Größtes Teleskop der Welt mit Spiegelträger von SCHOTT auf La Palma eingeweiht

Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer, Vorsitzender des Vorstands der SCHOTT AG, als Ehrengast vor Ort/ SCHOTT lieferte Spiegelsegmente aus temperaturstabiler "Zerodur" Glaskeramik

(PresseBox) (La Palma/Mainz, ) Der neue Star unter den weltweiten Himmelsspähern ist das Gran Telescopio Canarias (Grantecan bzw. GTC) des Instituto de Astrofisica de Canarias (IAC) auf dem 2426 Meter hohen Roque de los Muchachos der Kanarenisel La Palma. Am heutigen Freitag wurde der rund 130 Millionen Euro teure Galaxienjäger in einer feierlichen Zeremonie vom spanischen König und der Königin offiziell seiner Bestimmung übergeben.

"Herzstück des weltgrößten Teleskops ist der aus 36 'Zerodur' Glaskeramiksegmenten von SCHOTT bestehende Primärspiegel mit einem Durchmesser von 10,4 Metern. Wir sind stolz, auch bei diesem Astroprojekt der Superlative mit unserer temperaturstabilen 'Zerodur' Glaskeramik dabei zu sein“, erklärte Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer, Vorsitzender des Vorstandes der SCHOTT AG, der als Ehrengast an der Einweihungszeremonie auf der Kanareninsel teilnahm.

Selbst bei großen Temperaturschwankungen dehnt sich das Material mit einem thermischen Ausdehnungskoeffizienten nahe Null praktisch nicht aus, so dass die Bilder aus dem Weltall klar und unverzerrt wiedergegeben werden. "Unsere Glaskeramik ist seit über 40 Jahren das Material der Wahl bei astronomischen Anwendungen“, so Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer. "SCHOTT ist seit über 100 Jahren mit optischen Gläsern Partner der Astronomie, pflegt intensive Kontakte zu weltweit führenden Astronomieinstituten und ist zuversichtlich, auch bei geplanten Zukunftsprojekten dabei zu sein“.

Die hohen Anforderungen an Qualität und Formgenauigkeit des Materials erfordern modernste Prozesstechnik. Da die Astronomen auf sehr große Genauigkeit Wert legten, setzte SCHOTT beim Grantecan-Projekt erstmalig ein mobiles 3D-Laser-Messsystem ein, das auf hundertstel Millimeter genau misst.

Der Hauptspiegel des Grantecan aus den nach innen gebogenen, sechseckigen "Zerodur“ Teilstücken - jedes 1,9 Meter breit, 8,5 Zentimeter dick und fast 500 Kilogramm schwer - verfügt über eine Fläche von 82 Quadratmetern. Ein ausgeklügeltes Träger-, Antriebs- und Sensorsystem sorgt dafür, dass diese Segmente perfekt gegeneinander eingestellt bleiben. Weitere sechs Segmente hat SCHOTT als Reserve nach Spanien ausgeliefert. Mit dem Observatorium durchmustern die Astronomen künftig das All sowohl im sichtbaren wie im infraroten Spektralbereich. Die Forscher wollen damit ferne Planeten und Galaxien entdecken und der Frage nachgehen, wie unser Universum entstanden ist.

SCHOTT AG

SCHOTT ist ein internationaler Technologiekonzern, der seine Kernaufgabe in der nachhaltigen Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen sieht. Dafür werden seit 125 Jahren Spezialwerkstoffe, Komponenten und Systeme entwickelt. Unsere Hauptmärkte sind die Branchen Hausgeräteindustrie, Pharmazie, Solarenergie, Elektronik, Optik und Automotive. Der SCHOTT Konzern ist mit Produktions- und Vertriebsstätten in allen wichtigen Märkten kundennah vertreten. Rund 17.300 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2007/2008 einen Weltumsatz von rund 2,2 Milliarden Euro. Die technologische und wirtschaftliche Kompetenz des Unternehmens ist verbunden mit der gesellschaftlichen und ökologischen Verantwortung. Die SCHOTT AG ist ein Unternehmen der Carl-Zeiss-Stiftung.

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