Studie zeigt: Schnarchen stört nicht nur den Partner - Gesundheitsrisiken werden unterschätzt

(PresseBox) (Hamburg, ) Fast 60 Prozent der deutschen Frauen verbringen ihre Nächte mit schnarchenden Partnern - jede Fünfte von ihnen gibt an, dass das eine ernsthafte Belastung für ihre Beziehung darstellt. Das ist das Ergebnis einer internationalen Studie, die TNS im Auftrag von Philips durchgeführt hat. Dabei ist Schnarchen nicht nur störend sondern kann ein Hinweis für Schlafapnoe sein, eine chronische Schlafstörung mit schweren Konsequenzen: Die Betroffenen haben Konzentrationsprobleme, werden doppelt so häufig Opfer von Arbeitsunfällen, und sie sind fünf- bis sechsmal häufiger in Verkehrsunfälle verwickelt - insbesondere in solche mit Personenschäden. Zudem erhöht Schlafapnoe das Risiko eines Herzinfarktes, Schlaganfalls und von Diabetes.

Rund 5 Prozent der Bevölkerung leiden laut der DGSM, der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin, unter der Erkrankung, vorwiegend übergewichtige Männer im mittleren Lebensalter. Schlafapnoe ist damit fast ebenso verbreitet wie beispielsweise Diabetes, aber weit weniger bekannt. Nur die Hälfte der Befragten haben schon von der Krankheit gehört. Damit ist Deutschland Schlusslicht im internationalen Vergleich. Entsprechend selten erhalten Betroffene die erforderliche Beratung und Therapie: Laut der Initiative Gesunder Schlaf (IGS) bleiben rund 90 Prozent der Erkrankten unbehandelt.

Ein akustisches Warnsignal für die Erkrankung sind laute Schnarchgeräusche mit einem Wechsel von Atempausen und heftigem Luftschnappen. "Menschen, die unter Obstruktiver Schlafapnoe leiden, bleibt in der Nacht immer wieder buchstäblich die Luft weg, weil die Muskulatur ihrer Atemwege im Schlaf erschlafft", erklärt Dr. David White, der als Chef-Mediziner von Philips Home Healthcare die Entwicklung von Therapieprodukten begleitet. "Im Fall einer schweren Erkrankung setzt der Atem mehr als 30 Mal pro Minute aus. Bis zu Dreiviertel der Nacht steht bei den Betroffenen der Atem still."

Dabei ist Schlafapnoe gut zu diagnostizieren und zu therapieren: Wird bei einem Patienten eine behandlungsbedürftige Schlafstörung vermutet, wird er von seinem Arzt an ein Schlaflabor überwiesen. Hier werden in einer nächtlichen Schlafstudie (Polysomnographie) Atmungsparameter, Schlafverhalten und Herzaktivität des Patienten überwacht, um zu überprüfen, ob er unter einer krankhaften Störung leidet. Die Behandlung von Obstruktiver Schlafapnoe ist einfach und zeigt sofort Erfolg: Die wirksamste Therapie ist die so genannte CPAP-Beatmung. Dazu tragen die Patienten während des Schlafes eine Beatmungsmaske, die gefilterte Luft aus einem Therapiegerät in die Atemwege der Patienten leitet. Der entstehende Überdruck sorgt dafür, dass die Luftröhre geöffnet bleibt. Schon nach zwei Wochen geben Patienten an, dass sie sich weniger müde fühlen. Zahlreiche Studien unterstreichen außerdem den langfristigen Therapieerfolg.

"Schlaf ist absolut essentiell für die Gesundheit und das ist breit akzeptiert", so Dr. White. 97 Prozent der Deutschen glauben, dass es gesundheitliche Auswirkungen hat, wenn man zu wenig schläft, trotzdem sucht nur jeder Vierte hierzulande bei anhaltenden Schlafproblemen professionelle Hilfe - in den USA ist es jeder Zweite. "Wir müssen lernen, Schlaf ernster zu nehmen. Wer sich ein Bein bricht, käme nie auf die Idee, das Problem ausschließlich mit seinem Partner zu besprechen. Die gleiche Aufmerksamkeit sollten wir auch unseren Schlafproblemen widmen."

