Deutsche Versicherer im Dornröschenschlaf?

(PresseBox) (Hamburg, ) Abwarten und beobachten - das ist derzeit das dominierende Handlungsmuster der deutschen Versicherer. Beispiel: Schaden- und Unfallmanagement. Rund 74 Prozent der Topentscheider erwarten in der Versicherungswirtschaft einen Innovationsschub in der Schadenregulierung. Doch nur 43 Prozent können im eigenen Haus bereits konkrete Fortschritte vorweisen. Diese zögernde Haltung ist symptomatisch. So schreiben rund 60 Prozent der deutschen Versicherungsmanager ihrem eigenen Institut nur einen geringen Innovationsgrad zu. Jeder Dritte bezeichnet sich allenfalls als Mitläufer. Das ist das Ergebnis der Studie "Trendbarometer Versicherungen" des Consulting-Unternehmens PPI AG in Zusammenarbeit mit dem IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung.

Dabei ist der Handlungsdruck in der Assekuranz groß. Denn die Versicherungswirtschaft ist in Deutschland mit einem weitgehend gesättigten Marktumfeld konfrontiert. Seit 2005 treten die Beitrags-einnahmen der Gesamtbranche bei rund 160 Milliarden Euro auf der Stelle. Tendenz: weiterhin stagnierend. Verbesserungen im Kundenservice, Produktinnovationen und die Optimierung interner Arbeitsabläufe könnten jedoch Expertenmeinungen zufolge die nötigen Wachstumsimpulse liefern.

Immerhin vier von zehn der befragten Versicherer zeigen Ideenreichtum und gehen aktiv neue Marktentwicklungen, wie etwa den Ausbau des Online-Vertriebs oder Erweiterungen der Serviceleistungen, an. Vorreiter sind dabei vor allem die Versicherungskonzerne mit mehr als einer Milliarde jährlichen Beitragseinahmen. Rund 60 Prozent der befragten Fach- und Führungskräfte aus Großunternehmen bezeichnen ihre Gesellschaft als Impulsgeber für die Branche. Zum Vergleich: In kleineren Versicherungen liegt der Anteil der selbsterklärten Trendsetter nur bei 36 Prozent.

Darüber hinaus sind vor allem Versicherungsunternehmen aus den wachstumsschwachen Sparten aktiv auf der Suche nach neuen Geschäftsideen. Unter den Kompositversicherern stufen 44 Prozent der Befragten den Innovationsgrad ihres Unternehmens als besonders hoch ein. Dagegen fällt in der privaten Krankenversicherung (PKV) der Anteil der Trendsetter (36 Prozent) deutlich geringer aus. Hier ist der Handlungsdruck auch nicht so groß. Während die Einnahmen der Kompositversicherer 2008 nur um magere 0,2 Prozent stiegen, legte das Beitragsaufkommen der PKV entgegen dem Branchentrend um 2,9 Prozent zu.

Hintergrundinformationen

Die Studie "Trendbarometer Versicherungen" stellt die Ergebnisse einer Online-Marktforschung dar, die im Auftrag der PPI AG in Kooperation mit dem IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung durchgeführt wurde. Im Zeitraum vom 14. bis zum 21. November 2008 wurden 210 Fach- und Führungskräfte aus der Versicherungswirtschaft befragt.

PPI AG Informationstechnologie

Die PPI Aktiengesellschaft ist seit 25 Jahren an den Standorten Hamburg, Kiel und Frankfurt erfolgreich für die Finanzbranche tätig. 2008 erwirtschaftete das Unternehmen mit seinen 280 Mitarbeitern 35,5 Millionen Euro Umsatz in den drei Geschäftsfeldern Consulting, Software Factory und Produkte. PPI stärkt die Marktposition von Versicherungsunternehmen durch fachlich wie methodisch exzellente Lösungen für alle Kernprozesse der Assekuranz, basierend auf langjähriger Praxiserfahrung. In der Software-Entwicklung stellt PPI durch professionelle und verlässliche Vorgehensweise eine hohe Qualität der Ergebnisse und absolute Budgettreue sicher. Das Consulting-Angebot erstreckt sich von der strategischen über die versicherungs- und bankfachliche bis zur IT-Beratung.

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