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Tumorforschungscenter erhält Namen von Anneliese Pohl
Fachbereich Medizin und Philipps-Universität würdigen Unterstützung
"Mit dem neuen Namen würdigen wir auf Dauer die außerordentlich großzügigen Förderungen durch die Familie Pohl, besonders die langjährige Unterstützung der Onkologie durch die Anneliese Pohl-Stiftung", sagte die Präsidentin der Philipps-Universität, Professorin Dr. Katharina Krause.
Reinfried Pohl teilt mit, dass er die Erforschung von Ursachen, Diagnostik und Therapie der Krebserkrankungen mit 2,5 Millionen Euro aus der Anneliese Pohl-Stiftung und mit zwei Millionen Euro aus der Dr. Reinfried Pohl-Stiftung fördert. In dem Betrag aus der Anneliese Pohl-Stiftung ist die Finanzierung eines Krebsforschungspreises für die nächsten fünf Jahre mit jeweils 100.000 Euro enthalten.
Im Jahr 2005 wurde in Marburg das Comprehensive Cancer Center (CCC) gegründet, das nach US-amerikanischem Vorbild eine stärkere institutionale Zusammenarbeit der verschiedenen onkologischen Einrichtungen anstrebt und die Grundlage bilden soll, klinische Forschung zu fördern und zugleich Forschungsergebnisse aus vorangegangener Grundlagenforschung direkt in die klinische Behandlung zu überführen.
"Reinfried Pohl schafft durch seine Förderung der Marburger Krebsforschung eine herausragende Grundlage für einen Ergebnistransfer in die unmittelbare Krankenversorgung. Dadurch wird der onkologische Schwerpunkt am Marburger Universitätsklinikum erheblich und nachhaltig gestärkt", freut sich Professor Dr. Jochen A. Werner, Direktor der Hals-, Nasen-, Ohrenklinik am Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM).
Professor Dr. Andreas Neubauer, Direktor der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Immunologie am UKGM dankt Pohl für die finanzielle Unterstützung der Arbeit des CCC, die unter dem Motto steht "Krebs: Forschen, Lehren, Heilen". "Tumorerkrankungen sind die Geißel des 21. Jahrhunderts. Bundesweit sterben 250.000 Menschen an Krebs, jedes Jahr", so Neubauer. "Reinfried Pohl beschenkt unseren Fachbereich und unsere Universität durch eine großzügige Spende und stärkt die Marburger Onkologie in hervorragender Weise. Dafür danken wir ihm. Seine Spende unterstreicht die Stärke der Marburger Tumorforschung und fällt somit auf fruchtbaren Boden. Das Anneliese Pohl Comprehensive Cancer Center wird dafür Sorge tragen, dass wir in Marburg Krebserkrankungen besser verstehen, und somit Heilungschancen verbessern können. Professor Pohls Zuwendung wird uns Ansporn sein, mehr und besser zu forschen, damit mehr Patienten von ihrem Krebs geheilt werden können."
Die Erforschung und Behandlung der Krebserkrankung prägt die Marburger Universitätsmedizin seit vielen Jahren. Gezielte Berufungen von Professorinnen und Professoren sowie der Aufbau des Instituts für Molekularbiologie und Tumorforschung, gegründet 1988 als Bestandteil der Philipps-Universität, bildeten die Grundlage für die Etablierung des Schwerpunktes Onkologie am Marburger Fachbereich Medizin. Neben der Forschung und Krankenversorgung wird in Marburg der Krebsbehandlung auch in der studentischen Lehre eine besondere Aufmerksamkeit beigemessen. Hierzu wurde erstmalig in der Bundesrepublik ein eigenes Schwerpunktcurriculum Onkologie gegründet, das von den Studierenden der Medizin mit großem Interesse wahrgenommen wird.
Bildunterschrift:
Bild 1: Die Spende zugunsten des Marburger Anneliese Pohl Comprehensive Cancer Center (CCC) ist für diese Wissenschaftler ein Ansporn, die Krebsforschung weiter voran zu bringen: Professor Dr. Andreas Neubauer (Onkologie, Sprecher des CCC, links), Professor Dr. Jochen Alfred Werner (HNO, 3.v.l.), Professorin Dr. Rita Engenhart-Cabillic (Strahlentherapie, stv. Sprecherin des CCC, 3.v.r.), Professor Dr. Klaus Jochen Klose (Studiendekan des Fachbereichs Medizin, 2.v.r.) und Professor Dr. Rolf Müller (Molekularbiologie und Tumorforschung, rechts). Mit ihnen freut sich Uni-Präsidentin Professorin Dr. Katharina Krause (2.v.l.). (Foto: Philipps-Universität Marburg)
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