Paion AG veröffentlicht Konzern-Finanzergebnisse für die ersten neun Monate 2010

(PresseBox) (Aachen, ) .
- PAION schließt Phase-IIb-Studie mit Remimazolam/CNS 7056 ab (September 2010)
- PAION erweitert Desmoteplase-Vertrag mit Lundbeck (Oktober 2010)
- Umsatzerlöse mehr als verdoppelt
- Periodenverlust um 27 % geringer

Das biopharmazeutische Unternehmen PAION AG (ISIN DE000A0B65S3; Frankfurter Wertpapierbörse, Prime Standard: PA8) gibt heute die Konzern-Finanzergebnisse gemäß International Financial Reporting Standards (IFRS) für die ersten neun Monate 2010 bekannt.

Gegenüber der Vorjahresperiode sind die Umsatzerlöse aufgrund der Meilensteine von Ono und Acorda um EUR 1,4 Millionen auf EUR 2,6 Millionen angestiegen. Die Forschungs- und Entwicklungskosten haben sich gegenüber der Vorjahresperiode um EUR 1,7 Millionen verringert. Der Fehlbetrag der ersten neun Monate 2010 beträgt EUR -7,3 Millionen und ist um EUR 2,7 Millionen niedriger als in der korrespondierenden Vorjahresperiode (EUR -10,0 Millionen).

"Das 3. Quartal stand unter dem Zeichen fortgesetzter Partneringaktivitäten und dem Abschluss der Phase-IIb-Studie mit Remimazolam," kommentierte Dr. Wolfgang Söhngen, Vorstandsvorsitzender der PAION AG. "Insbesondere durch die Vereinbarung mit Lundbeck konnte sich PAION signifikante zusätzliche Einnahmepotentiale sichern."

Überblick über die ersten neun Monate 2010

Die ersten neun Monate des Jahres 2010 waren von der Durchführung der Phase-IIb-Studie mit Remimazolam geprägt. Der letzte Patient konnte im September in die Studie eingeschlossen werden. Darüber hinaus wurden wichtige Meilensteine erreicht: Die Initiierung der ersten Phase-I-Studie mit Remimazolam in Japan durch PAIONs Entwicklungspartner Ono Pharmaceutical im April 2010, welche die erste Meilensteinzahlung in Höhe von USD 1 Mio. auslöste. Die Genehmigung des IND- (Investigational New Drug) Antrags von PAIONs Lizenzpartner Acorda Therapeutics für die Substanz GGF2, welcher Meilensteinzahlungen in Höhe von insgesamt USD 1 Mio. auslöste.

Am 27. September 2010 wurde das Ende der Phase-IIb-Studie mit Mehrfachdosierungen des innovativen, kurzwirkenden Anästhetikums/Sedativums Remimazolam mit Patienten, bei denen eine Darmspiegelung durchgeführt wurde, gemeldet. Im Zusammenhang mit der Studienmedikation wurden dabei keine schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse berichtet. Die Rekrutierung für die Phase-IIb-Studie wurde damit in nur vier Monaten abgeschlossen. Hauptstudienergebnisse werden bis Ende November 2010 erwartet.

Am 15. Oktober 2010 meldete PAION die Erweiterung des Desmoteplase Vertrags mit Lundbeck. Darin erhält Lundbeck den Zugang zu potenziellen Folgesubstanzen von Desmoteplase und Forschungsrechte. Im Gegenzug erhält PAION Zahlungen von bis zu insgesamt EUR 31,5 Mio., davon:

- Eine Vorauszahlung von EUR 1,5 Mio., die im Oktober vereinnahmt wurde und im vierten Quartal 2010 als Umsatzerlös ausgewiesen wird.
- EUR 5 Mio Erhöhung der Desmoteplase-Meilensteinzahlungen auf jetzt bis zu EUR 68 Mio.
- Bis zu EUR 25 Mio. Entwicklungs- und Vermarktungsmeilensteinzahlungen für Moleküle der zweiten Generation (Folgesubstanzen).

Konzernfinanzergebnisse für die ersten neun Monate 2010

Die Umsatzerlöse in den ersten neun Monaten 2010 in Höhe von EUR 1,4 Millionen (USD 2 Millionen) betreffen Meilensteinzahlungen von Ono für den Start der Phase-I-Studie mit Remimazolam in Japan sowie von Acorda für die Einreichung und Genehmigung der IND des Wirkstoffs GGF2. Weiterhin beinhalten die Umsatzerlöse wie im Vorjahr auch die ratierliche Auflösung des passivischen Abgrenzungspostens im Zusammenhang mit dem mit Lundbeck geschlossenen Lizenzvertrag (EUR 1,1 Millionen) sowie Erstattungen von Entwicklungskosten durch Lundbeck.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in den ersten neun Monaten 2010 verringerten sich im Vergleich zu der korrespondierenden Vorjahresperiode (EUR 8,3 Millionen) um EUR 1,7 Millionen auf EUR 6,6 Millionen. Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit war Remimazolam.

