Recht und Ordnung bitte auch im Internet

Umfrage des Instituts für Strategieentwicklung (IFSE) an der Uni Witten/Herdecke zeigt: Keine einfache Übertragung aus der Offline-Welt

(PresseBox) (Witten, ) Deutschlands Webaktive lehnen eine Übertragung von bestehendem Recht auf das Internet zwar ab, dennoch spricht sich eine profunde Mehrheit gegen vollkommene Rechtsfreiheit im Internet aus. "Beim Thema Recht und Ordnung der Internetgesellschaft stehen wir immer noch am Anfang", so Hergen Wöbken, Geschäftsführer des IFSE. "Die Gruppe von 6.67 Millionen Aktiven im Netz lehnt eine bloße Übertragung von Recht und Gesetz aus der bisherigen Welt in das Internet ab. Die Logik von Online-Welt und Offline-Welt sind oft nicht kompatibel. Im Internet werden nur die Regeln akzeptiert, die aus der Logik des Internet im Internet entstehen."

Die Webaktiven sind in allen Bereichen des Lebens aktiv, sozial vernetzt, interessiert an Kultur und Politik, gut gebildet und informiert. Während die Bedeutung alter Tugenden wie Disziplin und Verschwiegenheit abnimmt, stehen Flexibilität und Solidarität hoch im Kurs. Die private Nutzung von urheberrechtlich geschützten Inhalten, so genannter Raubkopien, ist in den vergangenen drei Jahren nach Auskunft der Webaktiven zurückgegangen. Ein Grund dafür sind kostenfreie wie kostenpflichtige alternative Angebote.

Kampagnen gegen das unerlaubte Kopieren von Musik und Filmen werden von der Mehrheit der Webaktiven aber abgelehnt. Es gibt eine ganz klare Haltung der Webaktiven zum Raubkopieren: Während 82 Prozent die Bestrafung der illegalen privaten Nutzung von urheberrechtlich geschützten Inhalten ablehnen, sprechen sich 81 Prozent für eine Bestrafung der illegalen gewerblichen Nutzung aus.

Das Institut für Strategieentwicklung (IFSE) veröffentlicht im November via Blog, Twitter und facebook vier Wochen lang Ergebnisse einer Umfrage unter 6.67 Millionen Internetnutzern in Deutschland im Alter von 14 bis 64 Jahren. Die Untersuchung des An-Instituts der Wittener Fakultät für Wirtschaftswissenschaft fand im Rahmen der Studie ?Digitale Mentalität' statt, die von 2008 bis 2010 durchgeführt wurde.

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