Fachsymposium heaven 42 Papierfabrik Scheufelen in Heidelberger Print Media Academy

heaven 42, das absolutweiss gestrichene Papier, eröffnet neue Dimensionen im Druckbereich

(PresseBox) (Lenningen, ) Die Papierfabrik Scheufelen, Lenningen, hat in Zusammenarbeit mit der Heidelberger Druckmaschinen AG, einen ausgewählten Kreis von Fachleuten aus dem Kreativ- und Produktionsbereich am 22. April 2010 ganztägig in die Print Media Academy nach Heidelberg eingeladen. Mit heaven 42 schuf Scheufelen das mit Abstand weisseste gestrichene Papier auf dem Weltmarkt. Ein Papier, das der Kreativität und Umsetzung nahezu unbegrenzte Entfaltung bietet. In ausgewählten Referaten rund um die Bedeutung des Papiers und der Voraussetzungen für den Druck gingen geladene Experten auf die Besonderheiten von heaven 42 ein. Das Team von Heidelberger und der Veranstaltungsort der Print Media Academy boten gleichzeitig die Chance, druckspezifische Anforderungen in der Druckvorstufe und an der derzeit produktivsten Bogendruckmaschine im 3b-Format, Speedmaster XL 105-6+L, live zu verfolgen. Informationen und kreative Inspirationen, die zu anregenden Diskussionen unter den Gästen und mit den Spezialisten von Scheufelen und Heidelberger führten.

In seiner Begrüßung ging Dr. Michael Spallart, CEO der Papierfabrik Scheufelen, auf die traditionsreiche Innovationsfreude des Unternehmens ein. Aus dieser Leidenschaft heraus wurde heaven 42 geschaffen. Zunächst mit softmatter Oberfläche, mittlerweile auch softgloss verfügbar. Nicht unerwähnt ließ Dr. Spallart allerdings die derzeitigen heftigen Bewegungen im weltweiten Papiermarkt. Die Papierherstellung ist abhängig von den extrem steigenden Kosten in den Bereichen Zellstoff, Energie, Personal, Logistik und den erforderlichen Investitionen in neue Anlagen. Hochwertiges Papier bleibt auch in Zukunft das Medium, um Botschaften nachhaltig zu vermitteln. Innovation, Differenzierung und kompromissloses Qualitätsbewusstsein sind auch weiterhin eine Verpflichtung für das Unternehmen. Aus Sicht von Scheufelen ist heaven 42 mit seinen unzähligen Einsatzmöglichkeiten ein Papier mit hohem Erfolgspotential.

Für die Moderatorin, Britta Schweinhage, hat Papier zudem die Aufgabe "verführerisch zu sein, verführerisch zu verkaufen". Dabei leitete sie zum ersten Gastreferenten, Jean Jacques Schaffner, über. Er ist Gründer und Mitinhaber von Schaffner & Conzelmann, designersfactory, mit Sitz in Basel/Schweiz. Seit mehr als 30 Jahren befasst er sich mit grundsätzlichen Fragen und interdisziplinären Konzepten zur Vermittlung von Wissen, Botschaften und Markenimages. Papier ist aus seiner Sicht keine Hardware, sondern Teil der gesamten Kommunikation. Unter Corporate Paper sieht Schaffner die überlebensnotwendige Chance für Unternehmen, eine Differenzierung auf einem gesättigten Markt herzustellen. Für Marken und Unternehmen findet diese aus seiner Sicht zunehmend über die subjektive Ebene statt. Neben Logo, Bild, Typo, Sprache, Claims und Farben ist Papier ein wichtiges Element. Papier ist nicht nur Träger der Information, sondern vielmehr Teil der Botschaft. Papier hat keine Lobby. Hier zeigt er eigene Erfahrungen aus der Praxis auf. Wer kommuniziert mit wem über was und warum? Es geht um die Beziehungen zwischen Kunden-Designer-Drucker-Händler und Hersteller insbesondere zum Thema Papierauswahl. Wie es im kreativen Alltag aussieht und wie diese Beziehungskisten unterschiedlicher Interessen im Sinne des Auftraggebers optimiert werden könnten. Papierberatung ist stets ein Teil der gesamten Kreativleistung und muss deshalb auch von einem Berater koordiniert werden.