10 Tipps für einen gesunden Schlaf:

- Halten Sie Ihre innere Uhr im Takt: Verrichten Sie täglich wiederkehrende Aktivitäten - vom Aufstehen über die Mahlzeiten bis hin zur Einnahme von Medikamenten - immer zur gleichen Zeit.
- Regelmäßiger Sport unterstützt einen gesunden Schlaf, sechs Stunden vor dem Schlafengehen sollten Sie allerdings auf anstrengende sportliche Aktivitäten verzichten, da sie anregend wirken.
- Verzichten Sie rechtzeitig, d. h. drei bis vier Stunden vor dem Schlafengehen, auf Kaffee, Tee und Cola oder Nikotin, aber auch auf koffeinhaltige Medikamente.
- Verzichten Sie - besonders bei Müdigkeit - auf Alkohol. Er hilft eventuell zunächst beim Einschlafen, sorgt aber im Laufe der Nacht für Schlafunterbrechungen.
- Vermeiden Sie große Mahlzeiten und schwer verdauliches Essen am Abend. Dank der schlaf-fördernden Substanz Tryptophan helfen dagegen Milchprodukte beim Einschlafen und sind für abends bestens geeignet.
- Schaffen Sie sich "Schlafrituale", wie ganz bewusst eine Tasse Kräutertee oder ein Glas Milch trinken, ein warmes Bad, ein paar Seiten lesen, beruhigende Musik hören.
- Setzen Sie sich vor dem Schlafengehen keinem hellen Licht aus. Es regt die Produktion des Wachhormons Serotonin an.
- Sorgen Sie für eine geeignete Schlafumgebung, also ein bequemes Bett, einen dunklen Raum, ein kühles aber nicht kaltes Zimmer und frische Luft. Vermeiden Sie es, nachts auf die Uhr zu sehen. Verstecken Sie den Wecker notfalls im Schrank.
- Gehen Sie nur ins Bett, wenn Sie wirklich müde sind.
- Wenn Sie nicht einschlafen können: Stehen Sie auf und lenken sich ab, aber achten Sie darauf, nicht außerhalb des Bettes einzuschlafen. Im Bett liegenbleiben ist die falsche Methode und führt nicht zum gewünschten Erfolg.

Philips Deutschland GmbH

Royal Philips Electronics mit Hauptsitz in den Niederlanden ist ein Unternehmen mit einem vielfältigen Angebot an Produkten für Gesundheit und Wohlbefinden. Im Fokus steht dabei, die Lebensqualität von Menschen durch zeitgerechte Einführung von technischen Innovationen zu verbessern. Als weltweit führender Anbieter in den Bereichen Healthcare, Lifestyle und Lighting integriert Philips - im Einklang mit dem Markenversprechen "sense and simplicity" - Technologien und Design-Trends in neue Lösungen, die auf die Bedürfnisse von Menschen zugeschnitten sind und auf umfangreicher Marktforschung basieren. Philips beschäftigt in mehr als 60 Ländern weltweit etwa 116.000 Mitarbeiter. Mit einem Umsatz von 26 Milliarden Euro im Jahr 2008 ist das Unternehmen marktführend in den Bereichen Kardiologie, Notfallmedizin und bei der Gesundheitsversorgung zuhause ebenso wie bei energieeffizienten und innovativen Lichtlösungen sowie Lifestyle-Produkten für das persönliche Wohlbefinden. Außerdem ist Philips führender Anbieter von Flat-TVs, Rasierern und Körperpflegeprodukten für Männer, tragbaren Unterhaltungs- sowie Zahnpflegeprodukten. Philips erzielte 2008 in Deutschland einen Umsatz von knapp 3,5 Milliarden Euro und beschäftigt hier gut 7.000 Mitarbeiter. Mehr über Philips im Internet: www.philips.de

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