Digitale Hochgeschwindigkeitskinematographie erlaubt quantitative Betrachtung von Stimmlippenbewegungen

1st Meeting of the European Academy of Otorhinolarygology (EAORL/ HNS) / Richard Wolf bietet breites Portfolio für OP sowie Human- und Veterinärmedizin

(PresseBox) (Knittlingen/Mannheim, ) Die Stimme ist das akustische Produkt der Kehlkopf-Funktion als wesentliche Struktur der Phonationsorgane. Einen besonderen diagnostischen Wert bei Störungen besitzt neben der morphologischen Beurteilung die funktionelle Untersuchung des Kehlkopfes. Deshalb ist eine rationelle Diagnostik die Grundvoraussetzung für eine gezielte und individuelle Therapie zur Wiederherstellung oder Verbesserung der Stimmqualität- und leistung.

Als Untersuchungsverfahren zur Beurteilung der Stimmlippenschwingungen während der Phonation steht bisher hauptsächlich die indirekte Lupenlaryngoskopie mit Stroboskopie zur Verfügung. Wegen der hohen Grundfrequenz der Stimmlippenschwingungen während der Phonation können die Bewegungsabläufe mit den bisher gebräuchlichen klinischen Untersuchungsmethoden nicht immer ausreichend dargestellt werden. Zudem bieten die bisherigen Untersuchungsmethoden mit auditiver, akustisch apparativer Diagnostik (z. B. Stimmfeld) und lupenstroboskopischer Kehlkopfuntersuchung manchmal uneinheitliche Befunde. In den letzten Jahren wurde das System der Hochgeschwindigkeitsglottographie entwickelt, welches es erlaubt, bis zu 4000 Bilder pro Sekunde anzufertigen. Damit steht nun erstmals ein Untersuchungsinstrumentarium zur Verfügung, mit dem das Schwingungsverhalten der Stimmlippen in den Bereichen des normalen Tonumfangs der menschlichen Gesangsstimme (ca. 60-1000 Hz) darstellbar ist.

Richard Wolf kombiniert ein spezielles Laryngoskop, eine kontinuierliche Lichtquelle und eine digi-tale Bildverarbeitung zur HRES ENDOCAM. Dieses komplette Diagnosesystem ermöglicht dem Untersucher eine exaktere und erweiterte Beurteilung von stimmphysiologischen und -pathologi-schen Parametern. Durch die höhere zeitliche Auflösung werden periodische Abweichungen ein-zelner Stimmlippenbewegungen exakt erfasst, selbst ohne Audiosignal.

Unmittelbar nach der Aufzeichnung beginnt die Verarbeitung im Software-Komplex des ENDOCAM-Systems. Die weiterentwickelte Videosoftware ist in der Lage, die aufgezeichneten Bildinformationen unmittelbar zu diagnostischen Darstellungen zu verarbeiten. Über jeden Punkt der Glottis können im Rechner Achsen definiert und deren Bewegungsmuster dann als digitales Kymogramm dargestellt werden.

Durch die Vielzahl der Bilder ist es so erstmals möglich, die Einschwingbewegungen der Stimmbänder aufzuzeichnen, darzustellen und zu beurteilen.

Anatomische Besonderheiten, Fehlbildungen oder auch pathologische Strukturen können im Be-wegungsablauf beobachtet werden, und der Untersucher erhält Informationen über den Luftstrom während des Sprechens, was vor allem bei Phonationsphasen oder Asphonie die funktionelle Be-wertung verbessert.

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