WestLB liefert solides Ergebnis

(PresseBox) (Düsseldorf, ) .
- Konzernergebnis von 72 Mio € vor Steuern im 1. Quartal 2010
- Kernbank erreicht 117 Mio € Ergebnis vor Steuern
- Kernkapitalquote auf 8,3% erhöht - Risikoprofil verbessert

Die WestLB ist mit einem soliden Ergebnis in das Geschäftsjahr 2010 gestartet. Der Konzernüberschuss vor Steuern belief sich zum 31. März 2010 auf 72 Mio €; in der Kernbank erzielte die WestLB ein Vorsteuerergebnis in Höhe von 117 Mio €. Das Ergebnis im Vergleichsquartal (Konzern: 250 Mio €, Kernbank: 480 Mio €) hatte von außergewöhnlich günstigen Marktbedingungen und Bewertungseffekten profitiert. "Mit dem Start in das Jahr 2010 sind wir zufrieden", sagte Vorstandsvorsitzender Dietrich Voigtländer zu dem Ergebnis des ersten Quartals. "Unser Weg des konsequenten Risikoabbaus und der vollen Konzentration auf das Kundengeschäft zahlt sich aus. Die WestLB ist jetzt eine profitable Bank mit einer stabilen Ertragsbasis aus dem Geschäft mit ihren Kunden."

Zinsüberschuss zieht um 30% an

Der Zinsüberschuss im Konzern stieg im ersten Quartal 2010 gegenüber dem Vergleichszeitraum um 117 Mio € (+30%) auf 511 Mio €. Der Zuwachs resultierte vor allem aus einem stabilen Kapitalmarktgeschäft und nachhaltigen Erträgen im Geschäft mit Firmenkunden und internationalen Projektfinanzierungen. Die Aufwendungen für die Kreditrisikovorsorge verringerten sich um 32 Mio € auf 142 Mio €. Hiermit trägt die Bank allen erkennbaren Kreditrisiken angemessen Rechnung.

Der Provisionsüberschuss gab gegenüber den ersten drei Monaten des Vorjahres auf 63 Mio € (i.V. 73 Mio €) nach. Die Erträge im Kredit- und Konsortialgeschäft sowie im Zahlungsverkehr lagen über den Werten des Vorjahresquartals; Rückgänge gab es dagegen im Wertpapier- und Depotgeschäft. Die deutliche Ausweitung des Zertifikategeschäfts mit den Sparkassen hatte über die damit verbundenen Vertriebsprovisionen (22 Mio € nach 11 Mio € im Vorjahresquartal) einen nennenswerten Anstieg im Provisionsaufwand zur Folge.

Das Handelsergebnis in Höhe von -130 Mio € (i.V. 212 Mio €) wurde vor allem durch Marktwertverluste in Höhe von 95 Mio € im Wesentlichen aus Anleihen europäischer Staaten und Gebietskörperschaften beeinflusst, die am 30. April mit Wirkung zum 1. Januar dieses Jahres in die Erste Abwicklungsanstalt (EAA) ausgelagert wurden. Credit Spread- Veränderungen bei eigenen Passiva belasteten das Ergebnis mit -18 Mio €. Im Handelsergebnis des Vergleichsquartals schlug dieser Effekt mit +290 Mio € noch deutlich positiv zu Buche. Das Finanzanlageergebnis in den ersten drei Monaten 2010 lag mit 13 Mio € leicht über dem Niveau des Vorjahresquartals (10 Mio €).

Kostenbasis weiter gesenkt

Die Maßnahmen zur Kostensenkung zeigten weiter Wirkung: Die Verwaltungsaufwendungen sanken in den ersten drei Monaten 2010 um 4% auf 270 Mio € (i.V. 280 Mio €). Die Beschäftigtenzahl reduzierte sich weiter um 66 gegenüber Ende 2009 auf 4.905 Vollzeitarbeitskräfte.

