"Dialyse" für Prozesswasserkreisläufe

(PresseBox) (Hessisch Oldendorf, ) Das sehr kompakt konstruierte, modular aufgebaute OKOaquaclean-System des Maschinenbau- und Abwassertechnikspezialisten OKOtech GmbH & Co. KG aus Hess. Oldendorf vereint in sich äußerst vielseitig einsetzbare Verfahren zur Aufbereitung von schwermetallhaltigen Öl-Wasser-Gemischen und Emulsionen unterschiedlichster Herkunftsbereiche.

Angewandte physikalische Verfahren sind Phasentrennung, Dekantierung, Koaleszenzabscheidung, Flotation und Filtration; bei stärkeren Verschmutzungen kommen pH-Wert-Einstellung, Fällung und Flockung zur Emulsionsspaltung hinzu, so dass eine große Bandbreite industrieller Abwässer in einem kompakten Gerät behandelt werden kann.

Die Abwässer werden verschmutzungsabhängig mit dem jeweils kostengünstigsten Behandlungsverfahren aufbereitet. Eigensichere Überwachung im Automatikbetrieb und die Erfüllung aller EU-BVT-Anforderungen gewährleisten eine lange Lebensdauer. Hervorragende Energieeffizienz, geringste Emissionen und hoher Gesundheitsschutz zeichnen die Anlagen aus. Somit werden alle zurzeit in der BImSchV und im Anhang 27 zur AbwV geforderten Anforderungen erfüllt.

Als Fallbeispiele für die Flexibilität der Anlagen seien zwei komplett unterschiedliche Anwendungsbereiche der Prozesswasseraufbereitung zur Kreislaufführung genannt:

- Herstellung von Getränkedosen aus Aluminium im Tiefziehverfahren
- Herstellung von Kunststoffplatten (Acrylglas) mit Extrusionstechnik

1. Herstellung von Getränkedosen aus Aluminium im Tiefziehverfahren Problemstellung:

- Kurze Standzeit des Kühlwassers durch starken Eintrag von Verschmutzungen
- Hohe Entsorgungskosten (ca. 120.000,- €/Jahr)
- Hohe Konzentratkosten durch Neuansatz des Kühlwassers
- Dadurch bedingt hohe Personalkosten

Der in Deutschland ansässige, aber international operierende Hersteller von Getränkedosen bezahlt allein an Entsorgungskosten ca. 120.000,- € pro Jahr, da das im Produktionsprozess verwendete Kühlwasser sehr schnell mit Fremdölen und Metallabrieb verschmutzt wird - entsprechend häufig muss es neu angesetzt werden. Die 21 eingesetzten Tiefziehmaschinen werden im Teilstrom von 500 -1000 l/h mit Kühlwasser versorgt.

Die Aufgabenstellung für OKOtech:

- Kreislaufführung des Kühlwassers nach Austrag von Fremdölen und Metallabrieb
- Verringerung der Kosten für Entsorgung, Filtermaterial, Neuansatz und Personal

Für den Betriebsversuch wurde eine rein physikalisch arbeitende OKOaquaclean 500 mit integrierter Flotation eingesetzt. Fremdöle und Metallabrieb wurden nahezu komplett aus dem eingesetzten Kühlschmierstoff entfernt, so dass er problemlos im Kreislauf gefahren und somit wiederverwendet werden konnte.

Durch die Qualitätsverbesserung des Kühlwassers durch den Austrag von Fremdölen und Metallabrieb ergibt sich eine Einsparung von ca. 20.000 €. Hinzu kommt eine Einsparung von ca. 10.000 € durch den geringeren Bedarf an Filterwechseln (Personalkosten) und Filtermaterial.

Bisherige Kosten für den Getränkedosenhersteller:

Entsorgungskosten für 2000 t/Jahr: 120.000 €
Wasserkosten für Neuansatz 1,20 €/m³ 2.400 €
Kosten für die Enthärtung 0,25 €/m³ 500 €
Konzentratkosten für Neuansatz 500 €
Kosten für Filtration 10.000 €
Jährliche Kosten insgesamt 133.000 €

Mit dem Einsatz einer OKOaquaclean Flotationsanlage ergeben sich Einsparungen von ca. 65 % jährlich. Die Amortisationszeit für eine OKOaquaclean Anlage beträgt lediglich 12 Monate.

