Europäische Kommission bestätigt finalen Umbau der WestLB

(PresseBox) (Düsseldorf, ) .
- WestLB wird zu einer Service-und Portfoliomanagement-Bank (SPM-Bank)
- Kommission ermöglicht SPM-Bank Drittgeschäft
- Verbundbank mit ca. 40 Mrd Euro Bilanzsumme und ca. 400 Mitarbeitern soll Mitte 2012 an die Helaba angeschlossen werden
- Übertrag weiterer Aktivitäten an Dritte oder EAA

Die Europäische Kommission hat heute den von Deutschland mit Zustimmung der Anteilseigner vorgelegten Restrukturierungsplan auf der Grundlage der Eckpunktevereinbarung von Juni 2011 abschließend genehmigt. Demnach soll das Verbundgeschäft mit Sparkassen und öffentlichen Kunden einschließlich des mittelständischen Firmenkundengeschäfts mit einer Bilanzsumme von ca. 40 Mrd € und ca. 400 Beschäftigten zum 30. Juni 2012 aus der WestLB abgespalten und als sog. Verbundbank im Rahmen der Andock-Lösung in die Helaba überführt werden. Die Träger der Helaba haben hierzu am 12. Dezember 2011 richtungsweisende Grundsatzbeschlüsse gefasst. Bis zum 30. Juni 2012 kann die WestLB weitere Geschäftsfelder veräußern. Portfolios, die bis dahin nicht verkauft werden, übernimmt die Erste Abwicklungsanstalt (EAA). Bis zu diesem Zeitpunkt kann die WestLB Neugeschäft im Rahmen der geltenden Geschäfts- und Risikostrategie vornehmen. Die WestLB wird künftig als Service- und Portfoliomanagement-Bank (Arbeitstitel: SPM-Bank) Dienstleistungen für die Verbundbank und die Erste Abwicklungsanstalt sowie für Portfolios Dritter erbringen.

Dietrich Voigtländer, Vorstandsvorsitzender der WestLB, sagte: "Die Entscheidung der Europäischen Kommission ist die Grundlage für den Umbau der WestLB. Sie bringt für Kunden, Mitarbeiter und Investoren die notwendige Klarheit über die weitere Entwicklung. Die Entscheidung bringt allerdings einen deutlichen, schmerzhaften Arbeitsplatzabbau mit sich, dem wir uns stellen müssen. SPM-Bank und Verbundbank bieten nachhaltige Perspektiven für zahlreiche Mitarbeiter. Dazu trägt auch bei, dass wir mit der SPM-Bank in das Servicegeschäft für Portfolios Dritter einsteigen."

Das Land Nordrhein-Westfalen übernimmt zum 1. Juli 2012 die alleinige Eigentümerverantwortung für die SPM-Bank. Der Rheinische Sparkassen- und Giroverband (RSGV), der Sparkassenverband Westfalen-Lippe (SVWL) sowie die Landschaftsverbände scheiden als Aktionäre aus. Die SPM-Bank wird auch künftig Mitglied der Sicherungsreserve der Landesbanken und Girozentralen bleiben. Wie schon in der Eckpunktevereinbarung festgelegt, wird der Servicevertrag für die Verbundbank über zwei Jahre abgeschlossen und der Kooperationsvertrag mit der EAA bis 2016 verlängert.

Die SPM-Bank wird als Asset Manager u.a. folgende Serviceleistungen anbieten: Portfoliosteuerung und -management, Kreditanalyse, Treasury, Finanzen und Controlling, Risikocontrolling, Kreditadministration, IT-Dienstleistungen sowie verschiedene Corporate Center-Funktionen.

Die SPM-Bank kann aus mehreren Gesellschaften bestehen. Wesentlicher Bestandteil ist eine Servicegesellschaft, die mit einer Zielgröße von 1000 Mitarbeitern auch Dienstleistungen für Portfolios Dritter anbieten wird. Es ist vorgesehen, diese Einheit bis zum 31. Dezember 2016 zu verkaufen. Sie wird ihre Dienstleistungen in allen Zeitzonen anbieten und über Standorte in Deutschland, London, New York und Asien verfügen.

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