Speziell mit heaven 42 hat seine designersfactory an einem praktischen Projekt den optimalen Einsatz und technische Handhabung getestet. Das absolutweisse Papier softmatt und softgloss eignet sich ideal in Kombination mit ungestrichenen Qualitäten. Preisdiskussionen sind für ihn ein zahnloses Killerargument. Mit Beispielkalkulationen von Druckproduktionen entkräftet er jeglichen Vorbehalt gegen hochwertiges Papier. Der Aufpreis von hochwertigem Papier gegenüber einfacheren Ausführungen liegt im minimalen Bereich. Ein Blick in seine "Trickkiste" zeigt, wie er bei der Papierauswahl vorgeht. Evaluation mit System. Im eigens geschaffenen Wertekreuz werden die Kriterien warm, weich, leise, kalt, hart, laut, zu den Stilrichtungen traditionell, modern über casual, formell, romantisch und technisch abgeglichen. Nicht zu vergessen sind die technischen Anforderungen an die Papierwahl wie Weißanteil, Grammatur, Haptik, etc. Welche Vorgaben sind seitens Umsetzung Druck zu beachten? Raster, Farbigkeit, separate Effektlackierung, etc. Ohne Bilder geht es nicht. Fotografie ist nicht nur Kunst, sondern Handwerk. Ein High Dynamic Range Image (HDRI/HDR-Bild) oder Hochkontrastbild ist ein digitales Bild, das die in der Natur vorkommenden großen Helligkeitsunterschiede detailgetreu speichern kann. Hier zeigt sich die Qualität eines Designers, Kontraste der Aufnahme und der Wahrnehmung im Zusammenspiel mit dem gewählten Papier professionell bereits in der Druckvorstufe durch ein modifiziertes Druckprofil zu steuern. Papier fasst man an, man fühlt, sieht und wertet es aus. Werbeträger wie Fernsehen, Hörfunk, Internet sind fest definiert, Druck dagegen ist frei bestimmbar. Schaffner motiviert, diese Freiheit zu nutzen.

Genau der richtige Moment für Britta Schweinhage, nach dem Lunch den praktischen Teil der Veranstaltung für die Teilnehmer zu eröffnen. Workshop I - Live-Demo an der Druckmaschine - mit Ulrich Erber, Produktmanager Press für den 3b Bereich, Heidelberger Druckmaschinen, und Ralf Schmid, Key Account Manager, Papierfabrik Scheufelen. Im Gespräch mit Britta Schweinhage erfuhren die Teilnehmer von Ulrich Erber wesentliche Details zur Speedmaster XL 105-6+L. Zahlreiche Konfigurationen, wie Vier- bis Zehnfarben-Druck, Veredelungen, etc., sind wählbar. Zudem erfüllt die Druckmaschine höchste Maßstäbe im Verpackungs-, Etiketten- oder Akzidenzdruck; es werden Bedruckstoffstärken von 0,03 bis 1,0 mm verarbeitet. Dank integriertem Druckerei-Workflow, dem Prinect Press Center, werden alle Arbeitsabläufe transparent; eine umfassende Steuerung der Druckerei ist mit dem Press Center komfortabel gewährleistet. Je nach Bedarf können die unterschiedlichen Soft- und Hardwareteile individuell zusammengestellt werden. Dadurch werden Rüstzeiten spürbar verkürzt, die Makulatur ressourcenschonend verringert, die Produktivität je nach Auftrag um bis zu acht Prozent erhöht, die Qualität durch die optimal abgestimmte Einheit von Leitstand und Farbmesssystem einzigartig gesichert.

