Westeuropäische Pkw-Nachfrage dreht nach den ersten sieben Monaten ins Minus

(PresseBox) (Essen-Kettwig, ) .
- Überhöhtes Vorjahr und das Auslaufen der letzten Verschrottungsprämien sorgen im Juli für einen Rückgang von 18 Prozent
- In den ersten sieben Monaten wurden 8,1 Millionen Pkw neu zugelassen, 1,4 Prozent weniger als im Vorjahr
- BMW als einzige TOP 10 Marke im Juli über Vorjahr
- Gesamtjahr 2010 wird sieben Prozent unter Vorjahr bleiben

Die Pkw-Neuzulassungen in Westeuropa sprangen im Juli zwar knapp über die Millionen-Grenze, lagen aber mit 18 Prozent deutlich unter dem Vorjahresergebnis. Grund für diesen Rückgang ist das Auslaufen der letzten Verschrottungsprämien sowie ein überhöhtes Vorjahresergebnis. Dies ist das Resultat einer aktuellen Analyse des Beratungsunternehmens R. L. Polk aus Essen.

Im Gegensatz zu den letzten Monaten lagen im Juli alle wichtigen westeuropäischen Märkte im Minus. Während man sich in Deutschland schon seit Jahresanfang an diese Entwicklung gewöhnt hat, kommt nun auch in Großbritannien, Italien, Frankreich und Spanien das Auslaufen der dortigen Verschrottungsprämien zum Tragen. In Spanien dämpft zeitgleich eine Mehrwertsteuererhöhung um zwei Prozentpunkte die ohnehin schwache Nachfrage. Auch für die nächsten Monate erwarten die Analysten von Polk aufgrund der hohen Vorjahreswerte deutlich negative Wachstumsraten.

Bei der Markenbetrachtung schneiden die Hersteller, die im letzten Jahr von den Verschrottungsprämien am stärksten profitierten, nun am schlechtesten ab. Besonders hart hat es Fiat mit einem Minus von fast 35 Prozent getroffen. Aber außer Renault mussten auch alle anderen Volumenhersteller im letzten Monat zweistellige Rückgänge hinnehmen. Die drei deutschen Premium-Marken Audi, BMW, Mercedes schnitten vergleichsweise gut ab und konnten sich alle drei unter den Top 10 platzieren. Besonders hervorzuheben ist BMW. Die Münchner sind als einzige Marke der besten Zehn sowohl im Juli als auch in der Summe der ersten sieben Monate im Plus.

2010 werden die gesamten westeuropäischen Pkw Neuzulassungen mit 12,7 Millionen zirka sieben Prozent unter dem Vorjahr liegen. "Angesichts der enormen Stützungsmaßnahmen im letzten Jahr ist dies ein gutes Ergebnis. Zwar ist die Absatzkrise in Westeuropa noch nicht ganz überwunden, aber bereits für 2011 ist mit einem Anstieg der Nachfrage auf über 13 Millionen Pkw zu rechnen", so das Fazit der Essener Marktforscher von Polk.

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