Weltwirtschaft: CEOs glauben an ihr Unternehmen

Studie "15th Annual Global CEO Survey 2012"

(PresseBox) (Davos/Zürich, ) Ein Grossteil der CEOs weltweit beurteilte vor einem Jahr die Weltwirtschafts-entwicklung positiv. Jetzt erwarten noch 15 Prozent, dass sich die Situation in den nächsten zwölf Monaten verbessern wird. Dennoch gehen viele CEOs nicht in die Defensive: 35 Prozent der Schweizer CEOs bzw. 40 Prozent der CEOs weltweit gehen davon aus, dass ihr Unternehmen wächst. Ein wichtiges Thema für die CEOs weltweit bleibt, qualifizierte Mitarbeiter zu finden und zu halten. Diese und weitere Erkenntnisse gehen aus der jährlichen Studie "Global CEO Survey" von PwC hervor, die am World Economic Forum in Davos veröffentlicht wird. An der Umfrage nahmen weltweit 1258 CEOs teil, 49 davon aus der Schweiz.

Die befragten CEOs rechnen mit einer weiteren Verschlechterung der Weltwirtschaft. Dennoch vertrauen sie auf ihr eigenes Unternehmen, um der Krise zu trotzen. 51 Prozent der Befragten planen auch, personell aufzustocken. Die CEOs in Westeuropa sind im Vergleich zu 2011 am wenigsten zuversichtlich, was vor dem Hintergrund der Staatsschuldenkrise kaum überrascht. Auch im Raum Asien/Pazifik ist mehr Zurückhaltung spürbar. In China etwa geben sich 51 Prozent "sehr zuversichtlich" - gegenüber 72 Prozent im Vorjahr.

Wachstum infrage gestellt Folgende Themen bereiten den befragten Schweizer CEOs Bauchschmerzen:

- 86 Prozent (weltweit: 80 Prozent): das ungewisse Wirtschaftswachstum
- 80 Prozent (weltweit: 58 Prozent): die Volatilität der Devisenkurse
- 73 Prozent (weltweit: 66 Prozent): die Reaktionen von Regierungen auf Haushaltsdefizite und Schuldenlast
- 66 Prozent (weltweit: 64 Prozent): die Instabilität der Kapitalmärkte
- 65 Prozent (weltweit: 56 Prozent): die europäische Staatsschuldenkrise treffe ihr Unternehmen finanziell - und 45 Prozent aller befragten CEOs geben an, Schritte eingeleitet zu haben, um darauf zu reagieren

Enttäuschung spürbar

Insgesamt ist die Zuversicht der CEOs merklich angeschlagen, stellt Markus R. Neuhaus, CEO von PwC Schweiz und Mitglied der Geschäftsleitung des globalen PwC-Netzwerks, fest: "Man spürt, dass die CEOs über den Verlauf der Weltwirtschaft und über die schleppende wirtschaftliche Erholung enttäuscht sind. Der Optimismus, der seit 2008 - wenn auch zögerlich - gewachsen war, schwindet bereits wieder. Dieses Phänomen ist weltweit zu beobachten. Allerdings sind die CEOs heute besser vorbereitet, daher erwarten sie - trotz widriger Umstände - Ertragswachstum erzielen zu können."

Hoffnungsschimmer aufstrebende Märkte

33 Prozent der befragten Schweizer CEOs (weltweit: 30 Prozent) wollen mit der Erhöhung des Anteils in bestehenden Märkten bzw. 37 Prozent (weltweit: 28 Prozent) mit der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen in den bevorstehenden zwölf Monaten wachsen. 12 Prozent der Schweizer CEOs (weltweit: 18 Prozent) nannten die Durchdringung neuer Märkte, 4 Prozent (weltweit: 10 Prozent) Joint Ventures und Allianzen. Übernahmen und Fusionen planen hingegen nur wenige CEOs. Wichtige Wachstumschancen sehen die CEOs weiterhin in den aufstrebenden Märkten: 12 Prozent der Schweizer CEOs und 18 Prozent der CEOs weltweit.

73 Prozent der Schweizer Befragten planen, in den kommenden zwölf Monaten ihre Unternehmensstrategie aufgrund von Kundenwünschen anzupassen. Auch wollen die CEOs weiterhin die Kosten reduzieren, auch wenn 82 Prozent der Schweizer CEOs (weltweit: 76 Prozent) angeben, in den vergangenen zwölf Monaten Kosten gesenkt zu haben. Vor einem Jahr waren es weltweit 84 Prozent.

Auf der Jagd nach Talenten

Qualifizierte Mitarbeiter zu finden und zu halten, ist für alle befragten CEOs weiterhin prioritär. 16 Prozent der Schweizer CEOs (weltweit: 30 Prozent) zeigen sich "sehr zuversichtlich", diejenigen Arbeitskräfte einsetzen zu können, die sie zur Umsetzung ihrer Unternehmensstrategie benötigen. 39 Prozent der Schweizer CEOs (weltweit: 43 Prozent) beklagen, es sei in ihrer Branche schwieriger geworden, geeignete Mitarbeiter zu finden. Aufgrund der wenig erfreulichen wirtschaftlichen Situation geben 26 Prozent der Schweizer Befragten (weltweit: 18 Prozent) an, in den nächsten zwölf Monaten voraussichtlich Stellen abbauen zu müssen.

Über die Studie:

Von September bis Dezember 2011 wurden für die Studie "15th Annual Global CEO Survey 2012" 1258 CEOs in 60 Ländern befragt. 440 CEO-Interviews erfolgten im Raum Asien/Pazifik, 291 in Westeuropa, 236 in Nordamerika, 150 in Lateinamerika, 88 in Zentral- und Osteuropa und 53 im Mittleren Osten und in Afrika.

PricewaterhouseCoopers AG

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