Kayser-Threde realisiert vollautomatisches Hochtechnologieteleskop für LMU München

Bautätigkeiten auf dem Münchner Hausberg Wendelstein

(PresseBox) (München, ) Mit Kayser-Threde als Hauptauftragnehmer entsteht derzeit im Auftrag der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München und dem Staatlichen Bauamt München 2 mit Mitteln des Freistaates Bayern und des Bundes das neue, technisch anspruchsvolle 2m-Fraunhofer-Teleskop für das Wendelstein-Observatorium.

Das neue Teleskop soll eine so genannte Weitwinkelkamera zur Abbildung von wenigstens 0,7 Grad des Himmels (> Vollmonddurchmesser) sowie eine Mehrkanalkamera (optisch und nahes Infrarot) sowie Spektrographen für mittlere bis hohe Auflösung bekommen, um die kommenden wissenschaftlichen Projekte der Universitäts-Sternwarte optimal zu unterstützen.

Bauarbeiten. Unter Leitung des Staatlichen Bauamts wurde im Sommer 2009 eine neue Plattform für das Teleskop auf dem Wendelstein erreichtet. Die dazugehörige Kuppel wurde im Frühjahr 2010 installiert. Am 28. Juli fand das Richtfest für Kuppel und Gebäude statt. Ein wichtiger Meilenstein für die Spezialisten bei Kayser-Threde, denn nach weiteren Innenausbauten soll das Gebäude dann im Laufe des Jahres bezugsfertig werden, so dass im Frühsommer 2011 das Teleskop vor Ort installiert werden kann.

Bei Kayser-Threde wurden parallel die Entwicklungs- und Designarbeiten für das Teleskop abgeschlossen. Der Stahlbau für die etwa 20 Tonnen schwere Teleskopstruktur ist beauftragt. Die 20 Monate beanspruchende Fertigung der drei Spiegel beim russischen Hersteller läuft gemäß Zeitplan, so dass die Spiegel noch in diesem Jahr nach München geliefert werden sollen. Spiegel und Teleskopstruktur werden Anfang 2011 beim Stahlbauer integriert und gründlich getestet, bevor Optik und Strukturen für den Transport Richtung Alpen verpackt werden.

Heli hilft. Eine besondere Herausforderung wartet bei der Installation des rund 20 Tonnen schweren Teleskops auf dem Berggipfel auf Kayser-Threde: Einzelteile mit einem Gewicht von bis zu fünf Tonnen müssen per Lastenhubschrauber auf den Gipfel geflogen werden. Ein eigens neben der Kuppel installierter Baukran unterstützt die Montage.

Die Übergabe des Teleskops an die Auftraggeber ist für Mitte 2011 vorgesehen.

Expertise. Das Raumfahrtunternehmen Kayser-Threde aus München hat sich bei optischen Instrumenten und Teleskopen für den Einsatz im Weltraum auf nationaler wie auf europäischer Ebene einen Namen gemacht (z.B. mit den Teleskop-Spiegelschalen für den Röntgensatelliten XMM-Newton oder dem kryogenen Instrument PACS auf dem Herschel-Satelliten). Ein Teleskopsystem aus dem Hause Kayser-Threde kommt in wesentlich geringerer Höhe zum Einsatz: SOFIA, das Flugzeug getragene Infrarot-Observatorium wird als deutschamerikanisches Gemeinschaftsprojekt durchgeführt. Ein Teleskop zur Sonnenbeobachtung flog im letzten Jahr in der Gondel eines großen Ballons in der Stratosphäre.

Die Beauftragung für das Astronomische Observatorium auf dem Münchner Hausberg Wendelstein war für Kayser-Threde als Münchner Unternehmen eine besondere Freude. Und zur Abwechslung liegt der Einsatzort verglichen mit den Raumfahrtprojekten geradezu zum Greifen nahe - zumindest bei Föhn ...

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