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16. Internationale Passivhaustagung mit umfassender Ausstellung eröffnet in Hannover

Mehr als 1.000 Experten aus 45 Nationen tagen beim weltweit wichtigsten Kongress für energieeffizientes Bauen und Modernisieren am 4. und 5. Mai 2012 im Hannover Congress Centrum (HCC)

(PresseBox) (Hannover, ) Bei der Eröffnung am 4. Mai 2012 sagte Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil: "Wenn die Energiewende gelingen soll, dann müssen wir entscheidend vorankommen beim Thema Energiesparen." Der Physiker und Umweltexperte Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker forderte vor den mehr als 1.000 Tagungsteilnehmern: "Was wir jetzt brauchen ist ein Äquivalent zum Erneuerbaren Energien Gesetz - und zwar für Effizienz". Prof.


Dr. Wolfgang Feist, Leiter des Passivhaus Instituts, nahm die Eröffnung der 16. Internationalen Passivhaustagung zum Anlass, der Europäischen Kommission und den Mitgliedsstaaten den Vorschlag zu unterbreiten, mit dem größten Investitionsprogramm seit 60 Jahren eine umfassende Energiewende in Europa herbeizuführen, von der alle profitieren können. Mit einer Impulsförderung von 80 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche für die Sanierung mit einer mindestens 85-prozentigen Energieeinsparung könnten in der EU innerhalb weniger Jahrzehnte alle Nachkriegsbauten auf zeitgemäßen Komfortstandard verbessert werden.

Internationale Tagungsteilnehmer

Bei der diesjährigen Tagung kommt etwa die Hälfte der Teilnehmer aus nicht deutschsprachigen Ländern, besonders viele sind aus Südkorea, Japan, den USA, Großbritannien, Norwegen, Belgien und Frankreich angereist. In 16 Arbeitsgruppen präsentieren 90 Referenten die Umsetzungen und Erfahrungen mit dem Passivhaus-Standard im Neubau und bei der Sanierung. Eingesetzt wird das Passivhaus in den unterschiedlichen Klimazonen und auch im Bereich des Nichtwohnbaus bis hin zum Krankenhausbau; die Einsparungen an Energie und damit CO2 liegen im Bereich von 80 Prozent gegenüber herkömmlichen Neubauten. Weltweit bieten bereits 40.000 Passivhäuser auf 20 Millionen Quadratmetern ihren unterschiedlichsten Nutzern höchsten Komfort und ersparen ihnen jährlich 240 Millionen Euro an Energiekosten.

Passivhaus-Ausstellung mit breiter Produktpalette

Begleitend zur Tagung präsentieren rund 100 Aussteller im HCC ihre Produkte: Das Angebot reicht von Passivhauskomponenten wie Fenstern mit 3-Scheiben-Wärmeschutzverglasung und Komfortlüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung bis hin zu Heizsystemen, Wärmedämmungen und Solaranlagen. Zu den Ausstellern zählen Hersteller, Bauunternehmen, Energieberater, Architektur- und Ingenieurbüros sowie Fachverbände und andere Organisationen - darunter auch viele aus der Region Hannover.

Die Öffnungszeiten sind am Freitag, 4. Mai, von 9.00 bis 19.00 Uhr und am Sonnabend, 5. Mai, von 9.00 bis 17.00 Uhr. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.

Veranstalter der Passivhaustagung sind der enercity-Fonds proKlima und das Passivhaus Institut. Weitere Informationen zu Tagung und Ausstellung:

www.proklima-hannover.de
www.passivhaustagung.de

Über die proKlima GbR

Der im Juni 1998 gegründete Klimaschutzfonds proKlima ist bis heute europaweit einzigartig. Finanziert wird proKlima von den Städten Hannover, Hemmingen, Laatzen, Langenhagen, Ronnenberg und Seelze (zusammen das proKlima-Fördergebiet) sowie der Stadtwerke Hannover AG (enercity). enercity trägt den Großteil des jährlichen Fondsvolumens von rund fünf Millionen Euro. proKlima bewilligte von 1998 bis 2011 Fördermittel in Höhe von circa 49 Millionen Euro. Die Vergabe des Geldes erfolgt nach festgelegten Kriterien: Die CO2-Effizienz, die absolute CO2-Reduzierung, die Multiplikatorenwirkung und der Innovationsgrad der Maßnahmen sind dabei ausschlaggebend. Mit Know-how und Zuschüssen unterstützt proKlima vor allem die Einsparung von Heizenergie und Strom.

Ein Schwerpunkt der Förderprogramme ist das energieeffiziente Bauen und Modernisieren. Gefördert werden zum Beispiel Wärmedämmungen, Komfortlüftungsanlagen, neue Fernwärmeanschlüsse, Blockheizkraftwerke, Solarwärme- und Holzheizanlagen. Ziel ist unter anderem die weitere Etablierung des energiesparenden Passivhaus-Standards. Eine wichtige Rolle spielt zudem die individuelle Beratung durch Experten: Zum Beispiel geben von proKlima gelistete Stromlotsen bei Vor-Ort-Terminen Tipps zum Stromsparen und PV-Lotsen helfen bei der Realisierung von Photovoltaikanlagen. Darüber hinaus gehört auch die Ausstattung von Schulen mit Unterrichtsmaterialien zu den Themen Klimaschutz und erneuerbare Energien zu den Aufgaben des enercity-Fonds.

www.proklima-hannover.de

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