Deutsche Versicherungen holen sich Partner ins Boot

(PresseBox) (Hamburg, ) Die verstärkte Einbindung von externen Partnern in die Schadenregulierung gehört zu den Top3-Trends der Assekuranz 2009. 37 Prozent der deutschen Versicherungsexperten erwarten, dass die Branche ihre Aktivitäten in diesem Bereich ausweitet. Doch die wenigsten Unternehmen wagen tatsächlich diesen Schritt. Nur jeder sechste Entscheider will derzeit in seinem Haus die Kooperationen im Schadenmanagement weiter ausbauen. Der Grund für diese Kluft: Die Mehrzahl der Versicherer (57 Prozent) agiert bei neuen Trends eher zögerlich. Sie beobachten vorerst nur den Markt und ändern die eigene Strategie erst dann, wenn sie sich bereits in der Praxis bewährt hat. Das ist das Ergebnis der Studie "Trendbarometer Versicherungen" des Consulting-Unternehmens PPI AG in Zusammenarbeit mit dem IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung.

Etwa ein Drittel der befragten Versicherer intensiviert derzeit die Einbindung von Partnern in die Schadenabwicklung. Im Vordergrund steht dabei vor allem die technische Vernetzung aller Beteiligten. Die Mehrheit der Versicherungsunternehmen ist jedoch noch zögerlich. Zwei Drittel befinden sich aktuell in der Planungsphase oder prüfen noch mögliche Partnerschaften.

Dabei ist die Bandbreite an Kooperationsmöglichkeiten im Schadenmanagement groß. Sie reicht vom Betrieb eines Call-Centers über den Aufbau eines gemeinsamen Gutachter-Pools bis hin zu unternehmensübergreifenden Weiterbildungsmaßnahmen. Besonders beliebt: Versicherungspolicen werden um zusätzliche Serviceleistungen ergänzt. 83 Prozent der deutschen Versicherer haben bereits diese so genannten Assistance-Produkte im Angebot - und rund 30 Prozent erwarten einen weiteren Bedeutungszuwachs. Können sich zum Beispiel Eltern aufgrund eines Unfalls nicht um ihre Kinder kümmern, organisiert und bezahlt die Versicherung deren Versorgung wie etwa die Fahrten zur Schule oder die Hausaufgabenbetreuung. Die Assekuranz kooperiert dafür mit Hilfsdiensten wie beispielsweise der Caritas oder der Diakonie. Teilweise überträgt der Versicherer sogar die vollständige Organisation und Steuerung dieser Zusatzangebote auf spezialisierte Unternehmen.

Derartige Partnerschaften im Schadenmanagement helfen, Synergien zu bilden, Kosten einzusparen und den Kundenservice zu verbessern. Von diesen Marktchancen ist mehr als die Hälfte der befragten Versicherungsentscheider überzeugt. Doch nicht alle Fach- und Führungskräfte schließen sich dieser positiven Einschätzung an. Jeder Fünfte sieht in den neuen Partnerschaften eher ein Risiko für das eigene Unternehmen. Diese Skeptiker scheuen sich, versicherungseigene oder ergänzende Leistungen fremden Unternehmen anzuvertrauen. Denn sie befürchten, dadurch die Kontrolle über das eigene Geschäft und wichtiges Know-how an die externen Partner zu verlieren.

Hintergrundinformationen

Die Studie "Trendbarometer Versicherungen" stellt die Ergebnisse einer Online-Marktforschung dar, die im Auftrag der PPI AG in Kooperation mit dem IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung durchgeführt wurde. Im Zeitraum vom 14. bis zum 21. November 2008 wurden 210 Fach- und Führungskräfte aus der Versicherungswirtschaft befragt.

PPI AG Informationstechnologie

Die PPI Aktiengesellschaft ist seit 25 Jahren an den Standorten Hamburg, Kiel und Frankfurt erfolgreich für die Finanzbranche tätig. 2008 erwirtschaftete das Unternehmen mit seinen 280 Mitarbeitern 35,5 Millionen Euro Umsatz in den drei Geschäftsfeldern Consulting, Software Factory und Produkte. PPI stärkt die Marktposition von Versicherungsunternehmen durch fachlich wie methodisch exzellente Lösungen für alle Kernprozesse der Assekuranz, basierend auf langjähriger Praxiserfahrung. In der Software-Entwicklung stellt PPI durch professionelle und verlässliche Vorgehensweise eine hohe Qualität der Ergebnisse und absolute Budgettreue sicher. Das Consulting-Angebot erstreckt sich von der strategischen über die versicherungs- und bankfachliche bis zur IT-Beratung.

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