Startschuss für den Kausa-Medienpreis

(PresseBox) (Berlin, ) Das Bundesbildungsministerium fördert einen neuen Medienpreis: Prämiert werden die Beiträge junger Journalistinnen und Journalisten über die kulturelle Vielfalt in der Berufsbildung und Arbeitswelt. Sie sollen Geschichten über die Bildungswege von Einwanderern erzählen.

"Macht sie sichtbar! Bildungswege von Migrantinnen und Migranten" ist das Motto des diesjährigen Kausa-Medienwettbewerbs. Die Koordinierungsstelle Ausbildung in ausländischen Unternehmen (Kausa) hat diesen Wettbewerb im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ausgelobt.

Integration soll normal werden

Die jungen Migrantinnen und Migranten leben meistens in zweiter oder sogar dritter Generation in Deutschland. Ihre Eltern haben ihr Heimatland verlassen - auf der Suche nach einem besseren Leben. Die Jugendlichen haben den Großteil ihrer Kindheit in Deutschland verbracht. Sie fühlen, denken und leben wie Deutsche.

In Deutschland leben derzeit circa 16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Vorurteile in der Gesellschaft verstärken die soziale Benachteiligung. Häufig bringen die Medien Migrantinnen und Migranten mit Negativ-Schlagzeilen in Verbindung. "Integration wird erst dann Normalität, wenn wir ganz normal damit umgehen", sagt Mitri Sirin, Journalist, Fernsehmoderator und Jurymitglied beim Kausa-Medienpreis.

Integration durch Bildung fördern

Die Bundesregierung fördert aktiv eine bessere Eingliederung von Zuwanderern in den Arbeitsmarkt. Spezielle Programme, angefangen bei der frühkindlichen Bildung bis hin zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse, verhelfen Einwanderern zu einer höheren beruflichen Qualifikation. Bereits hier lebende, aber auch neue Migranten profitieren von der Anerkennung ihrer Berufsabschlüsse. Sie können sich so leichter in das Erwerbsleben und die Gesellschaft integrieren und wirken dem Fachkräftemangel entgegen.

Das Konzept der Bildungslotsen hilft beispielsweise leistungsschwachen Schülern beim Übergang von der Schule zur Ausbildung. Im Rahmen des Jobstarter-Programms wird für zusätzliche Ausbildungsplätze für Jugendliche jeglicher Herkunft und Nationalität geworben. Dabei wird insbesondere die Teilnahme ausländischer Unternehmen am Programm unterstützt. Dafür steht auch Kausa.

Bildungswege sichtbar machen

Viele Migrantinnen und Migranten haben sich in der Berufswelt aufgrund ihrer Fähigkeiten und ihrer Motivation etabliert. Darauf vertraut auch die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer. Sie legt Wert auf Chancengleichheit und versteht Integration als Weg zur gleichberechtigten Teilhabe auf der Grundlage gemeinsamer Werte. "Integration dient dem guten Zusammenleben aller", so Böhmer.

Nachwuchsjournalistinnen und -journalisten bis 35 Jahre können am Wettbewerb teilnehmen. Die Print-, Online-, Radio- oder TV-Beiträge zum Thema "Bildungswege von Migrantinnen und Migranten in Deutschland" sollten bis zum 15. September 2010 eingereicht werden. Auf die Gewinner warten Geldpreise und eine dreitägige Journalistenreise nach Istanbul.

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