Online-Umfrage zur Online-Strafanzeige

Studie von Bonner Kriminologen zur Akzeptanz der "Anzeige per Mausklick"

(PresseBox) (Bonn, ) Mehr als 1.000 Bürger aus Bonn und Umgebung bekommen in den nächsten Tagen eine Mail von der Polizei: Jeder, der im vergangenen Jahr über das Internetportal der Bonner Polizei eine Strafanzeige gestellt hat, wird nun gebeten, bei einer Online-Umfrage zu diesem Thema mitzumachen. Die Teilnahme ist vollkommen anonym und freiwillig. Kriminologen der Universität Bonn haben die Umfrage konzipiert. Sie erhoffen sich Aussagen über die Akzeptanz der "Anzeige per Mausklick" sowie über die Motive und Erfahrungen derjenigen, die dieses neue Angebot nutzen.

Das Internet bietet nicht nur Raubkopierern oder Betrügern völlig neue Möglichkeiten, sondern auch denjenigen, die von einer Straftat betroffen sind: Sie müssen für eine Anzeige nicht mehr das Revier aufsuchen, sondern können einfach online einen entsprechenden Bogen ausfüllen. "Wir wollen herausfinden, wie dieses Verfahren angenommen wird - ob es beispielsweise auch Betroffene nutzen, die sonst nie eine Anzeige gestellt hätten", erklärt Dr. Werner Rüther vom Kriminologischen Seminar der Universität Bonn.

Rüther hat mit seinen Mitarbeitern einen Online-Fragebogen zur Online-Anzeige entwickelt. Damit wollen die Kriminologen unter anderem klären, inwieweit das Internet den gesellschaftlichen Umgang mit Kriminalität verändert. Das nordrhein-westfälische Innenministerium und das Polizeipräsidium Bonn unterstützen das Projekt. So sendet die Polizei in den nächsten Tagen für einen Vortest all denjenigen eine Mail, die im Jahr 2004 über das Bonner Internet-Portal eine Strafanzeige gestellt haben - insgesamt mehr als 1.000 Personen. Die spätere Hauptuntersuchung umfasst dann eine repräsentative Zufallsstichprobe aller Nutzer des neuen Angebots in Nordrhein-Westfalen.

Die Ergebnisse sollen auch Anhaltspunkte liefern, wie die Online-Anzeigen für die offizielle Kriminalstatistik zu interpretieren sind. Nicht zuletzt erhoffen sich die Beteiligten Hinweise darauf, wie sich die Online-Anzeigebögen noch praxisgerechter und bürgernäher gestalten lassen.

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