Wie frühkindliche Bindung Gehirn und Verhalten beeinflusst

Magdeburger Neurowissenschaftler präsentieren neueste Ergebnisse der Hirnforschung auf "6. Magdeburger Tag der Erziehung

(PresseBox) (Magdeburg, ) Magdeburger Neurowissenschaftler der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg bieten am 18. März 2009 wieder Hirnforschung zum "Anfassen". Zum "6. Magdeburger Tag der Erziehung" werden Mediziner, Biologen und Psychologen unter dem Motto "Neurobiologische und entwicklungspsychologische Aspekte der frühkindlichen Bindung" komplexe Prozesse im menschlichen Gehirn allgemein­verständlich und populärwissenschaftlich präsentieren. Besonders im Vordergrund stehen Störungen des kindlichen Sinnes- und Wahrnehmungssystems. Die Veranstaltung richtet sich vor allem an Lehrer, Erzieher und Sonderpädagogen, aber auch an interessierte Eltern.

Was: 6. Magdeburger Tag der Erziehung "Die Bedeutung frühkindlicher Bindung für die Entwicklung von Gehirn und Verhalten"

Wann: 18. März 2009, 14.00 Uhr bis ca. 18.30 Uhr

Wo: Otto-von-Guericke-Universität, Campus der Medizinischen Fakultät, Leipziger Straße 44, 39120 Magdeburg, Theoretischer Hörsaal, Haus 28

Bitte Voranmeldung unter michael.gruss@ovgu.de oder Fax 0391 67-55002!

Eine stabile, liebevolle emotionale Bindung zwischen Kind und Eltern ist das Fundament für die optimale Entwicklung des Kindes. Sie bedeutet Schutz, Fürsorge und Einbindung in eine Kultur.Emotionale Verwahrlosung und die daraus resultierenden Bindungsstörungen stellen demnach einen hohen Risikofaktor für das Entstehen von Angsterkrankungen, Empathie- und Bindungsunfähigkeit sowie Sprachentwicklungs- und Lernstörungen dar. Die Veranstaltung soll die Natur der frühkindlichen Bindung und die sie beeinflussenden Faktoren sowohl aus dem Blickfeld der Grundlagenforschung als auch unter dem Aspekt der praktischen Anwendbarkeit im täglichen Umgang mit Kindern beleuchten.

PD Dr. Jörg Bock vom Institut für Biologie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg wird über Auswirkungen frühkindlicher Bindungs- und Trennungserlebnisse auf die Hirnentwicklung sprechen. PD Dr. Fabienne Becker-Stoll, Leiterin des Staatsinstituts für Frühpädagogik, München, wird darüber informieren, wie der Aufbau einer engen Bindung zwischen Eltern und Kindern, aber auch zwischen Erziehern und Kindern als Grundlage einer gesunden Entwicklung der Heranwachsenden gelingt. PD Dr.Eva Möhler, Chefärztin der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Saarland-Heilstätten GmbH, Saarbrücken, wird klinische Einblicke in den Zusammenhang von Bindung und Stresserfahrungen geben.Frank Natho, Leiter des Instituts für Fortbildung, Supervision und Familientherapie, Halberstadt, wird über das Problematik des kindlichen Erlebens einer Trennung von der Familie berichten und eine methodische Anregung zur Trauerarbeit geben.

Im Anschluss an die Vorträge können die Teilnehmer mit den Wissenschaftlern diskutieren.

Diese vom Institut für Biologie an der Fakultät für Naturwissenschaften vor einigen Jahren ins Leben gerufene Veranstaltungsreihe findet auch in diesem Jahr wieder im Rahmen der "Internationalen Brain Awareness Week" statt, einer Initiative, bei der weltweit Neurowissenschaftler einem interessierten Teilnehmerkreis die neuesten Erkenntnisse aus der Hirnforschung in allgemein verständlicher Form präsentiert.

Die Veranstaltung ist vom Landesinstitut für Lehrerfortbildung Sachsen-Anhalt (LISA) als Weiterbildung anerkannt

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