Das SAP Skills-Ecosystem - 160.000 Gründe, dieses Thema zu diskutieren!

(PresseBox) (München, ) Gerade in der jüngsten Vergangenheit (bis zum ersten Halbjahr 2008) wurde wieder diskutiert, ob es nicht viel zu wenige IT-Spezialisten gebe. Nun schaut die IT-Branche ängstlich auf eine immer schärfer werdende globale Rezession, und sehr schnell wird nun leider die Frage auftauchen: "Habe ich zu viele IT-Berater an Bord?" Es ist offensichtlich, wie stark speziell der SAP-Beratungsmarkt von diesen Fragestellungen betroffen ist. In seiner aktuellen Studie über das globale SAP Skills-Ecosystem ist Pierre Audoin Consultants (PAC) der Frage nachgegangen, ob der weltweite Pool an 160.000 SAP-Beratern (ausschließlich im SAP-Ecosystem verankert, ohne Berücksichtigung der Outsourcing-Aktivitäten) sowohl strukturell als auch qualitativ den Anforderungen der SAP-Anwender Rechnung trägt.

Zuerst muss die Bedeutung des weltweiten SAP-Ecosystems herausgestellt werden. Allen Unkenrufen zum Trotz, die im Augenblick im Zusammenhang mit SAP weltweit durch die Medien geistern, bleibt festzuhalten, dass das schwäbische Softwareunternehmen sich mit seinen Produkten zu einem extrem integrierten Bestandteil bei seinen Kunden und zu einem Wirtschafts- (oder eben auch Job-) Motor bei seinen Partnern entwickelt hat. Nach unseren Schätzungen sind weltweit allein im SAP-Ecosystem (ohne Berücksichtigung der Outsourcing-Aktivitäten) ca. 160.000 Berater beschäftigt! Das sind deutlich mehr Menschen als die Automobilhersteller Chrysler und Ford zusammen in Lohn und Brot halten.

Die große Schwierigkeit im Gegensatz zu anderen Branchen besteht aber darin, dass hier Know-how bei einer großen Anzahl von Menschen verankert ist, die von einem - noch - verhältnismäßig großen Pool an Unternehmen gesteuert werden. Und eben einer riesigen Anzahl an heterogenen (verschiedenste Branchen und Subbranchen verteilt über die ganze Welt) Kundenbedürfnissen Rechnung tragen müssen: 82.000 insgesamt. Das ist sicherlich einer der Unterschiede z.B. im Vergleich zur Automobilbranche, in der eine relativ überschaubare Gruppe von OEMs relativ homogene Anforderungen an ihre Zulieferbranche (Ecosystem) stellt.

In den vergangenen Jahren hat sich die SAP - und eben ihr(e) Produkt(philosophie) - stark verändert. Als Schlagwort sei an dieser Stelle nur "NetWeaver" genannt. Gleichzeitig hat man aber vergessen, das Ecosystem auf diese Reise mitzunehmen. Während die SAP genug mit sich selbst beschäftigt war, diesen Wandel zu gestalten, ging man wohl davon aus, dass das SAP-Ecosystem automatisch im "Gleichtakt" mitgehen würde. Das konnte bei einer so komplexen Kunden- und Partnerstruktur gar nicht funktionieren. Das System zeigt nun vielleicht ganzheitlich und global gesehen langsam wieder ein ausgewogenes Bild, ist aber in den einzelnen lokalen Märkten bzw. Branchen bzw. Themen keineswegs mehr stimmig. Während es in einigen Themen immer noch an ausreichender Unterstützung mangelt (z.B. BI), herrscht bei anderen - auch während der letzten beiden, durchaus wachstumsstarken Jahre - sogar ein Überangebot an Beratern (z.B. ERP). Zusätzlich ist eine weitere Verschiebung der Erbringung einzelner Leistungen von einem Land in ein anderes festzustellen (z.B. ABAP-Entwicklung von Deutschland nach Indien). Das führt zu einer weiteren Verstärkung der Instabilität in der Struktur des SAP-Ecosystems.

Durch die neue Architektur, die hinter SAP steht, haben sich aber auch die qualitativen Anforderungen an die einzelnen Berater geändert, die letztendlich mit ihren 160.000 Kapazitäten das SAP-Ecosystem repräsentieren. Während in den reifen SAP-Märkten (egal ob man nach Branchen oder Geographien unterscheidet) die Nachfrage nach immer höheren Qualifikationen und Spezialwissen auch (oder gerade) in rezessiven Zeiten weiter ansteigt, werden in den weniger reifen Märkten eher die breiter qualifizierten SAP-Berater benötigt.