2. Herstellung von Kunststoffplatten (Acrylglas) mit Extrusionstechnik Problemstellung:

- Kühlwasserbedarf bis zu 390 m³/Tag
- Trennmittelanteil im Kühlwasser (2 % Stearin) sorgt für Ablagerungen im Kanal und führt zu einer erschwerten biologischen Abbaubarkeit
- Ausgasendes Monomer (Methylacrylat, > 250 ppm/m³ Luft) führt zu starker Geruchsbildung und Gesundheitsgefährdung

Ein in Deutschland ansässiges, international tätiges Unternehmen benötigt für die Herstellung von Acrylglas mit Extrusionstechnik bis zu 390 m³ Kühlwasser pro Tag. Dieses Kühlwasser wird zunächst enthärtet, anschließend mit einem Trennmittel (Stearin) versetzt und zur Kühlung der Acrylglasplatten verwendet. Aus einem Absetzbecken werden die Wachse manuell abgeschöpft. Danach wird das Wasser in eine Kläranlage abgeleitet. Durch den noch vorhandenen Stearinanteil im Wasser bilden sich Ablagerungen im Kanal; außerdem ist die biologische Abbaubarkeit erschwert - die Folge sind Probleme mit Kläranlage und Kanalnetzbetreiber.

Über die zur Herstellung des Acrylglases benötigten Vakuumpumpen wird Gas aus ausgasendem Monomer (gemessen als Methylacrylat) in das Wasser eingetragen. Dies führt zu einer starken Geruchsbildung sowie einer Gesundheitsgefährdung am Arbeitsplatz.

Die Aufgabenstellung für OKOtech:

- Kreislaufführung des Prozesswassers nach Entfernung von Stearin und ausgasendem Methylacrylat
- Minimierung der Gesundheitsgefährdung für die Mitarbeiter
- Beendigung der Probleme mit Kläranlage und Kanalnetzbetreiber

Mit der für einen Betriebsversuch eingesetzten Anlage OKOaquaclean 500 E wurden auf der Basis von Maisstärke hergestellte Spalt- und Flockungshilfsmittel in einer Dosierung von nur 0,2 l pro m³ Kühlwasser automatisch zugegeben, um das Stearin auszutragen. Durch den Einsatz der Flotation gelang es problemlos, das ausgasende Monomer von 1000 ppm auf ca. 10-25 ppm abzubauen.

Bei der Behandlung mit der OKOaquaclean 500 E wurden sowohl Stearin als auch Methylacrylat bis an die Nachweisgrenze ausgetragen.

Kosten ohne Kreislaufführung:

Kühlwasseraufkommen: bis 390 m³/Tag
Wasser- und Abwasserkosten: 2,25 € pro m³
Kosten für die Enthärtung: 0,25 €/ m³
Anteil für Kanalreinigung: 0,10 € pro m³
Wasserkosten pro m³: 2,60 € pro m³
Kosten pro Jahr bei 250 Arbeitstagen: 253.500,- €

Durch die jetzt mögliche Kreislaufführung ergibt sich für den Acrylglashersteller eine Einsparung von ca. 47 %. Zudem wird bei Einsatz einer OKOaquaclean 6000 E die Gesundheit der Mitarbeiter besser geschützt; auch die Probleme mit Kläranlage und Kanalnetzbetreiber dürften der Vergangenheit angehören.

Die OKOtech GmbH & Co. KG legt größten Wert auf eine genau auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnittene Anlagentechnik. Daher gibt es auch keine Anlagen "von der Stange", sondern in intensiven Beratungsgesprächen bzw. im Betriebsversuch wird die Anlage gemeinsam mit dem Kunden konzipiert - ein optimales Ergebnis ist garantiert.

Eine unabhängige Studie zur Aufbereitung von Kühlschmierstoffen belegt die Wirtschaftlichkeit, Effektivität und Aktualität der von OKOtech eingesetzten Technik, so dass die EU-Anforderung nach der besten verfügbaren Technik (BVT) erfüllt werden.

Mit dem Einsatz modernster Steuerungstechnik und Software (EMUControl) wird z. B. der optimale Spaltpunkt für Emulsionen automatisch erkannt; die Spaltmittel werden entsprechend zudosiert. Die verwendeten, äußerst effektiven organischen Spaltmittel werden auf Basis nativer Rohstoffe (z. B. Maisstärke) hergestellt und sind vollständig biologisch abbaubar.

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