Brennholz tanken - Schweizer Hightech aus österreichischer Zapfsäule

(PresseBox) (Villigen PSI, ) Einem Konsortium aus Schweizer und Österreichischen Forschern und industriellen Entwicklern ist ein Meilenstein für die Nutzung erneuerbarer Energie gelungen. Das vom Paul Scherrer Institut PSI erforschte Verfahren der Methanierung erlaubt die Erzeugung von synthetischem Erdgas aus Holz, das einen höheren Reinheitsgrad hat als natürliches Erdgas. Es kann ohne weitere Behandlung direkt in das Erdgasnetz eingespeist und seit kurzem auch in erdgasbetriebene Fahrzeuge getankt werden.

Die Methanierung von Holz ermöglicht es, das Gas regional in waldreichen Gebieten herzustellen, und es über das vorhandene Gasnetz in Regionen transportieren, in denen es gebraucht wird - für Wärme, Strom (Gaskraftwerke) oder Treibstoffe. Die Wertschöpfung bleibt in der Region und die Transporte der Rohstoffe werden minimiert. Eine Demonstrationsanlage mit großer Kapazität ist bereits im Europäischen Zentrum für Erneuerbare Energie in Güssing (Österreich) in Betrieb.

Am 24. Juni 2009 um 17:00 Uhr erfolgt die offizielle Einweihung der katalytischen Methanierungsanlage in Güssing. Anwesend werden sein: der österreichische Minister für Land- und Forstwirtschaft Nikolaus Berlakovich sowie für die Schweiz Rolf Schmitz vom Bundesamt für Energie.

Das Projekt wurde erst im Januar dieses Jahres mit dem schweizerischen Prix Watt d'Or 2009 ausgezeichnet und letzte Woche mit dem Schweighofer Preis, dem Europäischen Innovationspreis für Forstwirtschaft, Holztechnologie und Holzprodukte in Österreich. Das Vorhaben ist nicht nur eine Innovation, sondern möglicherweise sogar eine Revolution für die Energiegewinnung aus Holz.

Im Rahmen der Eröffnungsfeier werden Gasfahrzeuge an der Gastankstelle auf dem Gelände mit dem aus Holz gewonnenen Methan betankt werden.

Paul Scherrer Institut PSI

Das Paul Scherrer Institut entwickelt, baut und betreibt grosse und komplexe Forschungsanlagen und stellt sie der nationalen und internationalen Forschungsgemeinde zur Verfügung. Eigene Forschungsschwerpunkte sind Festkörperforschung und Materialwissenschaften, Elementarteilchenphysik, Biologie und Medizin, Energie- und Umweltforschung. Mit 1300 Mitarbeitenden und einem Jahresbudget von rund 260 Mio. CHF ist es das grösste Forschungsinstitut der Schweiz.



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