RWE bestätigt die Prognose für 2010

(PresseBox) (Essen, ) .
- Betriebliches Ergebnis steigt in den ersten sechs Monaten um 21 %
- Nachhaltiges Nettoergebnis im ersten Halbjahr um 23 % erhöht
- Politische Risiken für Energieversorger wachsen
- Konzern überprüft Mittelfristziele

RWE ist im ersten Halbjahr 2010 auf Erfolgskurs geblieben und steuert zum Jahresende auf ein erfreuliches Ergebnis zu. Das betriebliche Ergebnis stieg in der ersten Jahreshälfte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 21 % auf knapp 5 Mrd. Euro. Das nachhaltige Nettoergebnis - maßgeblich für die Dividende - erhöhte sich um 23 % auf 2,7 Mrd. Euro. Beim EBITDA verzeichnete RWE ein Plus von 22 % auf fast 6,2 Mrd. Euro. Der Außenumsatz stieg in den ersten sechs Monaten um 12 % auf 27,4 Mrd. Euro. Vor diesem Hintergrund bestätigt RWE die Ergebnisprognose für 2010 mit einem Wachstum beim betrieblichen Ergebnis und beim nachhaltigen Nettoergebnis von jeweils ca. 5 %. "Die Vorzeichen für eine attraktive Dividende stehen für unsere Aktionäre also weiterhin gut", so Dr. Jürgen Großmann, CEO der RWE AG.

Konzern überprüft Mittelfristziele

In einem generell unsicheren energiewirtschaftlichen Umfeld sieht sich RWE nicht nur mit dem Plan der Bundesregierung konfrontiert, eine Steuer auf Kernbrennstoffe einzuführen, sondern auch mit anhaltender Unklarheit über das angekündigte Energiekonzept. Vor diesem Hintergrund muss der Konzern die mittelfristigen Ziele bis einschließlich 2013 überprüfen. "Eine solche Steuer würde unsere Ertragskraft erheblich schmälern - und damit auch den finanziellen Spielraum für Investitionen in erneuerbare Energien, CO2arme Kraftwerke und zukunftsfähige Netze", erklärt Großmann. Die Politik stehe im Wort, klare Aussagen zur Zukunft der Kernenergie in Deutschland zu treffen und sie in ein tragfähiges Energiekonzept einzubinden. "Dies ist für unsere langfristig angelegten Investitionen zwingend erforderlich", so Großmann.

RWE hatte im Februar dieses Jahres Mittelfristziele veröffentlicht. Unter anderem sollte sich die Dividende in einem Korridor von 50 bis 60% des nachhaltigen Nettoergebnisses bewegen und bis einschließlich 2013 im jeweiligen Vorjahresvergleich mindestens stabil gehalten werden. Angesichts der wachsenden politischen Risiken und Belastungen müssen die mittelfristigen Ergebnisziele nun einer Prüfung unterzogen werden, ebenso die Investitionsplanung.

Strom- und Gasabsatz deutlich gestiegen

Der Außenabsatz von Strom und Gas hat sich im Halbjahres-Vergleich erhöht. Dieser Zuwachs ist hauptsächlich auf die Erstkonsolidierung von Essent zurückzuführen. Der Stromabsatz des RWE-Konzerns stieg um 8 % auf 155,3 Mrd. kWh, der Gasabsatz um 37 % auf 230,8 Mrd. kWh.

Ergebnis operativ verbessert

Die Ertragslage des Konzerns hat sich im ersten Halbjahr 2010 erneut verbessert - nicht nur wegen der erstmaligen Einbeziehung von Essent, sondern auch operativ. Dafür waren unter anderem die höhere Verfügbarkeit des Kernkraftwerks Biblis und Ergebnisverbesserungen der osteuropäischen Aktivitäten ausschlaggebend. RWE Supply & Trading blieb erwartungsgemäß weit hinter dem Vorjahresergebnis zurück, denn positive Sondereffekte, die das Gas-Midstream- Geschäft im Vorjahr geprägt hatten, blieben 2010 aus. Zusätzliche Belastungen ergaben sich aus der Tatsache, dass Absatzpreise für Gas zum Teil wesentlich niedriger waren als die Beschaffungspreise.

Bereinigt um Konsolidierungs- und Wechselkurseffekte, stieg das EBITDA um 9 % und das betriebliche Ergebnis um 10 %. Das Nettoergebnis verringerte sich trotz der guten operativen Lage, denn aus der Erfassung bestimmter Derivate-Geschäfte zur Absicherung von Commodity- Positionen ergaben sich hohe bilanzielle Belastungen im neutralen Ergebnis. Allerdings heben sich diese Ergebniseffekte zu einem späteren Zeitpunkt wieder auf. Das nachhaltige Nettoergebnis pro Aktie lag bei 5,15 Euro und damit fast einen Euro über dem hohen Vergleichswert im ersten Halbjahr 2009.

2,5 Mrd. Euro in Sachanlagen investiert

RWE hat seine Investitionen in Sachanlagen um 17% auf 2,5 Mrd. Euro gesteigert. Da diese Summe den operativen Mittelzufluss übertrifft, verzeichnet RWE im ersten Halbjahr 2010 einen negativen Free Cash Flow. Sachinvestitionen fließen derzeit in großem Maße in den Ausbau von CO2armer Erzeugungskapazität in den Kernmärkten und erneuerbarer Energien mit dem Schwerpunkt Wind und Biomasse. RWE Dea wird in den kommenden zwei Jahrzehnten 3,6 Mrd. US-$ in neue Gasfelder vor der Mittelmeer-Küste Ägyptens investieren. Dies ist die größte Einzelinvestition in der Geschichte von RWE Dea. Die Produktion soll 2014 anlaufen.

Mitarbeiterzahl leicht gestiegen

Die Zahl der Mitarbeiter wuchs zwischen dem 31. Dezember 2009 und dem 30. Juni 2010 leicht um 625 Vollzeitstellen. Konzernweit werden 71.351 Mitarbeiter beschäftigt, davon 57% in Deutschland.

Ausblick 2010

Die wirtschaftliche Erholung dürfte sich auch im laufenden Jahr weiter festigen. Der Konzern rechnet mit Zuwächsen beim Absatz in allen RWE-Strom- und Gasmärkten. Vor diesem Hintergrund hält RWE an der Prognose für 2010 fest. Die hohen Wachstumsraten des ersten Halbjahres lassen sich aber nicht auf das gesamte Geschäftsjahr hochrechnen. Das liegt unter anderem daran, dass sich im zweiten Halbjahr der positive Konsolidierungseffekt von Essent abschwächen wird, da der niederländische Versorger zum 30. September 2009 in den Konzern einbezogen wurde. Außerdem hat Essent wegen der Saisonalität des Geschäfts und wegen Sondereffekten den Großteil seiner Erträge bereits im ersten Halbjahr realisiert. Auch im Bereich Zentralost-/Südosteuropa dürfte sich die Wachstumsdynamik abschwächen.

Zukunftsbezogene Aussagen

Diese Pressemitteilung enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung des RWE-Konzerns und seiner Gesellschaften sowie wirtschaftliche und politische Entwicklungen beziehen. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder weitere Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr können wir für diese Aussagen daher nicht übernehmen.

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