockengüter" und "Feste mineralische Brennstoffe". Bei den "landwirtschaftlichen Erzeugnissen" sowie den "Nahrungs- und Futtermitteln" mussten Einbussen im vierten Quartal hingenommen werden. In der Gütergruppe "Holzschliff, Zellstoff und Chemische Produkte" verblieben die Importe auf gleich hohem Niveau wie die des Vorjahres.
Positiv zu werten sind die mehrheitlich guten Wasserstände, ähnlich wie im Jahr zuvor, die zum Teil überdurchschnittliche Abladetiefen erlaubten.

Gutes Jahr für die Kabinen- und Ausflugsschifffahrt

53 Saisonschiffe fuhren im Berichtsjahr die Schiffssteigeranlagen in Basel an.
Insgesamt wurden mit 71 499 Passagiere (+21.4%) berg- und talwärts auf Rekordniveau befördert. Während der Basel World lagen wie im Vorjahr 21 Hotelschiffe in Basel.
Beim Ausflugsverkehr erfreuten sich besonders die Kursfahrten auf der Strecke Basel-Rheinfelden grosser Beliebtheit. Mit 58' 031 Personen wurde das Vorjahresergebnis um 21.4% übertroffen. Die Unterhaltungs- und Charterfahrten mussten sich mit 42 067 beförderten Personen (-7.2%) zufrieden geben. Insgesamt nahmen die Passagierzahlen bei der Ausflugsschifffahrt mit 100 098 Personen um 7.7% im Vergleich zum Vorjahr zu.

Die SRH sind auf Kurs

Die SRH blicken auf ein ereignis- und erfolgreiches erstes Geschäftsjahr nach der Zusammenlegung der Rheinhäfen beider Basel zurück. Die gesetzten Budgetziele, sowohl im Ertrag als auch im Aufwand, konnten erreicht werden. Der Unternehmensgewinn vor Reservenbildung und Gewinnverwendung liegt mit TCHF 7 610 leicht über den Erwartungen. Dieses Ergebnis wurde erreicht unter Berücksichtigung aller Sondereffekte aus der Zusammenlegung im ersten Geschäftsjahr.

Die Ertragsseite der SRH stellt sich stabil dar, die Auswirkungen der Finanzkrise haben noch keinen relevanten Niederschlag im Verhältnis zum budgetierten Ertrag ergeben. Positiv auf die Hafenabgaben wirkten sich dabei die aufgrund des stark gesunkenen Mineralölpreises höheren Mineralölumschläge in den Häfen aus.
Hingegen ist seit Oktober 2008 der rückläufige Transportmarkt in den Bereichen Container und Stahl/Metalle bei den umschlagsabhängigen Hafenabgaben spürbar.

Auch auf der Aufwandseite wurde das Budgetziel erreicht. Beim Personalaufwand konnten die SRH durch verschiedene Massnahmen im Rahmen des Budgets bleiben, obwohl darin der Teuerungsausgleich von 1.6% nicht berücksichtigt war. Die SRH beschäftigen im Durchschnitt 29.6 Festangestellte.
Mit Projekten wie Hauptrevision BIBO REGIO, Aufbau einer neuen Informatikinfrastruktur, Flachdachsanierung Boothaus, Projekt und Gründungskosten der SRH wurden im ersten Geschäftsjahr Investitionen in der Höhe von rund TCHF 1 730 getätigt.

Multimodale Standorte der Binnenhäfen im Vorteil

Die Region Nordwestschweiz ist der bedeutendste Logistikstandort der Schweiz.
Dazu tragen auch die SRH als Verkehrsdrehscheibe mit globaler Anbindung einen wesentlichen Anteil bei. Die trimodalen Binnenhäfen haben durch ihre raumopitimierende Bündelungsfähigkeit (Wasser - Schiene - Strasse) ein grosses Zukunftspotenzial und sind für die effiziente Bewältigung der zukünftigen Güterströme unverzichtbar. Die SRH wollen dieses Potenzial als Hinterland- Drehscheibe der Seehäfen am südlichen Oberrhein gezielt weiter ausbauen.

Strategischer Handlungsrahmen definiert

Vor dem Hintergrund einer sich abzeichnenden strukturellen Veränderung im Gütermix (zunehmende Nachfrage in den Bereichen Agrarprodukte, Container und Distributionslogistik; langfristig abnehmende Tendenz bei den Bereichen Steine/Kohle und Mineralölerzeugnisse) wollen die SRH die bestehenden und zukünftigen Hafenpartner gezielt und verlässlich auf dem Weg in die Zukunft begleiten.

Der Verwaltungsrat hat eine entsprechende Hafenentwicklungsstrategie verabschiedet.
Diese fusst auf fünf Säulen:

- Weiterentwicklung der trimodalen Logistikdrehscheibe der Häfen durch Nutzung und Stärkung der Standortvorteile der einzelnen Hafenstandorte
- Langfristige Sicherung der Entwicklungsoptionen zusammen mit den Eignerkantonen und den trinationalen Partnern
- Aufwertung des städtischen Rheinufers Klybeck - Dreiländereck für die Öffentlichkeit und Öffnung für Dienstleistungsnutzungen im Rahmen einer abgestimmten Hafen- und Stadtentwicklung (mit Kompensation für Logistikflächen) gemäss kantonalem Richtplan
- Verkehrspolitik und Standortförderung: Einbindung der Schifffahrt und der Rheinhäfen in die Verkehrspolitik des Bundes und Harmonisierung der Infrastrukturfinanzierung sowie Förderung des trinationalen Hafenstandorts am südlichen Oberrhein im Logistikmarkt
- Gezielter Ausbau des Dienstleistungsangebots der Hafenwirtschaft, das bereits heute die Ansprüche einer multimodalen Verkehrsdrehscheibe wie auch einer internationalen Logistikplattform mit breitem Gütermix erfüllt.

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