Doppelter Nutzen: Lärmschutzwand als Energielieferant

Potenzial von Photovoltaik und Schallschutz ist beachtlich / Staatssekretär Rainer Bomba und SCHOTT Solar Vorstand diskutieren über zukünftige Initiativen

(PresseBox) (Mainz/Alzenau, ) Mehr als 3.300 Kilometer Lärmschutzwälle und wände hat der Bund bisher an seinen Autobahnen und Bundesstraßen gebaut. Allein 2009 rund 100 Kilometer. Die Fläche an Lärmschutzwänden wuchs im Schnitt der letzten Jahre um mehr als 250.000 Quadratmeter jährlich auf heute rund 8 Millionen Quadratmeter.

"Diese Flächen sollen für den Einsatz von Photovoltaik genutzt werden; Versuche an deutschen Autobahnen und im Ausland zeigen ermutigende Ergebnisse. Durch die Kombination von Lärmschutz mit Photovoltaik lässt sich sozusagen ein doppelter Nutzen für die Umwelt erzielen. Deshalb wirbt der Bund darum, von dieser Option verstärkt Gebrauch zu machen. Mit den Ländern, die für ihn die Bundesfernstraßen verwalten, soll ein Leitfaden erarbeitet werden, um die Planung und Realisierung solcher Projekte zu beschleunigen", erklärte der Staatssekretär im Verkehrsministerium Rainer Bomba anlässlich eines Gesprächs mit MdB Norbert Geis, dem Oberbürgermeister der Stadt Aschaffenburg Klaus Herzog, Bürgermeister Alzenau Walter Scharwies und dem Vorstand von SCHOTT Solar. Dr. Martin Heming begrüßte den politischen Besuch heute am SCHOTT Solar Standort in Alzenau.

"Wir dürfen das ökonomische und ökologische Potenzial der Doppelnutzung von Lärmschutz und Photovoltaik nicht ungenutzt lassen", sagt Dr. Martin Heming, CEO der SCHOTT Solar AG, nach dem Gespräch mit Rainer Bomba. Er führt weiterhin aus: "SCHOTT Solar ist in diesem Feld bereits seit 1995 aktiv und hat schon viele Projekte realisiert. Wir freuen uns, dass das Verkehrministerium das Thema aufgegriffen hat und sind gerne bereit, gemeinsam die Entwicklung voranzutreiben."

Ein Anwendungsbeispiel, an dem das Mainzer Solarunternehmen beteiligt war, ist ein Testfeld für Lärmschutz bei Inning am Ammersee auf der A 96 zwischen München und Lindau. Dort wurden 1997 drei 10 kW Photovoltaik-Pilotanlagen errichtet, die bis heute in Betrieb sind.

"Die SCHOTT Solar AG ist aufgrund ihrer führenden Technologie und ihrer Erfahrung im Markt ein wichtiger Ansprechpartner für uns. Viele Anlagen des Unternehmens sind seit Jahrzehnten erfolgreich im Einsatz. Dieses Argument hat uns in unserer Entscheidung für eine gemeinsame Initiative bekräftigt", so Rainer Bomba bei seinem Besuch in Alzenau.

Die Idee, Photovoltaik auf Schallschutzanlagen zu bauen, wurde 1989 von dem unabhängigen PV Fach-Ingenieurbüro TNC Consulting AG lanciert. Das Konzept der Doppelnutzung ermöglicht die Realisierung von Photovoltaik-Anlagen ohne zusätzlichen Flächenverbrauch.

Weitere Informationen unter www.schottsolar.de

SCHOTT Solar AG

SCHOTT Solar ermöglicht mit ihren hochwertigen Produkten, das nahezu unerschöpfliche Potenzial der Sonne als erneuerbare Energiequelle zu nutzen. Zu diesem Zweck produziert SCHOTT Solar wesentliche Komponenten für Photovoltaikanwendungen und Solarkraftwerke mit Parabolrinnentechnologie. In der Photovoltaikindustrie gehört das Unternehmen zu den wenigen integrierten Herstellern von kristallinen Siliciumwafern, Solarzellen und Photovoltaikmodulen. In der Dünnschichttechnologie zählt sich SCHOTT Solar wegen ihrer über 20jährigen Erfahrung zu den richtungsweisenden Unternehmen. Bei der Produktion von Receivern für Solarkraftwerke mit Parabolrinnentechnologie sieht sich SCHOTT Solar als Markt- und Technologieführer. Die Receiver sind Schlüsselkomponenten von Großkraftwerken, die auf Basis der Parabolrinnentechnologie zentral Strom aus Sonnenenergie erzeugen und damit ganze Städte versorgen können. SCHOTT Solar produziert in Deutschland, der Tschechischen Republik, den USA und in Spanien. Die Innovationskraft und technologische Kompetenz von SCHOTT Solar reichen zurück bis in die späten 1950er Jahre. Hauptaktionärin der SCHOTT Solar AG ist die SCHOTT AG, Mainz. SCHOTT entwickelt Spezialwerkstoffe, Komponenten und Systeme für die Branchen Hausgeräteindustrie, Pharmazie, Solarenergie, Elektronik, Optik und Automotive. Der SCHOTT Konzern erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2008/2009 mit rund 17.400 Mitarbeitern einen globalen Umsatz von 2,3 Milliarden Euro.



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