Schering und Philips kooperieren bei neuen optischen Bildgebungsverfahren zur Prävention und Behandlung von Brustkrebs

Beide Partner arbeiten gemeinsam an der Entwicklung von Kontrastmitteln und Medizintechnik für den neuen Markt der optischen Bildgebung/Das erste Entwicklungsprojekt mit Schwerpunkt Mammographie ist bereits in klinischen Tests der Phase I

(PresseBox) (Amsterdam, Niederlande und Berlin, ) Royal Philips Electronics (NYSE: PHG, AEX: PHI) und die Schering AG, Deutschland (FSE: PHI, NYSE: SHR) haben heute die Gründung einer Allianz angekündigt, um im Bereich der Forschung, Entwicklung und kommerziellen Verwertung von Medizintechnik und dazugehörigen Kontrastmitteln für bildgebende Verfahren zu kooperieren. Beide Unternehmen haben vereinbart, den Umfang der Zusammenarbeit bei Bedarf auf weitere bildgebende Verfahren und Kontrastmittel auszudehnen, bei denen Synergieeffekte zu erwarten sind. Das gilt auch für das wachsende Gebiet der molekularen Bildgebungsverfahren. Philips und Schering sind übereingekommen, Forschungs- und Entwicklungskosten sowie zukünftige Umsätze aus Kontrastmitteln, Medizintechnik und zugehörigen Dienstleistungen, die aus der Kooperation erwachsen, zu gleichen Bedingungen zu teilen. Einzelheiten zu den finanziellen Vereinbarungen wurden nicht genannt.

Die optische Bildgebung ist ein neues bildgebendes Verfahren, das bei der Prävention und Behandlung von Brustkrebs und anderen Krankheiten neue Ansätze eröffnet. Bei optischen Bildgebungsverfahren wird die Oberfläche des Gewebes, wie beispielsweise Brustgewebe, mit Laserstrahlen beleuchtet. Wird diese Technologie mit einem optischen Farbstoff kombiniert, können Tumore präziser dargestellt werden. Da sich optische Bildgebungsverfahren durch eine hohe Auflösung und Empfindlichkeit auszeichnen, sollen sie Brustkrebspatientinnen eine weniger aggressive und patientenfreundlichere Nachuntersuchung ermöglichen. Heute müssen sich Patientinnen dem invasiven Verfahren einer Biopsie (Entnahme einer Gewebeprobe) unterziehen, wenn herkömmliche Untersuchungen keine eindeutigen Ergebnisse liefern.

"Wir sind begeistert, mit einem führenden Hersteller von Kontrastmitteln zusammenzuarbeiten. Schering ist stark in der pharmazeutischen Forschung und Entwicklung und belegt auf dem neuen Gebiet der Kontrastmittel für optische Bildgebungsverfahren einen Spitzenplatz. Unsere Zusammenarbeit unterstützt den patientenorientierten Ansatz von Philips, moderne und patientenfreundliche Verfahren zur Prävention und Behandlung von Krankheiten wie Brustkrebs zu entwickeln", erklärte Jouko Karvinen, CEO Philips Medical Systems.

"Schering engagiert sich in hohem Maße, um auf dem Gebiet der optischen Bildgebungsverfahren Innovationen voranzubringen", sagte Dr. Karin Dorrepaal, Mitglied des Executive Board der Schering AG und verantwortlich für diagnostische Bildgebungsverfahren. "Wir freuen uns, unser Know-how auf dem Gebiet der Kontrastmittel für optische Bildgebungsverfahren mit der umfassenden Kompetenz von Philips bei medizinischer Bildgebung und der Entwicklung innovativer bildgebender Diagnostik zu kombinieren. Auf diese Weise können wir starke Synergien realisieren, um auf Gebieten voranzukommen, auf denen der Bedarf an medizinischem Fortschritt am größten ist, wie beispielsweise bei der exakten Frühdiagnose von Brustkrebs."

Im ersten gemeinsamen Entwicklungsprojekt wird ein optischer Farbstoff zur Diagnose von Brustkrebs von Schering namens Omocianine (SF-64), der momentan die Versuchsserien der Phase I durchläuft, mit einem Mammographiegerät mit erweitertem Leistungsumfang von Philips kombiniert. Beide Unternehmen werden außerdem das wachsende Feld molekularer Bildgebungsverfahren adressieren, um Kontrastmittel zu entwickeln, mit denen Brustkrebs bereits auf molekularer Ebene erkannt werden kann. Philips und Schering sind davon überzeugt, dass sie mit der heute angekündigten Allianz eine führende Position im wachsenden Markt für optische Bildgebung einnehmen.

Schätzungen besagen, dass der Markt für Kontrastmittel und Technik für optische Bildgebung durchschnittliche Wachstumsraten von über 20 Prozent pro Jahr verzeichnen wird, sobald Produkte marktreif sind.

Laut der Imaginis Corporation, einem Dienstleistungsunternehmen aus dem Gesundheitssektor, ist Brustkrebs – nach Lungenkrebs – die zweithäufigste Ursache für tödliche Krebserkrankungen bei Frauen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass in diesem Jahr weltweit bei 1,2 Millionen Menschen Brustkrebs diagnostiziert wird. Allein in den USA werden voraussichtlich mehr als 40.000 Frauen an der Krankheit sterben. Zwischen 1992 und 1996 ist die Todesrate bei Brustkrebs laut der American Cancer Society deutlich gesunken. Grund dafür sollen eine bessere Früherkennung und effektivere Behandlungsmethoden sein.

Philips Deutschland GmbH

Philips ist einer der größten Elektronikkonzerne der Welt. Der Umsatz belief sich 2005 auf 30,4 Milliarden Euro. Das Unternehmen ist weltweit marktführend bei Beleuchtung, diagnostischen Bildgebungssystemen, Elektrorasierern, Fernsehgeräten, Geräten zur Patientenüberwachung und Systemlösungen auf Siliziumbasis. 161.498 Mitarbeiter in über 60 Ländern sind in den drei Bereichen Healthcare, Lifestyle und Technology tätig. Die Aktie der niederländischen Royal Philips Electronics wird an den Börsen in New York (Symbol: PHG) und Amsterdam notiert. Die deutsche Philips GmbH mit Sitz in Hamburg beschäftigt 10.710 Mitarbeiter und erzielte 2005 einen Umsatz von 4,428 Milliarden Euro. Mehr über Philips im Internet: www.philips.de

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

News abonnieren

Mit dem Aboservice der PresseBox, erhalten Sie tagesaktuell und zu einer gewünschten Zeit, relevante Presseinformationen aus Themengebieten, die für Sie interessant sind. Für die Zusendung der gewünschten Pressemeldungen, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse ein.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Vielen Dank! Sie erhalten in Kürze eine Bestätigungsemail.


Ich möchte die kostenlose Pressemail abonnieren und habe die Bedingungen hierzu gelesen und akzeptiert.