Recyclingunternehmen fordert strikte Umsetzung der Abfallhierarchie

Verbrennungsüberkapazitäten gefährden die Einhaltung der Verwertungsquoten

(PresseBox) (Essingen, ) Die Scholz-Gruppe gilt als Europas führendes Aufbereitungsunternehmen im Bereich der Stahl- und Metallschrottabfälle. Seit Inkrafttreten der TASi und der Altfahrzeugverordnung wurden in Deutschland etwa 30 Millionen investiert, um die stoffliche Verwertungsquote der Altfahrzeugverordnung einzuhalten. So gelten die Aufbereitungsanlagen für Shredderleichtund Shredderschwerfraktion der SRW GmbH am Standort Leipzig-Espenhain, einer hundertprozentigen Tochter der Scholz Recycling AG & Co. KG, als absolute Vorzeigeanlagen in Europa. Durch innovative und modernste Aufbereitungstechnologien ist das Unternehmen in der Lage, die unterschiedlichen Shredderrückstandsfraktionen konsequent in einzelne Stoffströme zu separieren und einer stofflichen Verwertung zuzuführen. Deshalb konnte bereits in 2006 erstmals nachgewiesen werden, dass es gelingt, die in der Altfahrzeugverordnung vorgesehene Gesamtverwertungsquote von 85 % sicher einzuhalten.

Derzeit besteht allerdings zunehmend die Gefahr, dass Überkapazitäten in der Müllverbrennung und im Bereich der Ersatzbrennstoffkraftwerke (EBS-Kraftwerke) die stoffliche Verwertung von Abfällen gefährden. Der VKS im VKU hat erst jüngst ermittelt, dass allein seit 2005 10,3 Millionen Tonnen an zusätzlichen Kapazitäten in der Müllverbrennung und in EBS-Anlagen entstanden sind. Der von Kommunen und privaten Unternehmen voran getriebene Ausbau der Verbrennungskapazitäten hat dazu beigetragen, dass beispielsweise eine Aufbereitung von Shredderleichtfraktion wirtschaftlich kaum mehr darstellbar ist.

"Überkapazitäten in der Verbrennung haben eine Sogwirkung auf alle organikhaltigen Abfälle", sagte Oliver Scholz, Vorstand der Scholz AG. "Dadurch besteht in Deutschland die Gefahr, dass Verwertungsquoten unterlaufen werden. So wird zukünftig auch die Umsetzung der neuen 5stufigen Abfallhierarchie nahezu unmöglich. Die Experten der Scholz-Gruppe sehen mittel- und langfristig nicht nur die Gefahr der direkten Verbrennung der Shredderleichtfraktion, sondern auch von zahlreichen Kunststofffraktionen, Altholz, gemischten Gewerbeabfällen und anderen Abfallströmen. Damit einher gehen würde eine wahre Vernichtung wertvollen Ressourcenpotenzials. Dies könne nicht im Sinne einer hochwertigen Kreislaufwirtschaft sein, zudem müsse das Klimapotenzial gesehen werden."Schließlich ist in der Zwischenzeit bewiesen, dass insbesondere die stoffliche Verwertung von Abfällen einen positiven Beitrag zum Klimaschutz leistet", sagte Oliver Scholz.

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