Ralf Schmid erläuterte während der Demo die Einsatzbereiche beider unterschiedlicher Oberflächenvarianten von heaven 42 - softmatt und softgloss - und beantwortete Fragen zur Ökologie und Nachhaltigkeit in der Papierherstellung. heaven 42 softmatt ist nicht nur ein außergewöhnlich weißes Papier, sondern verfügt gegenüber anderen gestrichenen Papieren über eine ebenmäßige, samtige Oberfläche mit sympathischem Griffgefühl. Im Gegensatz zum bekannten Verhalten anderer gestrichener Papiere bleiben die Druckfarben matt. Selbst bei vollflächiger Lackierung bleibt das haptische Erlebnis nahezu unverändert. Metallisch glänzende Effekte bei den Druckfarben werden mit unterstützenden Maßnahmen erzielt. Auf der neuen Oberfläche softgloss erstrahlen Druckfarben im gewohnten Glanz, sie heben sich wieder deutlich von der unbedruckten Papieroberfläche ab. Gerade Metallicfarben zeigen ihren typischen metallischen Schimmer. In beiden Ausführungen kann das Papier bewusst für spezielle Effekte eingesetzt werden kann. heaven 42 eröffnet damit neue Horizonte für Gestalter und Drucker.

Während des Gesprächs an der Maschine konnten die Gruppenteilnehmer einen Jobwechsel und den Druckprozess beobachten. Es wurden zwei verschiedene Druckformen gedruckt: ein Druckbogen mit drei technischen, kühlen Motiven sowie ein weiterer mit je drei emotionalen, warmen Bildern. Die sechs Bilder wurden jeweils in drei verschiedenen ICC-Profilen reproduziert. So konnte der Einfluss der unterschiedlichen Profile auf das einzelne Bild einfach erkannt und beurteilt werden. Die zwei Druckformen wurden auf beiden Papierqualitäten von heaven 42 - softmatt und softgloss - sowie zum Vergleich auch auf dem Bilderdruckpapier BVS von Scheufelen gedruckt.

Gemeinsam bestätigen Erber und Schmid, dass heaven 42 ohne Probleme auf der XL 105-6+L verarbeitet werden kann. Mit der Frage, "Warum sollen sich Kunden für heaven 42, für die XL 105-6+L entscheiden?", schließt Britta Schweinhage Workshop I ab. Schmid betont den umweltorientierten Umgang mit den Ressourcen, beginnend beim Einkauf der Rohstoffe. Die Nachhaltigkeit wird auch bei Partnern überprüft. heaven 42 ist nicht nur innovativ und einzigartig, sondern durchaus erschwinglich. Auch Erber unterstreicht das umweltbewusste Arbeiten der XL 105-6+L. Kunden sind in der Lage, äußerst wirtschaftlich zu produzieren und somit zukunftsorientiert zu handeln.

Workshop II - HEIlight-Tour Color & Quality - Tobias Laubmann, Fachberater Prinect, Heidelberger Druckmaschinen. Am Druckmuster des vorangegangenen Vortrages erläutert Laubmann die verschiedenen Farbprofile. ISO-Standard, Heidelberger und Scheufelen. Schritt für Schritt demonstriert er, wie Profile erstellt, warum und wie modifiziert werden können. Gerade bei heaven 42 ist beispielsweise bei emotionalen Motiven eine Reduzierung des Blauanteils erforderlich, um beim Druck die Farben weicher zu zeichnen. An praktischen Beispielen werden Quelldaten über Device-Link-Profile direkt mit einem entsprechenden Wert im Zielfarbraum verknüpft. Für jede Änderung des Transformationsweges, beispielsweise ein anderer Zielfarbraum, muss ein neues Device-Link-Profil - je nach Software dynamisch oder manuell - erzeugt werden. Diese Device-Link-Technologie bietet eine große Prozesssicherheit im Druck, da die angekommenen Daten (PDFs) in ihrem Farbaufbau verbessert werden können. In der angeregten Diskussion unter den Teilnehmern des workshops kam auch klar die Bedeutung der "subjektiven Wahrnehmungskomponente" herüber, die trotz aller "Automatisierung" einfliessen sollte. Spezielle Hilfestellung für den Prepressbereich bietet Scheufelen unter www.heaven42.com.

