Mainz wird Solarstadt: Projekt Bürger-Solaranlage geht an den Start

Erste Anlage entsteht in Mainz-Weisenau / Solarbürger werden auch ohne eigenes Dach - mit dem Bürger-Solarsparbrief

(PresseBox) (Mainz, ) Ab dem 30. August 2010 haben alle Bürger in Mainz und Umgebung die Möglichkeit, in Solarenergie zu investieren - auch wenn sie nicht über ein eigenes Hausdach verfügen. Auf dem Gelände des ehemaligen Portland-Cement-Werks in Weisenau, das heute dem Entsorgungsbetrieb der Stadt Mainz gehört, entsteht die erste Bürger-Solaranlage. Zwei ehemalige Lagerhallen mit je 5.000 Quadratmetern Dachfläche werden mit rund 4.500 Modulen von SCHOTT Solar bestückt. Ende 2010 soll die Anlage ans Netz gehen und pro Jahr etwa 745.500 Kilowattstunden umweltfreundlichen Sonnenstrom in das öffentliche Netz einspeisen. Das Besondere daran: Jeder Mainzer Bürger kann das Projekt mit einer Anlage in den Bürger-Solarsparbrief unterstützen.

Ermöglicht haben das Projekt Bürger-Solaranlage drei Mainzer Unternehmen: Sparkasse Mainz, SCHOTT Solar AG sowie die Stadtwerke Mainz AG. Darüber hinaus sind die Rio Energie GmbH aus Mainz und die juwi Solar GmbH aus Wörrstadt an Bau und Betrieb der Photovoltaikanlage beteiligt.

Der Bürger-Solarsparbrief wiederum ist ein exklusives Anlageangebot der Sparkasse Mainz. 500 Euro Mindesteinlage muss man investieren, um Mainzer Solarbürger zu werden. Über eine Laufzeit von 5 Jahren werden 3,5 % Zinsen p.a. gewährt. Das Kontingent ist auf 2,3 Millionen Euro begrenzt - dieser Betrag entspricht dem Investitionsvolumen des Projektes. Maximal ist ein Investment von 10.000 Euro möglich. Der Zinsertrag ist nicht an den Ertrag der Photovoltaikanlage gebunden. Beratung erhalten interessierte Privatpersonen ab dem 30. August 2010 in allen Filialen der Sparkasse Mainz. Weitere Informationen finden sich im Internet unter www.solarbuerger-mainz.de.

Stimmen der Projektpartner:

Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer, Vorsitzender des Vorstandes SCHOTT AG

"In Solar zu investieren, lohnt sich doppelt: Sonnenstrom ist umweltfreundlich, und wer ihn produziert, erhält über 20 Jahre eine gesetzlich festgelegte Vergütung. Doch viele Mainzer Bürger haben kein eigenes Dach, das für Solarmodule geeignet wäre. Daher haben der SCHOTT Konzern und die Stadtwerke Mainz vor einigen Wochen ein Versprechen gegeben: Jeder Mainzer soll Solarbürger werden können. Ich freue mich, dass wir dieses Versprechen zusammen mit unseren Projektpartnern nun so schnell einlösen können."

Hans-Günter Mann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mainz

"Eine gesunde Umwelt sollte in unser aller Interesse liegen, da sie maßgeblich für unsere Lebensqualität verantwortlich ist. Die Bürger-Solaranlage, die umweltfreundlichen Sonnenstrom erzeugt, ist daher eine gute Sache für Mainz und wir sind gerne bei den Partnern. Als Sparkasse leisten wir aber darüber hinaus auch durch den Bezug von Ökostrom und die Beteiligung am Programm '500 Dächer für Mainz' unseren Beitrag zum Erhalt unseres Klimas."

Detlev Höhne, kaufmännischer Vorstand der Stadtwerke Mainz AG

"Wir freuen uns, dass es gelungen ist, mit der neuen Bürgersolaranlage in Weisenau ein weiteres Projekt auf den Weg zu bringen, dass uns dem Ziel näher bringt, in zehn Jahren 20 Prozent des Mainzer Stromverbrauchs mit Erneuerbaren Energien zu decken. Bis dahin ist es aber noch ein weiter und ehrgeiziger Weg. Wir begrüßen ausdrücklich, dass durch diese Bürger-Solaranlage auch diejenigen Mainzer in die Umwelt investieren können, die kein Haus oder eine Dachfläche für eine eigene Photovoltaikanlage besitzen."

