PACK EXPO 2010

Neue Track-and-Trace-Lösung von Bosch erschwert Produktfälschungen

(PresseBox) (Gerlingen-Schillerhöhe, ) .
- Einheitliche Produktkennzeichnung mit individueller Seriennummer
- Zentrale Datenbank zur Rückverfolgung von Produkten
-Einfache Integration in bestehende Verpackungslinien

Das neue Track-and-Trace-System von Bosch Packaging Technology wird der Forderung der Pharmahersteller gerecht, das Risiko von Produktfälschungen erheblich zu verringern. Die Anzahl gefälschter Medikamente, die an europäischen Grenzen beschlagnahmt wurden, ist in den letzten fünf Jahren bedeutend angestiegen. Dies stellt weltweit eine wachsende Gefährdung für Patienten dar. Laut eines Berichts der Europäischen Kommission(1) wurden 2009 insgesamt 118 Millionen Produkte vom Zoll beschlagnahmt, von denen 10 Prozent medizinische Artikel waren. Durch das Track-and-Trace-System erhält jedes Produkt nach dem Verpacken einen eindeutigen Identifikationsaufdruck, der die Rückverfolgung individueller Produkte in der Zuliefererkette ermöglicht und das Erkennen von Produktfälschungen erleichtert. Darüber hinaus erhalten Hersteller eine Dokumentation aller produzierten Waren auf Artikelebene.

Das Track-and-Trace-System verwendet ein CPS-Modul (Carton-Printing-System), bestehend aus einem Drucker und einer Kamera, das jedes Produkt automatisch verifiziert und mit einem entsprechenden Aufdruck versieht. Der Aufdruck einer individuellen Seriennummer sowie des Ablaufdatums ermöglicht es, alle Produkte zurück zu verfolgen. Die aufgedruckten Informationen enthalten ebenfalls eine Chargennummer sowie eine GTIN (Global Trade Identification Number). Das System codiert diese Daten zu einer maschinenlesbaren 2D Data Matrix, die auf der Verpackung aufgedruckt wird und menschliches Versagen bei der Rückverfolgung ausschließt.

Die Kamera überprüft automatisch die Genauigkeit der Daten, indem sie jede aufgedruckte Ziffer liest und verifiziert (OCR/OCV). Innerhalb von Millisekunden vergleicht das System die Klarschriftzeichen mit der 2D Data Matrix. Eine zentrale Datenbank speichert alle Informationen, dies ermöglicht die Rückverfolgung (Track and Trace) des Produkts nach Verlassen der Fabrik. Die Datenbank lässt sich so einrichten, dass auch Aufsichtsbehörden wie die amerikanische Food and Drug Administration (FDA) oder staatliche Gesundheitsämter Ausdrucke der jeweiligen Daten erhalten. Die gesetzliche Festlegung des Serialisierungsprozesses von Pharmaprodukten ist bereits in verschiedenen Ländern wie der Türkei, Frankreich oder den USA etabliert oder in Planung.

"Wir bieten Track and Trace sowohl auf Maschinenebene in Verpackungslinien an als auch auf Anlagenebene, wo verschiedene Systeme mit derselben Datenbank arbeiten", sagt Franz Ludwig, Produktmanager für Track and Trace bei Bosch Packaging Technology. "Hersteller müssen keine Abstriche bei der Leistungsfähigkeit machen, um ein hohes Niveau hinsichtlich Produktionssteuerung und Produkthaftung aufrechtzuerhalten. Mit dieser Lösung haben Produktpiraten keine Chance mehr."

Diese innovative Lösung ist in bestehende Linien integrierbar, einschließlich Verpackungsmaschinen, Kontrollwaagen, Druckmodule für Kartons und Flaschen, Packtische sowie Validierungsvorrichtungen zur Qualitätskontrolle. Das CPS-Modul mit Drucker und Kamera ist auf eine minimale Beeinträchtigung der Gesamtausbringung ausgerichtet. Es bietet durchweg hohe Effizienzwerte oder Overall Equipment Effectiveness (OEE), da die Auswirkungen auf die Produktionsleistung minimiert werden und eine volle Integration in das Gesamtsystem gewährleistet ist. Dies sichert eine unverändert hohe Geschwindigkeit und Flexibilität zur Handhabung unterschiedlicher Produktformate bei einzigartiger Druckqualität und Zuverlässigkeit.

(1) Bericht des Zolls in der EU zur Durchsetzung der Rechte des geistigen Eigentums der Europäischen Kommission in 2009

Robert Bosch GmbH

Bosch Packaging Technology mit Sitz in Waiblingen ist der führende Anbieter von Gesamtlösungen für Verpackungs- und Prozesstechnik. Der Geschäftsbereich Packaging Technology entwickelt und produziert in 16 Ländern und vertreibt weltweit Module und Systeme für die Pharma-, Süßwaren-, Kosmetik- sowie die Food- und Non-Food-Industrie. Serviceleistungen ergänzen das Leistungspaket. Mehr Informationen unter www.boschpackaging.com.

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen. Mit Kraftfahrzeug- und Industrietechnik sowie Gebrauchsgütern und Gebäudetechnik erwirtschafteten rund 275 000 Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von 38,2 Milliarden Euro. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre mehr als 300 Tochter- und Regionalgesellschaften in über 60 Ländern; inklusive Vertriebspartner ist Bosch in rund 150 Ländern vertreten. Dieser weltweite Entwicklungs-, Fertigungs- und Vertriebsverbund ist die Voraussetzung für Wachstum. Pro Jahr gibt Bosch mehr als 3,5 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aus und meldet rund 3 800 Patente weltweit an. Mit allen seinen Produkten und Dienstleistungen fördert Bosch die Lebensqualität der Menschen durch innovative und nutzbringende Lösungen.

Das Unternehmen wurde 1886 als "Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik" von Robert Bosch (1861-1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen, langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 Prozent bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte sind mehrheitlich bei der Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Mehr Informationen unter www.bosch.com.

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