Segmentergebnisse: WestLB fest im Markt verankert

Die Verankerung im Kundengeschäft zeigt sich besonders im Segment Firmenkunden und Strukturierte Finanzierungen, das in den ersten drei Monaten 85 Mio € (i.V. 71 Mio €) zum Vorsteuerergebnis beitrug. Die Bank festigte unter anderem ihre gute Position bei Schuldscheintransaktionen, Unternehmensanleihen und in der internationalen Projektfinanzierung. Das Ergebnis im Kapitalmarktgeschäft in Höhe von 71 Mio € spiegelt die stärkere Ausrichtung der Bank auf das Kundengeschäft wider. Weiterhin erfreulich verlief das Geschäft mit Firmenkunden in Zins- und Geldmarktprodukten. Zudem stiegen die Erträge aus Primärmarktaktivitäten für Finanzinstitute, öffentliche Kunden und Firmenkunden sowie aus dem Geschäft mit Zinszertifikaten mit Sparkassen und deren Kunden. Das deutlich höhere Segmentergebnis im Vorjahresquartal (342 Mio €) war auf besonders gute Rahmenbedingungen im Geldmarktgeschäft zurückzuführen. Im Segment Verbund und Mittelstand betrug das Vorsteuerergebnis 3 Mio € nach einem ausgeglichenen Ergebnis im Vergleichszeitraum. Die Erträge aus dem Kreditgeschäft übertrafen dabei das Vorjahresniveau. Das Vorsteuerergebnis im Transaction Banking bewegte sich auf dem Niveau des Vorjahresquartals. Im Segment PEG/Entflechtung, in dem die Ergebnisse der zu transferierenden Portfolien abgebildet werden, belief sich das Ergebnis auf -45 Mio € (i.V. -230 Mio €).

WestLB: Schlagkräftig, kundenorientiert und mit stabileren Erträgen

Die Bilanzsumme des WestLB Konzerns verringerte sich im Vergleich zum 31.12.2009 planmäßig um 3,4 Mrd € auf 238,9 Mrd €. Durch die Stille Einlage des Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) erhöhte sich das bilanziell ausgewiesene Eigenkapital um 1,5 Mrd € gegenüber dem Jahresende 2009 auf 5,2 Mrd €. Die Kernkapitalquote lag zum Ende des ersten Quartals 2010 bei 8,3%, die Eigenmittelquote bei 10,9%.

Am 30. April des Jahres erfolgte rückwirkend zum 1. Januar 2010 die Auslagerung des Hauptportfolios nicht strategienotwendiger Aktivitäten im Volumen von rund 71 Mrd € in die EAA. Das gesamte übertragene Portfolio beträgt damit etwa 77 Mrd €. Mit dieser Entlastung der Bilanz wurde die WestLB von Marktwertschwankungen und Ratingmigrationen aus den ausgelagerten Aktiva befreit. Die Vorteile für die Bank: weniger Volatilität in der Gewinn- und Verlustrechnung, reduzierte Bilanzsumme und Risikoaktiva sowie Freisetzung von Eigenkapital und Managementkapazitäten für das Kundengeschäft.

Dietrich Voigtländer: "Durch die Übertragung nicht strategienotwendiger Aktivitäten ist die Bank nachhaltig stabilisiert. Die WestLB ist nun eine schlanke, schlagkräftige Bank mit einem deutlich verbesserten Risikoprofil und einer klaren Ausrichtung auf das Kundengeschäft. Der solide Jahresauftakt bestätigt, dass die WestLB auf richtigem Kurs ist."

Mit der Bereinigung der Bilanz von Risiken und kundenfernem Geschäft erfüllt die WestLB zudem eine entscheidende Voraussetzung für notwendige Strukturveränderungen bei den Landesbanken. "Der Anpassungsdruck im Landesbankensektor ist unverändert groß", so Voigtländer. "Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und werden unseren Beitrag leisten, den Landesbankensektor zukunftsfähig zu gestalten."

Anlagen - als PDF

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Januar bis 31. März 2010
Konzernbilanz zum 31. März 2010

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