Aufwendungen für die allgemeine Verwaltung und Vertrieb sind in den ersten neun Monaten 2010 im Vergleich zur Vorjahresperiode auf gleichem Niveau angefallen und beliefen sich auf EUR 3,3 Millionen (Vorjahresperiode: EUR 3,4 Millionen).

Das Finanzergebnis in den ersten neun Monaten 2010 hat sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um EUR 0,1 Millionen vermindert und belief sich auf EUR -0,4 Millionen, was im Wesentlichen auf niedrigere Geldmarktzinssätze sowie den im Vergleich zur Vorperiode verminderten Finanzmittelbestand zurückzuführen ist.

Die Bilanzsumme zum 30. September 2010 hat sich im Wesentlichen aufgrund des durch den Periodenfehlbetrag verringerten Eigenkapitals und des geringeren Finanzmittelbestands im Vergleich zum 31. Dezember 2009 um EUR 8,2 Millionen auf EUR 27,4 Millionen verringert. Die Eigenkapitalquote zum 30. September 2010 ist im Vergleich zum 31. Dezember 2009 (54,3%) zurückgegangen und beträgt 45,9%. Die Berücksichtigung des Nachrangdarlehens sowie der abgegrenzten, nicht rückzahlbaren Vorauszahlung von Lundbeck als wirtschaftliches Eigenkapital führen zu einer Eigenkapitalquote von 85,7%.

Durchschnittlich beschäftigte PAION in den ersten neun Monaten 2010 29 Mitarbeiter (Geschäftsjahr 2009: 30 Mitarbeiter).

Ausblick

PAION hat die klinische Phase-IIb-Studie mit Remimazolam im September 2010 beendet und erwartet die Hauptstudienergebnisse bis Ende November 2010. PAION erwartet, dass die Ergebnisse der Phase IIb den Wert von Remimazolam für potenzielle Partner erhöhen werden.

Die Partneringgespräche zu Remimazolam werden nach dem Vorliegen der Phase II Daten mit Nachdruck fortgeführt. Parallel dazu wird PAION die bereits mit mehreren potentiellen Partnern laufenden Gespräche zu M6G weiterführen.

Die Einnahmen aus den bestehenden Lizenzverträgen mit Lundbeck, Ono, und Acorda führen zu einer Umsatzsteigerung. Nach Abzug der Ausgaben insbesondere für die laufende Studie zu Remimazolam wird ein nennenswerter Jahresfehlbetrag ausgewiesen.

PAION verfügt zum 30. September 2010 über liquide Mittel in Höhe von EUR 15 Mio. Im Oktober 2010 erhielt PAION EUR 1,5 Mio. von Lundbeck und im November insgesamt EUR 0,8 Mio. aus einer Kapitalerhöhung. Der Finanzmittelbestand und die erwarteten Mittelzuflüsse aus einer teilweisen Nutzung der Eigenkapitalzusage sichern eine Liquiditätsreichweite bis Mitte 2012. Künftige Vertragsabschlussgebühren, Meilensteinzahlungen oder Kostenerstattungen von den bestehenden und von den angestrebten Kooperationspartnern oder eine umfassende bzw. komplette Ausnutzung der Eigenkapitalzusage sind hierbei nicht berücksichtigt. Diese würden die Liquiditätsreichweite verlängern.

PAION AG

PAION ist ein biopharmazeutisches Unternehmen mit Hauptsitz in Aachen und verfügt über einen weiteren Standort in Cambridge (Vereinigtes Königreich). Das Unternehmen hat sich auf die Entwicklung und Vermarktung innovativer Arzneimittel für den Krankenhausbereich spezialisiert. Auf diesen Gebieten gibt es einen erheblichen, nicht gedeckten medizinischen Bedarf.
PAIONs Geschäftsmodell "Finden & Entwickeln" basiert auf seiner Kernkompetenz in der Arzneimittelentwicklung. Wo strategisch sinnvoll, insbesondere in den letzten Stadien der klinischen Entwicklung, des Zulassungsverfahrens sowie der Vermarktungsphase, strebt PAION die Zusammenarbeit mit erfahrenen Partnern an.

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