CeBIT 2009: Salzburg Research zeigt Software-Technologien für interaktives Fernsehen und präsentiert Zuschauerreaktionen zu "Olympia-interaktiv"

(PresseBox) (Salzburg, ) Rund 500 Testpersonen nahmen im August beim österreichweiten TV-Experiment "ORF interaktiv" des EU-Forschungsprojektes "LIVE-Staging of Media Events" teil. Diese neue Art des Fernsehens wurde von den Zuschauern sehr gut angenommen und geht es nach deren Wünschen, soll interaktives TV in Zukunft fixer Programmbestandteil sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine GfK-Umfrage, die in den Testhaushalten durchgeführt wurde.

Mit "ORF interaktiv" bekamen die Zuseher vier zusätzliche TV-Kanäle ins Wohnzimmer geliefert und konnten zwischen Live-Sportberichterstattung, Moderationen, Archivberichten, Sportlerinterviews und mehr wählen. Durch interaktive Angebote, wie beispielsweise Voting, erhielt der Regisseur die Zuseherpräferenzen in Echtzeit geliefert. Er konnte sofort auf die Wünsche reagieren und die entsprechenden Bilder anbieten.

"Olympia interaktiv" zum Nach-Sehen und die zugehörigen Software-Technologien gibt es auf der CeBIT von 6. bis 8. März 2009, im Futurepark, Halle 9, Stand C04.

Zuseher wollen interaktives Fernsehen

Der überwiegende Teil der Zuseher (85 Prozent) bewertet interaktives TV mit "sehr gut". Die höchste Zufriedenheit zeigten jene, die das Programm an allen drei Übertragungswochenenden nutzten. Geschätzt wurde die Möglichkeit, selbst als Programmgestalter tätig zu sein. Besonders die interaktiven Elemente, wie beispielsweise das Voting, haben es den Fernsehkonsumenten angetan.

Und geht es nach den Präferenzen der Zuseher, sollte interaktives TV in Zukunft öfter angeboten werden. Auf der Wunschliste ganz oben stehen Weltmeisterschaften, Wahlberichterstattung und Großereignisse aus dem Kulturbereich.

Menüführung und Navigation wurden als besonders benutzerfreundlich bewertet. Der Ein- und Ausstieg in die Anwendung und der Wechsel zwischen den angebotenen Kanälen hätte jedoch etwas rascher passieren können.

Neue Software-Technologien für intelligentes Medienmanagement

Bewährt haben sich im Feldversuch auch die im Hintergrund laufenden technischen Informationssysteme. Das von Salzburg Research entwickelte "Intelligent Media Framework" etwa empfing und verarbeitete im ORF-Zentrum pro Sendestunde 12.000 Nachrichten, verknüpfte und filterte diese und unterstützte dadurch den Produktionsleiter bei seinen Programmentscheidungen. Das Feedback der Zuseher und ihrer Wünsche wurde dem Regisseur in Echtzeit übermittelt.

Das innovative Programmformat geht über heutige Einkanal-Übertragungen weit hinaus, indem es auf bis zu fünf Kanälen unterschiedlichste TV-Inhalte - wie live Bilder der Kameras, Archivmaterial, Hintergrundberichte und Informationen über Athleten - miteinander in Beziehung setzte und die ZuseherInnen interaktiv an der Programmgestaltung teilhaben ließ.

Die Ergebnisse des Forschungsprojektes dürften weiterhin für Aufmerksamkeit sorgen. Wurden sie jüngst für den "IPTV World Series Award" nominiert (eingereicht von Telekom Austria, die ihre aonTVPlattform für das interaktive Olympia-TV zur Verfügung gestellt hat).

Salzburg Research ist die Forschungsgesellschaft des Landes Salzburg und betreibt angewandte Forschung und Entwicklung in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologien und Neue Medien. Die Anwendungsschwerpunkte konzentrieren sich auf die Themen Tourismus, Mobilität, Wissens- und Medienmanagement und Internet-Netzwerke.

Zusatzinformation

Das Forschungsprojekt "LIVE - Staging of Media Events" wird von der Europäischen Union finanziell unterstützt und dauert mehr als 3,5 Jahre. Unter der Leitung des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse und Informationssysteme forschen und entwickeln der ORF, die Salzburg Research Forschungsgesellschaft, die Kunsthochschule für Medien Köln, Atos Origin, die Universität Bradford, die Universität Laibach, die FH Köln und Pixelpark. (www.ist-live.org)

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