Dr. Martin Heming, Vorstandsvorsitzender SCHOTT Solar AG

"Für das Gelingen des Projektes spielt nicht nur die sehr gute Zusammenarbeit der Partner eine wichtige Rolle, sondern auch die Qualität der Anlage. SCHOTT Solar gibt eine Leistungsgarantie von 25 Jahren auf die Module, wie sie auch bei der Bürger-Solaranlage zum Einsatz kommen. Als einer der wenigen Hersteller weltweit können wir tatsächlich belegen, dass Anlagen von SCHOTT Solar über viele Jahre eine konstant hohe Leistung erbringen. Erst dadurch wird das Projekt Bürger-Solaranlage mit seinen attraktiven Konditionen überhaupt möglich."


Jens Beutel, Oberbürgermeister der Stadt Mainz

"Eine Bürgersolaranlage, an der sich Mainzerinnen und Mainzer beteiligen können, ist ein tolles Projekt und nach den umfassenden Investitionen der SCHOTT AG am Standort Mainz - SCHOTT Konzernzentrale, SCHOTT Solar - in den vergangenen Jahren erneut ein ausdrückliches Bekenntnis der SCHOTT AG zur Landeshauptstadt als Wirtschaftsstandort. Die SCHOTT AG gehört mit ihrer Konzerntochter SCHOTT Solar AG zu den weltweit führenden Unternehmen in der Zukunftsbranche Solartechnologie. Das sorgt für wichtige Impulse in der Region - in der Wirtschaft und in der Forschung wie auch in Sachen Solarstadt Mainz, für die sich SCHOTT in den letzten Jahren kontinuierlich und mit viel Engagement und Knowhow eingesetzt hat. Die gerade in der Umsetzung befindliche so genannte 'Bürger-Solaranlage' ist für mich ein besonders interessantes Projekt unter dem Aspekt einer breiten Bürgerbeteiligung. SCHOTT ist nicht nur eines der wichtigsten 'Flaggschiffe' des Wirtschaftsstandorts Mainz und hat als größter industrieller Arbeitgeber und Ausbilder in unserer Stadt eine enorme Bedeutung für den Arbeitsmarkt, sondern zeigt seit vielen Jahren vorbildliches gesellschaftliches Engagement."

Wolfgang Reichel, Umweltdezernent der Stadt Mainz

"Diese Bürger-Solaranlage ist eine weitere Facette im umfangreichen Angebot für Mainzer Bürger und Unternehmen zu erneuerbaren Energien. Ich nenne hierzu das internetgestützte Solarkataster, das Programm '500 Dächer für Mainz' und den Solaratlas. Für mich als für den Energiebereich zuständiger Umweltdezernent und Vorsitzender des Werksauschusses des Entsorgungsbetriebs ist dies keine Sternstunde, sondern vielmehr eine Sonnenstunde: Es passt einfach alles zusammen, es werden neue Wege beschritten und Synergien genutzt. Der neue Standort des Entsorgungsbetriebs im Weisenauer Steinbruch wird zum Vorzeigeprojekt für die Photovoltaiknutzung. Wir kommen dem Ziel 'Solarcity Mainz' wieder ein gutes Stück näher. Wir wollen in Mainz die Wende hin zu regenerativen Energien mit allen gemeinsam vollziehen - die Bürger-Solaranlage ist ein weiterer Meilenstein und ich hoffe, dass noch viele weitere Bürger-Solaranlagen folgen werden. Wir haben allen Grund - ökologisch verträglich - zu strahlen."

Die erste Mainzer Bürger-Solaranlage im Überblick

Standort: Wormser Straße, Mainz
Installierte Nennleistung: 785 Kilowatt
Jahresertrag (vsl.): ca. 745.500 Kilowattstunden/Jahr
Vermiedener CO2-Ausstoß: ca. 484.500 kg/Jahr
Modultyp: SCHOTT POLY® 175
Wechselrichter: SMA Technologie AG
Montagearbeiten: juwi Solar GmbH
Investitionsvolumen: 2.300.000 Euro
Inbetriebnahme (vsl.): bis Ende 2010

Details zum Bürger-Solarsparbrief der Sparkasse Mainz

Laufzeit: 5 Jahre
Verzinsung: 3,5 % p.a. jährliche Zinszahlung
Mindestanlage: 500 Euro
Höchstanlage: 10.000 Euro
Limitiertes Kontingent: 2.300.000 Euro

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.


Ich möchte die kostenlose Pressemail abonnieren und habe die Bedingungen hierzu gelesen und akzeptiert.