Spitzenforschung erhält Förderzusage

Marburg beteiligt sich an neuen Sonderforschungsbereichen

(PresseBox) (Marburg, ) Die Philipps-Universität ist an zwei der insgesamt zwölf neuen Sonderforschungsbereiche (SFB) beteiligt, die heute von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligt worden sind: Der SFB/Transregio 81 beschäftigt sich mit Veränderungen von Proteinen, die als Verpackung der Erbsubstanz DNA fungieren, und mit der Bedeutung dieser Veränderungen für die Entwicklung von Zellen und für die Entstehung von Krebs. Der ebenfalls neue SFB/Transregio 84 untersucht unter dem Titel "Angeborene Immunität der Lunge", wie Krankheitserreger vom Abwehrsystem in der Lunge erkannt werden, erforscht deren Verteidigungsmechanismen gegen Keime und befasst sich mit therapeutischen Ansätzen.

"Die Beteiligung unserer Hochschule an den neuen hochkarätigen Forschungsverbünden zeigt, wie kooperationsfähig und gut vernetzt unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind", sagt Professorin Dr. Katharina Krause, die Präsidentin der Philipps-Universität. "Wieder einmal bewährt sich die Stärke unserer Lebenswissenschaften in der Zusammenarbeit mit namhaften Partnern."

Neben der Philipps-Universität sind am deutschniederländischen SFB/TRR 81 drei Institutionen beteiligt, nämlich die Justus-Liebig-Universität Gießen als Sprecherhochschule, das Rotterdamer Erasmus University Medical Center sowie das Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim. Ziel der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist es, die Mechanismen zu analysieren, mit denen Enzyme die Entwicklung und Differenzierung von Zellen beeinflussen, indem sie Veränderungen des sogenannten Chromatins regulieren, das ist die Verpackung der DNA. Dank des integrierten Graduiertenkollegs profitiert von diesem Sonderforschungsbereich insbesondere der wissenschaftliche Nachwuchs, der in einem attraktiven, internationalen Forschungsumfeld seine Qualifikationsarbeiten anfertigt.

Im SFB/TRR 84 arbeitet die Marburger Universität mit vier Einrichtungen zusammen, nämlich mit der Justus-Liebig-Universität Gießen, dem Max-Planck-Institut für molekulare Genetik Berlin, dem Robert-Koch-Institut sowie der Berliner Universitätsmedizin Charité, bei der die Federführung liegt. Der Verbund knüpft an neue Forschungen an, denen zufolge Entzündungsreaktionen reguliert und sogar zurückgebildet werden können. So könnten Wege für neue Therapiestrategien abseits der bekannten Antibiotika geebnet werden.

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