QIAGEN und Roche legen Rechtsstreit über Vertriebsvereinbarung für TheraScreen Tests zur therapiebegleitenden Diagnostik bei

(PresseBox) (Hilden, ) Die QIAGEN N.V. (NASDAQ: QGEN; Frankfurt, Prime Standard: QIA) gab heute den Abschluss einer Vereinbarung mit Roche Molecular Systems Inc., einer Tochter der Roche Holding AG (ROG.VX), bekannt, die einen Rechtsstreit über Distributionsrechte für bestimmte, von QIAGENs Tochterfirma DxS Ltd. in Manchester entwickelte und produzierte therapiebegleitende Diagnostika beilegt. Beide Parteien haben daraufhin ihre gegenseitigen, bei einem US Bezirksgericht in New York anhängigen Klagen zurückgezogen.

Laut der Vereinbarung behält Roche seine Rechte zum Vertrieb zweier Tests (KRAS und EGFR), die es derzeit unter dem Markennamen TheraScreen® verkauft, sowie - abhängig vom Eintreten bestimmter Umstände - die Rechte zum Vertrieb künftiger Varianten dieser Produkte. QIAGEN erhält ebenfalls Rechte zur Distribution dieser Tests unter dem Markennamen QIAGEN sowie exklusive Vertriebsrechte für alle anderen Tests, einschließlich zukünftig von QIAGENs Niederlassung in Manchester entwickelter Produkte. QIAGEN plant, seine Tests unter dem Namen QIAGEN TheraScreen® zu vermarkten. Darüber hinaus räumt die Vereinbarung Roche die Option ein, eines der beiden Testprodukte, das TheraScreen® EGFR Mutation Kit, über die bis 2011 geltende Laufzeit hinaus zu vertreiben.

"Wir freuen uns, gemeinsam mit Roche diese Einigung gefunden zu haben", sagte Peer Schatz, Vorstandsvorsitzender von QIAGEN. "Dank dieser Vereinbarung besteht nun eine klare Vertriebsregelung für QIAGENs führende TheraScreen-Tests zur therapiebegleitenden Diagnostik. Solche Produkte erlauben es Ärzten, Therapien individuell anzupassen. Dadurch tragen Sie dazu bei, Gesundheitskosten in erheblichem Umfang zu senken und Patienten mit schweren Erkrankungen schädliche Behandlungen zu ersparen."

"Wir sind sehr erfreut über den Fortbestand der Vertriebsvereinbarung. Wir werden weiterhin DxS TheraScreen therapiebegleitende Tests bereitstellen, die das Potenzial haben, die Behandlung von Krebspatienten zu verbessern", sagte Dr. Paul Brown, Präsident und Vorstandsvorsitzender von Roche Molecular Systems.

Hintergrund:

Personalisierte Medizinansätze die auf den molekularen Patientenprofilen basieren, spielen heute eine zunehmend wichtige Rolle bei der Behandlung von Herzkreislauf- und neurologischen Erkrankungen sowie vor allem von Krebs. Die Anzahl molekularer Marker für unterschiedliche Therapien und Indikationen steigt beständig. Bislang wurden von der U.S. Zulassungsbehörde FDA 32 genomische Biomarker in Zusammenhang mit von ihr zugelassenen Medikamenten identifiziert. In den letzten zehn Jahren wuchs der Markt für Medikamente für den Einsatz in der personalisierten Medizin auf zuletzt 13 Milliarden US-Dollar, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 24% entspricht.

Über Roche

Roche mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ein führendes, forschungsorientiertes Unternehmen, ist spezialisiert auf die beiden Geschäfte Pharma und Diagnostics. Als weltweit größtes Biotech-Unternehmen entwickelt Roche klinisch differenzierte Medikamente für die Onkologie, Virologie, Entzündungs- und Stoffwechselkrankheiten und Erkrankungen des Zentralnervensystems. Roche, ein Pionier im Diabetesmanagement, ist auch der weltweit bedeutendste Anbieter von Invitro-Diagnostik und gewebebasierten Krebstests. Medikamente und Diagnostika, welche die Gesundheit, die Lebensqualität und die Überlebenschancen von Patienten entscheidend verbessern sind das strategische Ziel der personalisierten Medizin von Roche. 2009 beschäftigte Roche weltweit über 80.000 Mitarbeitende und investierte fast 10 Milliarden Franken in die Forschung und Entwicklung. Der Konzern erzielte einen Umsatz von 49,1 Milliarden Franken. Genentech, USA, gehört vollständig zur Roche-Gruppe. An Chugai Pharmaceutical, Japan, hält Roche die Mehrheitsbeteiligung. Das Unternehmen beschäftigt in Deutschland über 13.000 Mitarbeitende, davon rund 7.500 in Mannheim.

QIAGEN N.V.

QIAGEN N.V. ist eine niederländische Holdinggesellschaft und weltweit führender Anbieter von Probenvorbereitungs- und Testtechnologien. Probenvorbereitungstechnologien werden eingesetzt, um DNA, RNA und Proteine aus biologischen Proben wie Blut oder Gewebe zu isolieren und für die Analyse vorzubereiten. Testtechnologien werden eingesetzt, um solche isolierten Biomoleküle sichtbar zu machen. QIAGEN entwickelt Verbrauchsprodukte sowie Lösungen zu deren Automatisierung und verkauft seine Produkte weltweit an molekulardiagnostische Labore, die akademische Forschung, pharmazeutische und biotechnologische Unternehmen sowie an Kunden in Märkten für angewandte Testverfahren (u.a. Forensik, Veterinär- und Lebensmitteltestung, pharmazeutische Prozesskontrolle). QIAGENs Testtechnologien umfassen eines der weltweit breitesten Portfolios an molekulardiagnostischen Tests. Dieses beinhaltet auch den digene HPV Test, der als Goldstandard in der Erkennung von Hochrisiko-Typen der Humanen Papillomviren (HPV) gilt, der primären Ursache für die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs. Zum Portfolio gehört auch eine breite Palette an Nachweisverfahren für Infektionskrankheiten sowie therapiebegleitende Diagnostika. QIAGEN beschäftigt weltweit über 3.500 Mitarbeiter an über 30 Standorten. Weitere Informationen über QIAGEN finden Sie unter http://www.qiagen.com/.

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