Keine Praxis ohne Theorie. Thomas Egenolf, Print Media Center, Quality Service, Heidelberg Druckmaschinen, referiert zum Thema "Sicher Produzieren außerhalb des ISO-Standards". "Standards sind sinnvoll, um in einem arbeitsteiligen Druckprozess ein Druckwerk auf einem vorhersehbaren, steuerbaren und reproduzierbaren "guten Qualitätsniveau" herzustellen," erläutert Egenolf und ergänzt "Unter einem guten Qualitätsniveau versteht man, dass im Standard vorgegebene Soll- und Toleranzwerte auf Basis wirtschaftlich und technisch vertretbarer Aufwände in der täglichen Praxis realisiert werden können." Aus seiner Sicht gibt es viele Parameter, die das Druckergebnis beeinflussen. Vor allem führt unterschiedliches Papier zu unterschiedlichen Ergebnissen. heaven 42 ist mit seinem Weißgrad nach CIE 155 belegt. Das absolut weisseste gestrichene Papier weltweit ermöglicht durch seinen enormen Hell-/Dunkelkontrast sehr viele Anwendungsmöglichkeiten. Anschaulich erfahren die Teilnehmer die Bedeutung, wie Farben unter dem Normlicht D50 erkannt werden und wie dies zur Einschätzung eines Druckergebnisses eingesetzt wird. Ebenso wird am praktischen Beispiel heaven 42 das Referenzfarbsystem L*, a*, b* zur Farbwahrnehmung gegenüberliegender Farben durch das menschliche Auge erläutert: L* (Helligkeit), a* (positive a*-Werte sind Rot, negative Werte Werte Grün; 0 = Grau) und b* (positive b*-Werte sind Gelb, negative Werte Blau, 0 = Grau). Entsprechend des ISO-Standards weicht heaven 42 mit seinem b*-Wert deutlich von der Toleranz ab. Mit diesem Wert kann in der Druckvorbereitung entsprechend durch Herausnahme gradueller Blauanteile für eine Optimierung gesorgt werden. Voraussetzung für eine Optimierung der Tonwertzunahme-Kennlinien durch die Vorstufe (CtP) ist die Standardisierung der Tonwert-Wiedergabe im Druck. Dazu müssen alle Parameter wie Farbort, Dichte, Tonwertzunahme (TWZ) bewertet und korrekt eingestellt werden. Es werden sehr gute Druckergebnisse mit hohem Kontrast in den Bildern auf heaven 42 erreicht. Speziell für dieses Papier empfiehlt er die Ermittlung optimaler Sollfarborte im nassen und trockenen Zustand. Cyan und Magenta erreichen nicht die Sollwerte nach ISO 12647-2; Tonwertzunahmen für ein 120 Hybridraster müssen angepasst werden. Egenolf verweist abschließend nochmals auf die Empfehlungen von Heidelberg und Scheufelen, um anspruchsvolle Ergebnisse für heaven 42 auch außerhalb des ISO-Standards zu erzeugen.

Nach diesem dichten Programm rund um heaven 42 bedankte sich Irmgard Glanz, Leiterin Marketing und Kommunikation von Scheufelen, bei den zahlreichen und aktiven Teilnehmern fürs Kommen, bei Heidelberger für die kooperative Zusammenarbeit, bei den Referenten, den Teams und bei der Moderatorin für die professionellen Beiträge und den reibungslosen Ablauf. Fazit des Tages: mit der richtigen Technik, dem richtigen Papier und dem Knowhow der Anwender sind perfekte Druckerzeugnisse in höchster Qualität möglich.

Papierfabrik Scheufelen GmbH + Co. KG

Das 1855 gegründete Unternehmen Scheufelen wurde am 1.1.2009 von Powerflute OYJ übernommen. Am Standort in Lenningen, Deutschland, werden bei Scheufelen mit rund 500 Mitarbeitern bis zu 300.000 Tonnen pro Jahr hochwertiges gestrichenes, holzfreies Premiumpapier aus FSC- und PEFCzertifiziertem Zellstoff hergestellt. Die Papiermarken PhoeniXmotion, Consort Royal, Job Parilux, heaven 42, BVS und BRO sind in einer Flächengewichtsrange ab 90 g/m²- 400 g/m² in den Oberflächen matt, halbmatt und glänzend lieferbar. Typische Anwendungsbereiche sind beispielsweise anspruchsvolle Geschäftsberichte, Imagebroschüren, Werbebroschüren, hochwertige Bücher, Kunstdrucke und Kalender. Die Papierfabrik Scheufelen verkauft ihre Produkte weltweit und erzielt einen Umsatz von rund 230 Mio. Euro.

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