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Universität Magdeburg geht mit IKAM neue Wege beim Technologie-Transfer

Forschungsneubau auf Unicampus als Schnittstelle von Wissenschaft und Wirtschaft eingeweiht

(PresseBox) (Magdeburg, ) Mit der heutigen Inbetriebnahme des Forschungsgebäudes auf dem Campus der Otto-von-Guericke-Universität (OVGU) Magdeburg wurde ein weiterer Meilenstein beim Aufbau des Instituts für Kompetenz in AutoMobilität (IKAM) vollzogen. Im Verbund mit den am Standort Barleben entstandenen Laborflächen komplettiert der forschungsbezogene Neubau an der Uni die Idee eines Instituts, das zukünftig an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft tätig sein wird.


Den Grundstein für das IKAM legte einerseits der Forschungsschwerpunkt Automotive, in dem alle vier Ingenieurfakultäten der Universität seit Jahren erfolgreich in enger Kooperation mit der Industrie arbeiten, und andererseits die große Zahl von kleinen und mittlere Unternehmen (KMU) im Land Sachsen-Anhalt, die als Zulieferer in der Automobilbranche agieren. Die mit der Betriebsaufnahme im Forschungsneubau verbundene Verzahnung der OVGU und des IKAM wird den Wissens- und Technologietransfer von der Wissenschaft in die Automobil- und Zulieferindustrie weiter befördern.

Der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalts, Dr. Reiner Haseloff, die Ministerin für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalts, Prof. Dr. Birgitta Wolff, und der Rektor der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Prof. Dr. Klaus Erich Pollmann, gaben den symbolischen Startschuss für das neue Forschungsgebäude des Instituts für Kompetenz in AutoMobilität auf dem Campus der Universität. Sie nah­men dabei einen hochmodernen Antriebsstrangprüfstand zur Testung von Motoren und Antriebskomponenten von Fahrzeugen und Antriebsträngen in Betrieb.

Hierbei handelt es sich um einen echten Startschuss, denn die Verträge mit einem großen Automobilhersteller für die Durchführung erster Untersuchungen auf diesem Antriebstrang wurden schon abgeschlossen.

Die Investition von ca. 12 Mio. Euro in das neue IKAM-Gebäude und die darin befindliche technische Ausstattung wird die strategische Ausrichtung der Ingenieurwissenschaften an der OVGU in Bezug auf den Bereich Automotive nachhaltig stärken. Die Arbeiten im IKAM werden sich dabei auf die vier Zukunftsfelder Antriebs­technik, Elektromobilität, Leichtbau sowie Mess- und Prüftechnik konzentrieren. Neben den Prüfständen für konventionelle und neuartige Antriebssysteme stellen beispielsweise die umfassenden Möglichkeiten der Schwingungsanalyse und Vibroakustik ein weiteres Highlight dar. Aber auch die Forschungsmöglichkeiten zur Elektromobilität hinsichtlich elektrischer Antriebe wie Radnabenmotoren, Leistungselektronik sowie spezifischer Test- und Entwicklungssysteme bilden eine wichtige Grundlage für die zukünftigen Arbeiten. Nicht zuletzt sind auch die bereits in Nutzung befindlichen Maschinen für die Produktions­technik zu nennen, welche die Entwicklung neuer Fertigungstechniken und die Generie­rung von Prototypen ermöglichen.

Auch die Studierenden werden profitieren. Der Master "Automotive Systeme" bezieht seine Attraktivität ganz maßgeblich aus den hervorragenden Labormöglichkeiten, und das Konzept des IKAM sieht vor, dass die Uni sich intensiv an Qualifizierung und Weiterbildung der Beschäftigen der KMU des Landes beteiligt.

Die Chance einer Innovationsführerschaft durch eine enge Zusammenarbeit von Hoch­schule und Industrie wurde in einem weiteren Vortrag auf der Festveranstaltung von Prof. Dr. Helmut List, Vorsitzender der Geschäftsführung der international renommierten AVL List GmbH, beleuchtet. Der Leiter der VW-Konzernforschung, Prof. Dr. Jürgen Leohold, sprach zudem über die Forschung für das Automobil der Zukunft aus industrieller Sicht, was gerade in Bezug auf die Transferaufgabe des IKAM von besonderer Bedeutung ist. An der Einweihung des IKAM-Neubaus auf dem Campus der Universität nahmen ca. 250 Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik teil.

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