Wechselkennzeichen: Kfz-Versicherer sehen rot

Einnahmeausfälle bei der Haftpflichtversicherung erwartet / Herausforderungen für das Risikomanagement

(PresseBox) (Hamburg, ) Das vom Bundesverkehrsministerium für 2011 angekündigte Wechselkennzeichen setzt die Versicherungsbranche unter Zugzwang. Kfz-Versicherer dürften Schätzungen des Beratungshauses PPI zufolge mit Einnahmeausfällen von bis zu fünf Prozent der Bruttobeitragseinnahmen rechnen. Denn bisher mussten Kfz-Halter in Deutschland für ihre Zweit- und Drittfahrzeuge jeweils gesonderte Haftpflichtversicherungen abschließen. Mit dem Wechselkennzeichen wird künftig nur noch einmal für das teuerste Fahrzeug ein Versicherungsschutz fällig. Für zwei zusätzliche Fahrzeuge entstehen mit dem Universalblech so bis auf Kasko-Prämien keine weiteren Kosten für die Haftpflichtversicherung mehr, so sehen es zumindest aktuelle Planungsentwürfe vor.

Die Einführung der Wechselkennzeichen trifft viele Versicherungen an einer empfindlichen Stelle. Denn Aufgrund des harten Preiswettbewerbs gehört die Kfz-Versicherung ohnehin schon zu den ertragsschwachen Zweigen der Assekuranz. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) rechnet in diesem Segment branchenweit bereits für 2010 mit einem versicherungstechnischen Verlust von 1,1 Milliarden Euro.

Die Einführung der Wechselkennzeichen und die sich damit zusätzlich verschärfende Marktlage sollten die Versicherer zum Anlass nehmen, die Auswirkungen auf das eigene Unternehmen zu prüfen. Eine der wichtigsten Baustellen bildet dabei das Risikomanagement:

"Laut Mindestanforderungen an das Risikomanagement, die sich an die Versicherungswirtschaft richten, die so genannten MaRisk, sind die Versicherer verpflichtet alle Risiken, die sich nachhaltig negativ auf die Wirtschafts-, Finanz- oder Ertragslage auswirken können zu bewerten und entsprechende Maßnahmen, beispielsweise in der Tarifierung, einzuleiten", sagt Wolfram Spengler von PPI.

PPI AG Informationstechnologie

Die PPI Aktiengesellschaft ist seit 25 Jahren an den Standorten Hamburg, Kiel, Frankfurt, Düsseldorf und Paris erfolgreich für die Finanzbranche tätig. 2009 erwirtschaftete das Unternehmen mit seinen 320 Mitarbeitern 38,5 Millionen Euro Umsatz in den drei Geschäftsfeldern Consulting, Software Factory und Produkte. PPI stärkt die Marktposition von Versicherungsunternehmen durch fachlich wie methodisch exzellente Lösungen für alle Kernprozesse der Assekuranz, basierend auf langjähriger Praxiserfahrung. In der Software-Entwicklung stellt PPI durch professionelle und verlässliche Vorgehensweise eine hohe Qualität der Ergebnisse und absolute Budgettreue sicher. Das Consulting-Angebot erstreckt sich von der strategischen über die versicherungs- und bankfachliche bis zur IT-Beratung.

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