Europäisches Parlament verabschiedet ESP®-Pflicht

Umfangreiches Maßnahmenpaket für mehr Sicherheit im Straßenverkehr

(PresseBox) (Gerlingen-Schillerhöhe, ) .
- ESP®-Vorschrift für neue Pkw- und Nfz-Modelle ab November 2011, für alle Neufahrzeuge ab November 2014
- Im ersten Halbjahr 2008 bereits 81 Prozent aller neu zugelassenen Pkw in Deutschland mit ESP®, in Europa 53 Prozent
- ESP®-Pflicht in den USA bis zu einem Fahrzeuggewicht von 4,5 Tonnen vom Modelljahr 2012 an bereits verabschiedet

Einer ESP®-Pflicht für alle Neufahrzeuge hat das Europäische Parlament am 10.03.2009 zugestimmt. Der Regelung zufolge müssen vom November 2011 an alle neuen Pkw- und Nutzfahrzeugmodelle, die in der Europäischen Union zugelassen werden, mit dem aktiven Sicherheitssystem ausgerüstet werden. Vom November 2014 an gilt dies für alle Neufahrzeuge. Die Vorlage muss abschließend noch vom Ministerrat verabschiedet werden. Die Unfallforschung zeigt, dass Schleudern die Hauptursache für tödlich verlaufende Unfälle ist. "ESP® kann bis zu 80 Prozent aller Schleuderunfälle verhindern", fasst Dr. Werner Struth, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Chassis Systems Control, die Ergebnisse internationaler Studien zusammen. "Das System ist daher nach dem Sicherheitsgurt das wichtigste Sicherheitssystem im Auto." Bosch hat das Elektronische Stabilitäts-Programm entwickelt und 1995 als weltweit erstes Unternehmen in Serie produziert. Im ersten Halbjahr 2008 waren einer Auswertung von Bosch zufolge bereits 53 Prozent aller Neuzulassungen in Europa mit ESP® ausgestattet, in Deutschland 81 Prozent.

Neue Regelungen steigern Sicherheit und Umweltfreundlichkeit

Die ESP®-Pflicht ist Teil eines umfangreichen Maßnahmenpakets, mit dem die Europäische Union die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen und den Kraftstoffverbrauch senken will: So sind für Nutzfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 3,5 Tonnen und für Fahrzeuge zur Personenbeförderung mit mehr als acht Sitzplätzen vom November 2013 (neue Modelle) bzw. November 2015 (Neuzulassungen) an neben ESP® auch vorausschauende Notbremssysteme sowie Spurhalteassistenten vorgeschrieben. Eine Verringerung des Kraftstoffverbrauchs sollen die Verpflichtung rollwiderstandsarmer Reifen sowie von Reifendrucküberwachungssystemen vom November 2012 an bewirken. Des Weiteren werden über 50 bestehende EU-Richtlinien und über 100 Änderungsvorschriften aufgehoben und soweit möglich durch UN/ECE- Regelungen ersetzt. Die US-Verkehrsbehörde NHTSA hat bereits 2007 eine Vorschrift erlassen, nach der Fahrzeuge bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht von 4,5 Tonnen vom Modelljahr 2012 an serienmäßig mit ESP® auszustatten sind.

Europaweit aktiv für mehr Verkehrssicherheit

Die Europäische Kommission hat es sich 2001 zum Ziel gesetzt, die Zahl der Verkehrstoten in der EU von damals 50 000 bis zum Jahr 2010 zu halbieren. Die hierfür aufgesetzten Programme unterstützt Bosch als einer der führenden Zulieferer von ESP® und anderer Techniken der Fahrzeugsicherheit seit vielen Jahren. So war Bosch 2004 Gründungsmitglied der "EU-Charta für Verkehrssicherheit" und engagiert sich auch bei der Informationskampagne "ChooseESC!", die über die Kommunikation des ESP®-Nutzens die Ausstattungsrate erhöhen möchte. 2006 lag die Zahl der Verkehrstoten in der EU bei 39 500.

Das Elektronische Stabilitäts-Programm (ESP®) unterstützt den Fahrer in nahezu allen kritischen Fahrsituationen. Es enthält die Funktionen des Antiblockiersystems (ABS) und der Antriebsschlupfregelung (ASR). Darüber hinaus erfasst es Schleuderbewegungen des Fahrzeugs und wirkt diesen aktiv entgegen. Die Vereinigung Euro NCAP (European New Car Assessment Programme), die die Sicherheit von Fahrzeugen anhand simulierter Unfallsituationen testet und bewertet, berücksichtigt das aktive Sicherheitssystem seit Februar 2009 in ihrem neuen Bewertungsverfahren. Von 2010 an können Fahrzeugmodelle entsprechend der neuen Richtlinien nur noch dann die Höchstwertung von fünf Sternen erreichen, wenn sie serienmäßig mit ESP® ausgerüstet werden.

Robert Bosch GmbH

Die Bosch-Gruppe ist ein international führendes Technologie- und Dienstleistungsunternehmen.Mit Kraftfahrzeug- und Industrietechnik sowie Gebrauchsgütern und Gebäudetechnik erwirtschafteten rund 282 000 Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2008 nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von rund 45 Milliarden Euro. Die Bosch-Gruppe umfasst die Robert Bosch GmbH und ihre mehr als 300 Tochter- und Regionalgesellschaften in über 60 Ländern; inklusive Vertriebspartner ist Bosch in rund 150 Ländern vertreten. Dieser weltweite Entwicklungs-, Fertigungs- und Vertriebsverbund ist die Voraussetzung für weiteres Wachstum. Pro Jahr gibt Bosch mehr als drei Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aus und meldet über 3 000 Patente weltweit an. Mit all seinen Produkten und Dienstleistungen fördert Bosch die Lebensqualität der Menschen durch innovative und nutzbringende Lösungen.

Das Unternehmen wurde 1886 als "Werkstätte für Feinmechanik und Elektrotechnik" von Robert Bosch (1861-1942) in Stuttgart gegründet. Die gesellschaftsrechtliche Struktur der Robert Bosch GmbH sichert die unternehmerische Selbständigkeit der Bosch-Gruppe. Sie ermöglicht dem Unternehmen, langfristig zu planen und in bedeutende Vorleistungen für die Zukunft zu investieren. Die Kapitalanteile der Robert Bosch GmbH liegen zu 92 % bei der gemeinnützigen Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Stimmrechte sind mehrheitlich bei der Robert Bosch Industrietreuhand KG; sie übt die unternehmerische Gesellschafterfunktion aus. Die übrigen Anteile liegen bei der Familie Bosch und der Robert Bosch GmbH.

Mehr Informationen unter www.bosch.com.

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