Daraus lässt sich eine einfache Formel ableiten:

- Implementierungsmärkte benötigen breites SAP-Wissen
- Maintenance-Märkte benötigen tiefes SAP-Wissen

Man kann an den wenigen Beispielen gut erkennen, wie die lokalen Unwuchten entstehen - obwohl im Augenblick das globale Ecosystem anscheinend im Gleichgewicht mit der weltweiten Nachfrage steht. Während die globalen Partner im SAP-Ecosystem auch globale Antworten suchen, wurde die Bedeutung der lokalen Partner im SAP-Ecosystem verkannt, da gerade sie diese lokalen Unwuchten ausgleichen können. Diese Rolle wird unterschätzt, und der Ausbau des Spezialistenwissens bei den lokalen Partnern muss weiter gefördert werden.

Es bleibt nun abzuwarten, wie sich so ein "Mega-Event" wie eine weltweite Rezession auf das globale SAP-Ecosystem auswirken wird. Unabhängig davon bleibt aber festzuhalten, dass das strukturelle Problem der Verteilung der Beraterkapazitäten in und zwischen den einzelnen Märkten bestehen bleibt. Die SAP und ihr Ecosystem müssen hier harmonischer zusammenarbeiten, dann haben beide mehr Erfolg - und am Ende mehr Kunden, die erfolgreich in ihren Geschäftabläufen unterstützt werden und einen erkennbaren Mehrwert haben.

Die SAP Services Research Practice ist ein einzigartiges, interaktives Angebot von PAC.

Die SAP-Softwareprodukte sind nicht nur integraler Bestandteil der IT-Strategie von 82.000 SAP-Kunden. Die Produkte und zugehörigen Services sind zu einem immens wichtigen Teil der weltweiten IT-Services-Industrie geworden. Daher hat PAC diese neue Research Practice ins Leben gerufen, die den Anbietern helfen soll, von diesem hochwertigen Segment zu profitieren.

Unser Ziel ist es, die IT-Entscheidungsträger und -Anbieter in der Entwicklung und Umsetzung einer erfolgreichen Strategie zu unterstützen, indem wir ihnen helfen, den Markt, Wettbewerb und das Anwenderverhalten besser zu verstehen.

Um weitere Informationen über die verschiedenen Analysen zu erhalten, die zum globalen SAP Services-Markt bei Pierre Audoin Consultants (PAC) vorliegen, wenden Sie sich bitte an Tobias Ortwein.

Pierre Audoin Consultants PAC GmbH

PAC ist weltweit tätig als Marktanalyse- und Strategieberatungsgesellschaft für die Software und IT Services Industry (SITSI). PAC unterstützt IT-Anbieter, CIOs, Unternehmensberatungen und Investment-Firmen durch Analysen und Beratungsleistungen bei der Lösung verschiedenster Fragen aus den Bereichen Unternehmenswachstum, Technologien, Finanzen und operatives Geschäft.

Wir stützen uns auf über 30 Jahre Erfahrung in Europa. Zusammen mit unserer Präsenz auf dem US-Markt sowie weiteren globalen Ressourcen aus unserem Partnernetzwerk in Asien-Pazifik, Lateinamerika und Afrika verfügen wir über eine solide Basis, um unseren Kunden rund um den Globus fundiertes Wissen über die lokalen IT-Märkte zur Verfügung zu stellen. Mit Hilfe einer strukturierten Methodik, in deren Rahmen wir jedes Jahr tausende von Face-to-Face-Interviews sowohl mit Anbietern als auch Anwendern führen und die auf einem Bottom-up-, Top-down-Ansatz beruht, garantieren wir den maximalen Kundennutzen unserer Analysen.

PAC veröffentlicht eine breite Palette an standardisierten sowie kundenspezifischen Marktstudien, darunter unser erfolgreiches SITSI®-Programm. Daneben bieten wir eine Reihe von Beratungsleistungen zu Strategie- und Planungsfragen. Mehr als 160 Experten in 16 Niederlassungen auf sämtlichen Kontinenten liefern unseren Kunden Einblicke in verschiedenste Märkte und verhelfen ihnen so zu entscheidenden Wettbewerbsvorteilen.

Nähere Informationen finden Sie auf unserer Webseite unter www.pac-online.com bzw. www.pac-online.de.

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