Sächsische Ärzte bewerten ihre Weiterbildung

(PresseBox) (Dresden, ) In ganz Deutschland haben Ärzte in Weiterbildung sowie ihre Weiterbildungsbefugten die ärztliche Weiterbildung zum Facharzt beurteilt. Nun liegen die Ergebnisse für Sachsen vor: Insgesamt gab es für den Freistaat die Note 2,4 (Schulnotensystem).

"Auch wenn sich das Gesamtergebnis sehen lassen kann, müssen wir kritische Aspekte beleuchten und Konsequenzen daraus ziehen", sagte Prof. Dr. med. habil. Jan Schulze, Präsident der Sächsischen Landesärztekammer. "Die Umfrage zeigt, dass wir ein lernendes System der facharztärztlichen Weiterbildung in Sachsen etabliert haben. Weiterbildungsbefugte sollten die Ergebnisberichte als Chance zu Verbesserungen wahrnehmen. Unsere Weiterbildungsgremien werden diesen Prozess aktiv unterstützen."

Vergleicht man die Bewertungen der einzelnen Fragenkomplexe durch die Weiterbildungsassistenten, so liegen die Mittelwerte in allen Bereichen zwischen den Noten 2 und 3. Mit einer 2+ haben die Betriebs- (2,07) und Entscheidungskultur (2,09) abgeschnitten. Ein besonderes Augenmerk ist auf die Kultur zur Fehlervermeidung (2,72) zu legen.

Die Ergebnisse der aktuellen Befragung zeigen auch, dass nach wie vor der ökonomische Druck den Arbeitsalltag von Ärzten in Weiterbildung bestimmt. Unbezahlte Überstunden, eine enorme Arbeitsverdichtung und immer mehr nichtärztliche organisatorische Tätigkeiten sind für Ärzte an der Tagesordnung. So dokumentierten bundesweit rund 60 Prozent der Weiterzubildenden, dass überbordende Bürokratie Patientenversorgung und Weiterbildung gleichermaßen behindern. Von den Weiterzubildenden, die Bereitschaftsdienste ausüben, können bundesweit fast 28,9 Prozent nie oder nur sehr selten die Ruhezeiten gemäß Arbeitszeitgesetz einhalten. Auch müssen 19,4 Prozent nach Beendigung ihres Bereitschaftsdienstes weiterarbeiten.

Der komplette Länderrapport kann auf der Homepage der Sächsischen Landesärztekammer über www.slaek.de abgerufen werden.

In der Anlage finden Sie Auswertung der Fragenkomplexe.

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